Gespräch

Zerstörung und die Macht der Erinnerung

Eine gemeinsame Veranstaltung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr und des Bildungsforums Sachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Details

Gewalt schreibt Geschichte. Aber welche?

Kriege, Katastrophen und Revolutionen markieren die wichtigsten Daten der Geschichte.

Sie beenden, unterbrechen oder starten persönliche Biographien neu.

Geht ein politisches System zugrunde oder liegt das eigene Elternhaus

in Trümmern, wird erschüttert, wie Menschen sich selbst und

die Welt begreifen.

Prägt Gewalt unsere Erinnerung?

Die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, der Frieden am 8. Mai 1945

und der radikale Wandel der Nachkriegsordnung am 9. November 1989

gehören zu den entscheidenden Zäsuren des 20. Jahrhunderts.

All diese Ereignisse schnitten gewaltsam durch den Gang der Dinge

und prägen die kollektive Erinnerung bis heute. Die deutsche Geschichte

ist ohne diese Daten nicht denkbar.

Die Sichtweisen auf die Vergangenheit verändern sich aber.

Zeitzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg gibt es immer weniger. Persönliche

Erlebnisse können in Konkurrenz zu wissenschaftlichen Erkenntnissen

stehen.

Häufig bestimmt die Macht der Bilder und Symbole, wie wir uns erinnern.

Wer die Bilder deutet, besitzt Macht über die Erinnerung und

letztlich über das öffentliche Gedenken.

Eine Erinnerung in schwarz-weiss?

Wie wir uns erinnern, entscheidet darüber, wie wir die Zukunft sehen.

Eine Gesellschaft muss also verstehen, wie Erinnerungsmuster von Generation

zu Generation weitergegeben werden.

Wie prägen individuelle Erlebnisse die Erinnerung? Wie wurde Gewalt

benutzt, um historische Erinnerungen zu beeinflussen? Welche Erinnerungskultur

pflegen wir in unserer Gesellschaft?

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr Dresden und die Konrad-

Adenauer-Stiftung betrachten in der Reihe „Gewalt und die Macht

der Erinnerung“, wie wir uns historischen Daten nähern.

Die drei genannten Ereignisse des 20. Jahrhunderts bilden dafür den

Hintergrund.

Am ersten Abend der Reihe werfen wir einen Blick auf den Zweiten

Weltkrieg. Die noch nie dagewesene Zerstörung menschlichen Lebens

und der Untergang zivilisatorischer Maßstäbe formen die gemeinsame

Identität bis heute.

Wir laden Sie herzlich zu dieser Vortragsreihe ein!

NACHTRAG!

Eveline Goodmann-Thau mußte die Teilnahme kurzfristig aufgrund einer akuten Erkrankung absagen.

Bitte beachten Sie unseren aktuellen Nachbericht zur Veranstaltung.

Ein Audio-Mitschnitt der Veranstaltung war aufgrund einer technischen Störung nicht möglich.

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Veranstaltungsort

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2,
Dresden
Deutschland
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Referenten

  • Prof. Dr. Eveline Goodman-Thau (Rabbinerin) sowie Prof. Dr. Alfred Grosser (Publizist und Soziologe)

    Publikation

    „Ich fühlte mich verantwortlich für die jungen Deutschen“: Alfred Grosser über Zerstörung, Erinnerung und Mitgefühl.
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    Kontakt

    Dr. Joachim Klose

    Dr

    Landesbeauftragter und Leiter Politisches Bildungsforum Sachsen

    joachim.klose@kas.de +49 351 563446-0 +49 351 563446-10
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    Ulrike Büchel

    Ulrike Büchel bild

    Referentin Politisches Bildungsforum Sachsen

    ulrike.buechel@kas.de +49 351 56344616 +49 351 563446-10
    Alfred Grosser, Publizist und Soziologe, Paris\r\nEhemaliger Forschungsdirektor an der „Fondation\r\nNationale des Sciences Politiques“ und Lehrstuhlinhaber am Institut d‘études\r\npolitiques de Paris. Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels für seine Rolle als „Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kontinente". wikepedia commons

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