Publikationen zum Thema Repräsentation und Partizipation

Die Eignung von Umfragemethoden

Eine methodische Einschätzung, um die Qualität von Umfragen besser beurteilen zu können.

Oft sind die Ergebnisse von Umfragen mit "repräsentativ" beschrieben. Damit erheben sie den Anspruch, das Stimmungsbild richtig abzubilden. Ob dieser Anspruch gerechtfertigt ist, hängt vom Erhebungsdesign ab. Denn je nach Art der durchgeführten Umfrage, sind die Ergebnisse unterschiedlich verlässlich. Worauf muss man achten? Welche Aspekte sind wichtig, um die Qualität der Erhebung zu beurteilen? Mit unserem Informationen & Recherche geben wir eine methodische Einschätzung. 

European Union

Licht und Schatten – Eine Analyse der Vorbedingungen der EU für Albanien

Für die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen muss Albanien sechs Vorbedingungen erfüllen – trotz erzielter Fortschritte sind zentrale Punkte bisher nicht vollumfänglich erfüllt

Nachdem der Deutsche Bundestag bereits im September 2019 Bedingungen für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Albanien aufgestellt hatte, zog der Rat der Europäischen Union (EU) im März 2020 nach. Die Europaminister der 27 EU-Staaten übernahmen und ergänzten die Forderungen des Bundestages, so dass der Westbalkanstaat nun 15 Bedingungen erfüllen muss, bevor die einzelnen Verhandlungskapitel bzw. -cluster geöffnet werden können. Sechs davon sind noch vor Beginn der 1. Intergouvernementalen Konferenz zu erfüllen. Wenngleich die Hoffnungen groß waren, dass diese sechs Bedingungen innerhalb des Jahres 2020 erfüllt werden können und somit die Konferenz im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft stattfinden kann, schwinden derzeit die Chancen darauf. Eine genauere Analyse zum Stand der Erfüllung der sechs Vorbedingungen zeigt, dass Albanien im letzten halben Jahr teilweise gute Fortschritte gemacht hat, einige zentrale Punkte aber noch nicht vollumfänglich erfüllt sind.

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Jordaniens Parlamentswahlen in Krisenzeiten

Stagnation des demokratischen Prozesses

Inmitten einer zweiten Corona-Welle hat Jordanien am 10. November 2020 regulär Parlamentswahlen abgehalten. 100 der 130 Parlamentarier ziehen neu in das jordanische Unterhaus ein. Bei historisch niedriger Wahlbeteiligung sank der Anteil von Parteipolitikern und Frauen im Parlament, das stattdessen von Vertretern der Stämme und Familienverbünde, regierungsfreundlichen Geschäftsleuten und ehemaligen Offizieren geprägt sein wird. Reformakteure vor allem aus der urbanen Mittelschicht haben das Vertrauen in das Parlament verloren. Politischer Protest wird damit weiterhin eher in Berufsverbänden, auf der Straße oder in den sozialen Medien seinen Ausdruck finden. Weder in der Innen- noch der Außenpolitik Jordaniens sind als Folge der Wahlen größere Veränderungen zu erwarten.

Martin Abegglen / flickr / CC BY-SA 2.0

Wien: Neue Realitäten

Sowohl die Landes- als auch die Bundesregierung in Wien sehen sich neuen Realitäten gegenüber

Fünf Wochen nach der Wien-Wahl sind die Koalitionsgespräche zu einem Ergebnis gekommen. Wien bekommt eine ganz neue Regierung. Das Attentat am 2. November in der Innenstadt von Wien führt zu einer Debatte über die Zusammenarbeit der Behörden. Anders als im Frühjahr halten sich die Corona-Infektionszahlen in Österreich hartnäckig oben. Das Regieren wird mühsamer.

Das Hacken der Wählerschaft

Studie von Prof. Dr. Eduardo Magrani zur Nutzung personenbezogener Daten in politischen Kampagnen

Datengetriebene politische Kampagnen sind kein neues Phänomen. Sie bedienen sich vielfältiger Werkzeuge, haben Zugriff auf immer mehr Daten und sind in der Lage, Wähler zu beeinflussen. Demokratie und Rechtstaat sind weltweit herausgefordert. Eduardo Magrani, EIZ Fellow 2019/2020 der Konrad-Adenauer-Stiftung, untersucht anhand eines Vergleichs des europäischen und des brasilianischen Rechtsrahmens die Digitalisierung demokratischer Prozesse.

picture alliance/Klaus Rose; Klaus Rose (Bearbeitung: KAS)

Politischer Protest – gestern und heute

Warum Menschen auch im digitalen Zeitalter demonstrieren

Straßenprotest, in seiner ganzen Bandbreite und performativen Hülle und Fülle, von der klassischen Demo über Platzbesetzungen und Blockaden bis zur Menschenkette, ist historisch gewachsener Alltag in Deutschland - auch in Zeiten der Digitalisierung.

350.org / Tim Wagner / flickr / CC BY 2.0 / https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Klimaprotestbewegung: „Neue“ Gefahr von Links?

Radikalisierungstendenzen im Kontext der Klimaprotestbewegung

Fridays for Future führte zur Entstehung einer neuen, weltweiten Klimaprotestbewegung. Wo sich neue soziale Bewegungen bilden, ist die Entwicklung immer auch offen. Das bietet auch Raum für radikale oder extremistische Gruppen. Unser Autor Tim Segler untersucht, ob und welche Radikalisierungstendenzen es im Kontext der Klimaprotestbewegung gibt.

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

„Ouattara zum Dritten“

Neuauflage der Krise von 2010 in Côte d’Ivoire?

Präsident Ouattara wurde am 31.10. erneut im Amt bestätigt und steht vor seinem dritten Mandat. Die Opposition erkennt die Ergebnisse nicht an - dem Land stehen erneut unsichere Zeiten bevor.

Habib Kaki / flickr / Public Domain

Algeriens schrittweise politische Öffnung

Volksabstimmung zur Verfassungsänderung am 1. November 2020

Mit der im Januar 2020 begonnenen Überarbeitung der Verfassung setzt Präsident Abdelmadjid Tebboune eines seiner Versprechen aus dem Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2019 um. Über den Entwurf der Verfassung wird am 1. November 2020 eine Volksabstimmung erfolgen. Die geplanten Änderungen beinhalten unter anderem eine vorsichtige Stärkung des Rechtstaats und der Freiheitsrechte, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für gesellschaftliche Organisationen sowie ein verstärktes internationales Engagement Algeriens.

Blog, Twitter oder Bierzelt?

Bundestagsmandat und Öffentlichkeit