Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Das Phänomen Wade

Schauplatz Dakar am 3. April 2010: Auf einer der zwei vulkanischen Erhebungen (den einzigen der Stadt) versammeln sich 19 afrikanische Staatschefs. Darunter so illustre Figuren wie der simbabwische Präsident Robert Mugabe und der libysche Präsident Muammar-al Khadafi. Der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade hatte zur Einweihung eines Monuments „für die Ewigkeit“ geladen. 130 Meter ragt es in die Höhe.

Recht haben oder Resultate?

Der schwierige Kampf gegen Mädchenbeschneidung in Senegal

Bis heute ist die Mädchenbeschneidung in vielen Teilen Senegals an der Tagesordnung. 28 % der senegalesischen Frauen sind beschnitten. Der Kampf gegen diese Praxis erweist sich als langwierig und erfährt viele Rückschläge. Die Gesetzgebung ist eindeutig: den Beschneiderinnen und den Eltern der Mädchen drohen harte Haftstrafen. Jeoch: Abschreckung allein durch hohe Strafen scheint nicht zu wirken, deshalb setzen viele NGOs und jetzt auch die Regierung auf verstärkte Sensibilisierung. Eine Mitarbeiterin drückte es so aus: Wollen wir Recht haben oder Resultate?

Forum über die Rolle der Frauen in der Sozialen Marktwirtschaft

Mehr als 2000 Kleinunternehmerinnen feierten ihren Erfolg in Wirtschaft und Politik

Die Regionalhauptstadt Thies feierte am 13. März mit 2000 Klein-unternehmerinnen die Erfolge der Mitglieder des Netzwerks GRAIF im Wirtschafts- und im politischen Leben. Aus der Region Thies, aber auch aus den Regionen Ziguinchor und Kedougou, sogar aus Mali und Mauretanien waren Kleinunternehmerinnen angereist. Der Minister für Soziales und die Familienministerin beglückwünschten GRAIF zu den in den letzten 20 Jahren erreichten Erfolgen: allein die Anzahl der Kleinunternehmerinnen und der gewählten Vertreterinnen in den verschiedenen Instanzen ist maßgeblich gestiegen

Denkmal sorgt für politisch-religiöse Spannungen

Eine gegen die Kirche gerichtete Äußerung des Staatspräsidenten Senegals sorgte in den letzten Tagen des Jahres für Aufregung bei der christlichen Minderheit Senegals und führte zu einer Welle von Solidaritätsbekundungen von Seiten der muslimischen Landesbewohner. Dieser diplomatische Zwischenfall zwischen Regierung und Kirche hätte in anderen Ländern einen religiösen Konflikt auslösen können, in Senegal jedoch wurde er zum Zeugnis der soliden Kohäsion der religiösen Gemeinschaften. Gleichzeitig legte er die gespannten Beziehungen zwischen Regierung und Opposition und religiösen Führern offen.

Die Casamance: Das Feuer lodert wieder

Sechs Tote Anfang Oktober in der Region Sédhiou - Reflexionen zur aktuellen Lage

Pressestimme Senegal zur Europawahl

Die Europawahl vom 07.06.2009 fand in der senegalesischen Presse kein großes Echo. Lediglich die Tageszeitung „Le Soleil“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 08.06.2009 über die Wahlen zum Europaparlament und geht dabei in erster Linie auf die Verluste der linken Parteien ein. Dabei werden sowohl die Niederlagen der Linksparteien in verschiedenen Ländern genauer betrachtet als auch nach Ursachen für die schlechten Ergebnisse gesucht.

Homosexualität im Senegal - Gefährliche Intoleranz auf Raten?

Medien heizen bedrohliche Stimmung an

In den vergangenen Monaten hat sich die Lage für Homosexuelle im Senegal drastisch verschlechtert. Ein Gerichtsurteil, durch welches neun Männer aus dem Gefängnis freikamen, ließ die Wellen in den Medien wieder hochschlagen.

Senegal: Familie Wade – Sohn geschlagen, Vater enttäuscht

Kommunalwahlen mit nationalen Auswirkungen - Opposition gewinnt - Bild dennoch uneinheitlich

Die Kommunalwahlen am 22. März waren mit viel Unruhe und Ungeduld erwartet worden: Für die Regierung sollten sie die Bestätigung ihrer Politik werden, für die Opposition die Rückkehr auf die politische Bühne. Erste Hochrechnungen in den Medien zeugen von einer neuen Dynamik der Oppositionsparteien und könnten den Schwanengesang der Ära des Präsidenten Wade einläuten.

Guinea Bissau: Präsident ermordet, Verfassung bleibt in Kraft

Einsetzung eines Übergangspräsidenten mindert Senegals Befürchtung vor Auswirkungen auf die Casamance

Der Präsident Guinea Bissaus, Joao Bernardo Vieira, ist tot. Er wurde in der Nacht vom 2. März von Soldaten ermordet, als er versuchte, vor einem Militärangriff aus seinen Präsidentenpalast zu fliehen.

Hohe Haftstrafen nach Unruhen in Kedougou

Rechtsstaat im Senegal auf dem Prüfstand

Neunzehn Verurteilungen von fünf bis zehn Jahren für die Teilnahme an gewalttätigen Demonstrationen in Kedougou, der südöstlichen Regionalhauptstadt Senegals, sorgen in den ersten Wochen des neuen Jahres für eine heftige Polemik.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 110 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den "Länderberichten" bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.