Publikationen

Länderberichte

Goldrausch

Kedougou - eine Region Senegals im Goldrausch
Anfang März 2013 kam es in Kedougou, der südöstlichen Region Senegals, zu Konflikten um die Rechte an einem Goldgebiet zwischen Goldschürfern aus Mali und Burkina Faso. Bereits 2008 war es in Kedougou zu Unruhen mit Todesopfern gekommen, als eine Schüler und Studentendemonstration eskalierte. Kedougou ist das zentrale Goldabbaugebiet im Senegal, und nachdem der Goldpreis in den letzten Jahren international rasant stieg, hat sich hier ein wahrer Goldrausch, mit allen seinen Facetten und vor allem mit allen seinen Problemen und Konfliktpotentialen entwickelt.

Einzeltitel

Chronik einer demokratischen Konsolidierung

Macky Sall Präsident Senegals. Das 16. Cahier de l'Alternance ist erschienen.
Die KAS und die Journalistenakademie CESTI Dakar haben die 16. Ausgabe in der Serie der "Cahiers de l'Alternance" heraus gegeben: die Chronik einer Konsolidierung der Demokratie in Senegal. Im letzten Jahr wurde nach einer sehr bewegten und teilweise von Gewalttaten geprägten Wahlkampagne in freien und transparenten Wahlen der Präsident Macky Sall gewählt.

Länderberichte

Mali - Wie geht es weiter?

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, um das Land nachhaltig wieder aufzubauen?
Am 28. Juli und 11. August 2013 sollen in Mali Präsidentschaftswahlen stattfinden. Die Wahlen sind eine wichtige Etappe im Wiederaufbauprozess, aber keineswegs ausreichend für einen grundlegenden Veränderungsprozess, den das Land dringend benötigt. Die Fokalisierung auf das Terrorismusproblem stellt eine Behebung der tatsächlichen Konfliktursachen der Krise in den Hintergrund. Diese liegen vor allem in der fragilen Staatlichkeit und Führungsschwäche einer alten politischen Elite, die die Tuareg-Frage nicht zu lösen vermochte.

Einzeltitel

Aqi Xale. Die Rechte der Kinder. Comic auf Wolof

Pädagogischer Comic in Landessprache Senegals übersetzt
"Die Rechte der Kinder", dieser pädagogische Comic wurde von KAS und ASECOD mit Finanzierung der Schweizer Botschaft Dakar schon im Januar auf Französisch herausgegeben. Nun wurde er in die am meisten gesprochene Landessprache Wolof übersetzt und kann landesweit verteilt werden. Die Übersetzung dient nun als Lehrmaterial für die Alphabetisierungskurse in Landessprachen, die es mittlerweile in jeder Region gibt, und sensibilisieren wirkungsvoll auch gerade Menschen, die nicht in Französisch alphabetisiert wurden, über die Rechte der Kinder und Jugendlichen.

Einzeltitel

Afrique Citoyenne: Geburten melden, eine staatsbürgerliche Pflicht

Pädagogischer Comic
Der pädagogische Comic Afrique Citoyenne "Geburten melden" zeigt die Wichtigkeit und die Notwendigkeit dieser staatsbürgerlichen Pflicht auf. In Senegal besitzen viele Kinder keinen Geburtsauszug und können somit auch nicht zur Schule gehen und ihre weiteren staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten ausüben. Die jungen Leser des Comics werden zu "Musketieren der Geburtenmeldung" und sensibilisieren die Menschen im ganzen Land über die Notwendigkeit der Geburtenmeldung.

Einzeltitel

Frauen in Senegals Politik und Gesellschaft

von Ute Gierczynski-Bocandé

Priesterin, Prinzessin, Präsidentin?
Trotz verschiedener Diskriminierungsmechanismen in allen Bereichen bietet die Gesellschaft Senegals Grundlagen für eine effektive und effiziente Partizipation der Frauen an politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Eine dieser Grundlagen, und nicht die geringste, ist die Stellung der Frauen in der vorkolonialen Geschichte Senegals, in der sie, wie in anderen Ländern Afrikas auch, eine hohe Wertschätzung erfuhren. Sie galten als Fundament der Gesellschaft und übten häufig Funktionen als Priesterinnen und Herrscherinnen aus.

Einzeltitel

Welche Strategie für Mali?

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Mögliche Unterstützungmaßnahmen für Deutschland und die EU
Nach dem militärischen Eingreifen der Franzosen auf Anfrage der malischen Übergangsregierung stellt sich die Frage, wie Europa und Deutschland zur nachhaltigen Friedensentwicklung in Mali und Prävention zukünftiger Krisen in der Region beitragen können.

Länderberichte

Wer sind die Tuareg?

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Wenn die Islamisten in Mali besiegt sind, bleibt der Konflikt mit den Tuareg
Die Erfolge der internationalen Militärintervention geben Hoffnung im Kampf gegen die militärische Bedrohung der Islamisten in Mali. Diese hatten im April 2012 den Tuareg-Rebellen der Nationalen Bewegung zur Befreiung von Azawad (MNLA) ihre jüngst eroberten Gebiete im Norden Malis abgenommen. Nach einem möglichen Sieg über die islamistischen Terroristen wird der Konflikt mit den Tuareg aber weiterhin ungelöst bleiben. Die MNLA fordert bereits jetzt Verhandlungen mit der Regierung und beteuert immer nachdrücklicher, mit dem malischen Staat zusammenarbeiten zu wollen.

Länderberichte

Militärischer Einsatz in Mali

von Hardy Ostry, Andrea Kolb (in Elternzeit), Elke Erlecke, Hildegard Behrendt-Kigozi, Ellinor Zeino-Mahmalat, Anne Elisabeth Ludwigs

Reaktionen aus der Region
Das Land Mali grenzt an sieben Nachbarländer, die nahezu alle mit innenpolitischen Herausforderungen kämpfen. Ein verstärktes Übergreifen der ‚Nebenwirkungen’ des Konflikts in Mali, sprich der organisierten Kriminalität, terroristischer Aktivitäten und Übergriffe sowie des Waffenhandels gilt es daher unbedingt zu vermeiden. Aus unseren Büros in Tunesien, Senegal, Benin, Nigeria und Marokko berichten unsere Auslandsmitarbeiter über Reaktionen und Hintergründe aus der Region.

Länderberichte

François Hollande zieht die Notbremse

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Der lang ersehnte Befreiungsschlag in Mali wird von den Franzosen und nicht von der ECOWAS geführt
Endlich ist Bewegung in die festgefahrene Situation in Mali gekommen. Drei Tage nachdem die Islamisten zur Eroberung auf den Süden Malis angesetzt hatten und die malische Armee erfolglos versucht hatte standzuhalten, bat der malische Präsident Traoré am 10. Januar den französischen Präsidenten Hollande und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon um schnellste militärische Hilfe - einige Tage nachdem die UN eine Verzögerung ihrer Mission bis September angekündigt hatte.