Publikationen

Länderberichte

François Hollande zieht die Notbremse

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Der lang ersehnte Befreiungsschlag in Mali wird von den Franzosen und nicht von der ECOWAS geführt
Endlich ist Bewegung in die festgefahrene Situation in Mali gekommen. Drei Tage nachdem die Islamisten zur Eroberung auf den Süden Malis angesetzt hatten und die malische Armee erfolglos versucht hatte standzuhalten, bat der malische Präsident Traoré am 10. Januar den französischen Präsidenten Hollande und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon um schnellste militärische Hilfe - einige Tage nachdem die UN eine Verzögerung ihrer Mission bis September angekündigt hatte.

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Kinderrechte. Überleben und Entwicklung

Afrique Citoyenne. Comic zur staatsbürgerlichen Bildung
Im neuen Afrique Citoyenne « Kinderrechte, Überleben und Entwicklung », geht es um die Problematik von Frühschwangerschaften und Babymord. Eine junge Haushaltshilfe wird vom Hausherren vergewaltigt, bekommt ein Baby und setzt dieses gleich nach der Geburt aus. Es wird von vier Schulkindern gefunden, die es retten und die Polizei vers-tändigen. Die junge Mutter, selber noch ein Kind, muss sich vor dem Gericht für ihre Tat verantworten. Zum Schluss sagt eine Protagonistin : Sie steht vor Gericht, dabei müsste sie eigentlich mit uns in die Schule gehen.

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"Situation könnte sich zu einem zweiten Afghanistan entwicklen"

Andrea Kolb, Leiterin des Auslandsbüros Senegal/Mali der Konrad-Adenauer-Stiftung, im Interview
Mali kommt nicht zur Ruhe: Im Februar vergangenen Jahres hatte das Militär gegen den damaligen Präsidenten geputscht. Islamisten nutzten die Gunst der Stunde und eroberten den Norden des Landes. Medienberichten zufolge haben sich die Islamisten weiter nach Süden durchgekämpft und kontrollieren nun zwei Drittel des Landes. In den Konflikt sind neben den Islamisten auch Touareg-Rebellen verwickelt. Malis Präsident bittet seit Längerem um Hilfe, die UN hat eine Unterstützungsmission zugesagt. Kann eine solche Mission gelingen? Dazu äußerte sich Andrea Kolb im Radio-Interview mit detektor.fm.

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Senegal - ein Völkermosaik

Historische und aktuelle Grundlagen eines afrikanischen Integrationslandes
Senegal – das am westlichen Zipfel Afrikas gelegene kleine Land zwischen Sahara und Tropenwald, zwischen Ozean und Savanne, wird von einer Vielzahl an Ethnien und Nationalitäten bewohnt, die in einer bemerkenswerten Harmonie nicht nebeneinander, sondern miteinander leben. Das Völkermosaik Senegal hat sich über Jahrhunderte zusammengesetzt. Fremdenfeindlichkeit ist weitgehend unbekannt, ethnische und religiöse Konflikte ebenfalls. Die historischen, geographischen und soziokulturellen Grundlagen der Entwicklung des Völkermosaiks Senegals werden präsentiert und analysiert.

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Senegal nach den Präsidentschaftswahlen 2012

von Ute Gierczynski-Bocandé

Stabilitätsanker in unruhiger Region
Nach einer unter Hochspannung durchlebten und von Gewalttatendurchzogenen Vorwahl- und Wahlperiode in derersten Jahreshälfte 2012 ist Senegal auf dem Wegzurück zu einer der stabileren Demokratien des Kontinents.Bislang ein „Puffer‟ in einer geopolitisch angespannten Region, besonders mit Blickauf das Nachbarland Mali, hätte ein Abdriften Senegals zueiner westafrikanischen Katastrophe führen können. Nachden Wahlen wähnt sich das Land nun wieder auf dem Wegeder Stabilisierung seiner Demokratie. Senegal muss sichallerdings weiterhin in einem turbulenten Umfeld behaupten.

Länderberichte

Der erlösende Sturz des Premierministers Diarra

von Andrea Kolb (in Elternzeit)

Diango Sissoko zum Nachfolger ernannt
Seit dem 10. Dezember ist Mali erneut regierungslos. Am Montagabend wurde der Interims-Premierminister Diarra durch malische Militärs seines Amtes enthoben und mit ihm die gesamte Regierung. Schon am folgenden Tag ernannte der malische Übergangspräsident Traoré einen Nachfolger: Diango Sissoko, bislang Ombudsmann der Republik.

Länderberichte

Crise malienne : origines, développements et répercussions dans la sous-région

Un article de Bakary Sambe
La crise malienne est très complexe dans le sens où elle est entourée d’ambiguïtés. Elle a une dimension interne et affecte la souveraineté du Mali dont la cohésion territoriale est menacée mais elle fait aussi planer des inquiétudes sur une bonne partie du Sahel et de l’Afrique de l’Ouest.Cet article a paru dans le n° 11/2012 de KAS Auslandsinformationen en allemand et de KAS International Reports en anglais.

Länderberichte

Erste Regierungsumbildung des neuen Präsidenten – ein Balanceakt?

von Ute Gierczynski-Bocandé

Kritik und offene Fragen
Am 29. Oktober 2012, ein halbes Jahr nach seiner Wahl, hat der senegalesische Präsident Macky Sall seine erste Regierungsumbildung vorgenommen. Die strategisch wichtigen Ressorts des Inneren und Äußeren wurden neu besetzt. Zahlreiche Minister wechselten die Ressorts, das Kabinett wurde von 25 auf 30 Minister erweitert. Die Umbildung war gewiss die Konsequenz einiger Monate Arbeitserfahrung, die Macky Sall mit der neuen Regierung gemacht hatte. Aber vermutlich verfolgt er auch andere Absichten.

Länderberichte

Le Mali dans une tourmente

Rétrospective sur les évènements depuis mars 2012 et perspectives vers une solution des conflits
Le Mali connaît la plus grave crise de son histoire, suite à l’occupation des Régions du Nord (deux tiers du territoire national) par des indépendantistes et des groupes armés islamistes et à la mutinerie survenue au sein de l’armée les 21 et 22 mars 2012. Il est aujourd’hui impossible de prévoir la fin de la période de transition. Les objectifs les plus urgents sont la reconstruction de l’armée et des institutions politiques, la reconquête des territoires occupés et des élections générales.

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Die Universität Cheikh Anta Diop am Scheideweg

Cahier de l'Alternance, 15. Nummer
Die Publikation von KAS und die Journalistenakademie CESTI analysiert die Geschichte, Probleme, Herausforderungen und Perspektiven der Universität Cheikh Anta Diop zu Dakar. Die beste Universität im frankophonen Afrika leidet unter Überbevölkerung und allen daraus resultierenden Problemen. Lösungsperspektiven gibt es schon, jedoch müssen sie kreativ und konsequent durchgesetzt werden. Das Buch geht als Referenzwerk an alle Entscheidungsträger, Bibliotheken, Schulen und Universitäten des Landes. Die Autoren des Werkes sind die CESTI Studenten, die hervorragende Forschungsarbeit geleistet haben.