Publikationen

Demokratie und Sprachenpolitik

Bürgernähe durch Verfassungsnähe

Nur 10 % der Bevölkerung Senegals sprechen fließend Französisch und nur ca. 30-40 weitere Prozent verstehen die Sprache der ehemaligen Kolonialmacht, die einzige offizielle Sprache des Landes ist. Der gesamte formelle Sektor und alle administrativen Vorgänge, Lehre und Forschung finden auf Französisch statt. Die am weitesten verbreitete Sprache in Senegal ist jedoch Wolof, die von mehr als 95 % der Bevölkerung verstanden wird. Die Publikation der senegalesischen Verfassung auf Wolof ist daher ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die demokratische Partizipation an der Basis.

A quoi sert la prospérité des nations ?

La mobilité des élites. Réflexions sur la crise financière.

Une phrase du journal "Le Monde" reflète bien la situation : à quoi sert la prospérité des nations? Doit-elle améliorer les conditions de vie des peuples ou doit-elle enrichir davantage d’infimes élites et aristocraties?C’est cette phrase que je veux utiliser comme Mantra, comme texte clé pour notre réflexion, une réflexion sur les crises, les élites, la responsabilité, la communauté et la morale. Comment peut-on, dans une société fortement individualisée ou une orientation dominante vers le matériel, renforcer le sens civique, la solidarité, la surmontée des inégalités extrêmes?

Comic gegen Gewalt und Missbrauch von Frauen und Jugendlichen

Afrique Citoyenne

Der Comicband Afrique Citoyenne "Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Kindermissbrauch: zeigt sie an!" will junge Frauen und Jugendliche für dieses heikle Thema sensibilisieren. Häufig werden diese Verbrechen nicht angezeigt, weil entweder die Täter aus familiären oder befreundeten Kreisen kommen oder aus Angst und Scham. Mit dem neuen Comicband soll den jungen Frauen und Jugendlichen Mut gemacht werden, Anzeige zu erstatten und gegen die Täter gerichtlich vorzugehen. Das von KAS Dakar und ASECOD heraus gegebenen Comic geht an alle weiterführenden Schulen und an verschiedene Frauengruppen.

Das Phänomen Wade

Schauplatz Dakar am 3. April 2010: Auf einer der zwei vulkanischen Erhebungen (den einzigen der Stadt) versammeln sich 19 afrikanische Staatschefs. Darunter so illustre Figuren wie der simbabwische Präsident Robert Mugabe und der libysche Präsident Muammar-al Khadafi. Der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade hatte zur Einweihung eines Monuments „für die Ewigkeit“ geladen. 130 Meter ragt es in die Höhe.

Recht haben oder Resultate?

Der schwierige Kampf gegen Mädchenbeschneidung in Senegal

Bis heute ist die Mädchenbeschneidung in vielen Teilen Senegals an der Tagesordnung. 28 % der senegalesischen Frauen sind beschnitten. Der Kampf gegen diese Praxis erweist sich als langwierig und erfährt viele Rückschläge. Die Gesetzgebung ist eindeutig: den Beschneiderinnen und den Eltern der Mädchen drohen harte Haftstrafen. Jeoch: Abschreckung allein durch hohe Strafen scheint nicht zu wirken, deshalb setzen viele NGOs und jetzt auch die Regierung auf verstärkte Sensibilisierung. Eine Mitarbeiterin drückte es so aus: Wollen wir Recht haben oder Resultate?

Plädoyer gegen Mädchenbeschneidung

Afrique Citoyenne N° 20

Die 20. Ausgabe des pädagogischen Comics Afrique Citoyenne behandelt die in Senegal noch existierende Mädchenbeschneidung. Die "Viererbande" des Comics steht der Schwester einer Frau bei, die bei der Geburt beinahe an den Spätfolgen der Beschneidung stirbt. Sie wird gerettet und kann mit Hilfe der Krankenschwester und anderer Beschneidungsgegner die Bewohner ihres Dorfes überzeugen, diese Praxis aufzugeben. Der Comic wird in allen Schulen Senegals sowie in vielen Jugendorganisationen verteilt, um über die Sensibilisierung ein wirksames Plaidoyer gegen die Mädchenbeschneidung zu starten.

Forum über die Rolle der Frauen in der Sozialen Marktwirtschaft

Mehr als 2000 Kleinunternehmerinnen feierten ihren Erfolg in Wirtschaft und Politik

Die Regionalhauptstadt Thies feierte am 13. März mit 2000 Klein-unternehmerinnen die Erfolge der Mitglieder des Netzwerks GRAIF im Wirtschafts- und im politischen Leben. Aus der Region Thies, aber auch aus den Regionen Ziguinchor und Kedougou, sogar aus Mali und Mauretanien waren Kleinunternehmerinnen angereist. Der Minister für Soziales und die Familienministerin beglückwünschten GRAIF zu den in den letzten 20 Jahren erreichten Erfolgen: allein die Anzahl der Kleinunternehmerinnen und der gewählten Vertreterinnen in den verschiedenen Instanzen ist maßgeblich gestiegen

Die senegalesische Gesellschaft zwischen Wandlungen und Widerständen

Brief an die Bürger

Die neue Publikation von KAS und Mouvement Citoyen behandelt das Thema "Die senegalesische Gesellschaft zwischen Wandlungen und Widerständen". Die Studenten und Doktoranden des MC gehen in ihren Beiträgen der Frage nach, wie die senegalesische Gesellschaft mit den Wandlungen im Zuge der Globalisierung im Spannungsfeld zwischen Traditionen und den Anforderungen des modernen Lebens umgeht. Die lebhafte und engagierte Diskussion zeugte vom Interesse des Themas für die mehr als 100 Besucher.

Lokal konsumieren: vom Slogan zur Realität

Les Cahiers de l'Alternance

Lokale Produkte konsumieren: vom Slogan zur Realität, heißt das neue "Cahier de l'Alternance" von KAS und CESTI, das kürzlich dem senegalesischen Publikum vorgesellt wurde. Die Artikel des Buches wurden von den Studenten der Journalistenakademie CESTI geschrieben. Diese waren zuvor im ganzen Land Projekten, Personen und Initiativen nachgegangen , die sich dem Erzeugen, dem Vertrieb und dem Verbrauch lokaler Produkte verschrieben haben und vielversprechende Wege der lokalen Entwicklung gehen.

Denkmal sorgt für politisch-religiöse Spannungen

Eine gegen die Kirche gerichtete Äußerung des Staatspräsidenten Senegals sorgte in den letzten Tagen des Jahres für Aufregung bei der christlichen Minderheit Senegals und führte zu einer Welle von Solidaritätsbekundungen von Seiten der muslimischen Landesbewohner. Dieser diplomatische Zwischenfall zwischen Regierung und Kirche hätte in anderen Ländern einen religiösen Konflikt auslösen können, in Senegal jedoch wurde er zum Zeugnis der soliden Kohäsion der religiösen Gemeinschaften. Gleichzeitig legte er die gespannten Beziehungen zwischen Regierung und Opposition und religiösen Führern offen.