Diskussion

„Christentum und Demokratie zwischen Antagonismus und Möglichkeit“

Am Samstag, den 20. März 2010 fand der erste in der Reihe der Rundtischgespräche zum Thema Christentum und Demokratie, zwischen Antagonismus und Möglichkeit statt.

Details

Die Veranstaltung wurde vom Christlichen Kulturzentrum und dem Zentrum für offenen Dialog mit der Unterstützung der Konrad Adenauer Stiftung organisiert.

Es handelt sich um ein Rundtischgespräch, an dem ungefähr 15 Christen der orthodoxen, römisch-katholischen und protestantischen Konfession teilnehmen, die in unterschiedlicher Weise in der Gesellschaft aktiv sind und sich für das Thema interessieren. Die meisten von ihnen sind Theologen, aber es sind auch Politikologen, Historiker und Philosophen unter ihnen. Das Projekt ist so konzipiert, dass die Teilnehmer innerhalb eines halben Jahres ein Mal im Monat zusammentreffen und versuchen, Antworten auf verschiedene Fragen im Rahmen des Themas zu finden. Am Ende des Projektes wird ein Sammelband mit Beiträgen der Referenten und anderer europäischen Experten herausgegegeben. Die Referenten werden kompetente Experten auf diesem Gebiet sein, und einige der Fragen, die behandelt werden, beziehen sich auf Menschenrechte und Demokratie, die Einstellung der traditionellen christlichen Kirchen und Religionsgemeinschaften zur Demokratie und dem demokratischen System und zu den politischen Parteien wie auch das Engagement der Gläubigen im politischen Leben. Die Frage nach einer Christdemokratischen Partei in Serbien ist eine der am häufigsten gestellten Fragen an ähnlichen Seminaren, so dass dieses Thema ebenfalls innerhalb des Projektes behandelt wird.

Die Referenten am ersten Rundtischgespräch waren prof. Dr. Slobodan Antonić von der Philosophischen Fakultät der Universität in Belgrad, der zum Thema Politische Ideologien sprach und Dr. Miša Đurković vom Institut für europäische Studien in Belgrad, dessen Thema Grundwerte der Christdemokraten war. Die Veranstaltung wurde eröffnet vom Herrn Henri Bohne, Außenstellenleiter, der seine Zufriedenheit über die Struktur und Anzahl der Teilnahmer wie auch uber das ganze Seminar aussprach.

Prof. Dr. Slobodan Antonić hat seinen Vortrag mit einer Präsentation unterstrichen. Der Vortrag verleitete zu vielen Fragen, was auf das Interesse der Teilnehmer für das Thema hinwies.

Dr. Miša Đurković hatte ebefalls eine Power Point Präsentation. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, während der Präsentation immer wieder auf sie zurückzugreifen.

Außer der Fragen, die sich direkt auf die Vorträge bezogen haben, haben die Teilnehmer auch Fragen über das polische Leben in Serbien gestellt, über die Möglichkeit der Bestehung einer Christdemokratischen Partei wie es sie in Deutschland und Holland gibt. Es wurden auch Fragen über die Aktivität der Christen im politischen Leben gestellt, das nicht streng zu politischen Parteien gebunden ist, über die Organisation der Gläubigen außerhalb der Kirche und viele ähnliche Fragen. Es wurde auch über das Verständnis von Demokratie aus dem Blickwinkel der orthodoxen, römisch-katholischen und protestantischen Kirche bei uns und in Europa diskututiert, über die Orthodoxie in der Europäischen Union wie auch über die Beziehung von Religion und Politik im Verlauf der Geschichte.

Die Teilnehmer stimmten einander gegenseitig zu, dass ein solches Projekt nicht nur für kleine Interessenskreisen von Nutzen ist sondern auch für die komplette gesellschaftspolitische Szene in Serbien und haben sich für die Weiterführung des Projektes ausgesprochen.

Das nächste Treffen findet in April statt. Als Referenten sind Mag. Nikola Knežević, protestanitischer Theologe und Herr Petar Petković, orthodoxer Theologe und Pressesprecher der DSS vorgesehen.

Zum Kalender hinzufügen

Veranstaltungsort

Belgrad

Kontakt

Jelena Jablanov Maksimović

Jelena Jablanov Maksimović bild

Projektkoordinatorin

Jablanov.Maksimovic@kas.de +381 11 3285-210 +381 11 3285-329
„Christentum und Demokratie zwischen Antagonismus und Möglichkeit“