Fachkonferenz

»Frauen in der Politik-Parlamentarische Demokratie-Parteien und politische Ideologien«

Frauenseminar zum Thema:

Die langjährige Zusammenarbeit der niederländischen Eduardo-Frei-Foundation (EFF)und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) im Bereich der Frauenförderung wurde auch im Jahr 2012 fortgesetzt.

Details

Das Projekt bezieht sich auf zwei Seminare für politisch aktive Frauen in Montenegro. Das erste Seminar zum Thema: „Parlamentarische Demokratie- Parteien und politische Ideologien“ wurde vom 21.-22. April 2012 in Milocer-Budva organisiert. Zur Teilnahme wurden Frauen aller parlamentarischen Parteien eingeladen. An der Veranstaltung beteiligten sich 27 Teilnehmerinnen. Als Referenten nahmen Margriet Kaijzer, Vertreterin der EFF und Doc.dr Vladimir Pavicevic von der Fakultät für politische Wissenschaften aus Serbien teil.

Hintergrund

Die in der Zwischenzeit eingeführte Gesetzesnorm über Frauenquoten auf den Parteilisten sollte das politische Umfeld Montenegros für die Frauen freundlicher machen. Vor dem Hintergrund, dass in Montenegro für Anfang Herbst 2012 vorgezogene Wahlen angekündigt wurden, ist das Ziel der diesjährigen Projektzusammenarbeit der EFF und der KAS die montenegrinischen Frauen darauf vorzubereiten und sie zu stärkerer zahlenbedingter Partizipation im politischen Leben zu motivieren. Das Konzept des Projekts wurde dementsprechend so gestaltet, dass man den Frauen am ersten Seminartag theoretisches Wissen zur Demokratie, Parlamentarismus, verschiedenen Ideologien, Teilnahme der Frauen in Politik usw. beibringen wollte, wobei dann am zweiten Seminartag die politischen Fertigkeiten an der Ta-gesordnung waren.

Seminarablauf

Die Einführungsworte zum diesjährigen Projekt und den Zielen hatten die Vertreter der zwei Partner Herr Henri Bohnet, KAS, und Margriet Kaijzer, EFF.

Daraufhin setzte Margriet Kaijzer das Seminar mit einem Brainstorming zum Begriff Demokratie fort. Hiermit wollte man eine Einsicht in die Wahrnehmung der Teilnehmerinnen zu den Werten und Errungenschaften von Demokratie schaffen und dementsprechend die weiteren Vorträge anpassen. Am Beispiel des niederländischen politischen Models behandelte Frau Kaijzer das Thema: „Parlamentarische Demokratie- Funktion der Parteien in demokratischen Staaten“. Für die einheimischen Teilnehmerinnen war es interessant zu erfahren, wie die politische Szene in den Niederlanden aufgeteilt ist, insbesondere in Bezug auf die ideologische Profilierung und wo die politischen Herausforderungen für die Parteien wie auch für die Bürger liegen.

Doc.dr Vladimir Pavicevic knüpfte an den Vortrag von Frau Kaijzer mit einer theoretischen Behandlung des Themas an: „Politische Ideologien-Gemeinsamkeiten und Unterschiede“. Auf diese Weise wurde der niederländischen Praxis eine theoretische Grundlage und Ergänzung gegeben. Der weitere Ablauf des Seminars bezog sich auf die Themenbereiche: „Teilnahme der Frauen in der Politik in den Niederlanden“ und „Frauengruppen in Parteien – Netzwerkbildung und Kampagne“, die wiederum Margriet Kaijzer präsentierte. Um die Fortbildung interaktiv zu gestalten, integrierte Frau Kaijzer sehr geschickt mehrere Übungen in ihre Präsentationen. Hier zum Beispiel wurden die Frauen in Gruppen aufgeteilt mit der Aufgabe drei Barrieren, die einer gleichberechtigten politischen Partizipation der Frauen im Weg stehen, zu identifizieren und gleichzeitig Lösungsstrategien zu formulieren. Diese Übung war für die Frauen sehr nutzreich, denn außer der Identifizierung der Probleme und Forschung möglicher Lösungen konnten die Frauen die Konzentration auf das We-sentliche erlernen.

„Theorie des Durchschnittswählers“ und „Populistisches Model der Politikgestaltung“ waren Themenbereiche, die im weiteren Ablauf des Seminars Herr Pavicevic behandelte. Hiermit bekamen die politisch aktiven Frauen Montenegros eine abgerundete Auswahl von politischem Wissen, das nach Einschätzung der Organisatoren von Nutzen für ihre weitere politische Arbeit sein mag.

Beschluss

Die Evaluierung, die zum Abschluss der Veranstaltung stattfand, zeigte, dass die zwei Partner EFF und KAS mit diesem Projekt wieder auf gutem Weg sind. Die Frauen äußerten volle Begeisterung zur Organisation, Themen- und Referentenauswahl. Eine sehr positive Atmosphäre wurde bald nach dem Seminarbeginn erreicht und die Teilnehmerinnen nutzten auch die Gelegenheit sich gegenseitig außerhalb der Parteigrenzen kennenzulernen. Gerade dies ist ebenso ein wichtiges Hintergrundziel des Projekts, nämlich die Frauen zu vereinen, sie auf Zusammenarbeit trotz parteilicher Unterschiede hinzuweisen und auf diese Weise ihre bessere Teilnahme in der Politik zu sichern. Hierbei wurde große Dankbarkeit an EFF geäußert, denn ihre langjährige Unterstützung der montenegrinischen Frauen ist sehr wertvoll für sie gewesen.

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Veranstaltungsort

Budva

Kontakt

Sanija Šljivančanin

Sanija Šljivančanin bild

Projektkoordinatorin

sanija.sljivancanin@kas.de +382 20 246215 +382 20 246 215