Gespräch

"Montenegro, EU und NATO - gibt es Alternativen “

UNTER UNS

In Rahmen ihres Stpendiatenprogramms, organisierte die Konrad Adenauer Stiftung, am 21. März 2011. eine weitere „Unter uns“ Veranstaltung zur Thema: „Montenegro, EU und NATO – gibt es Alternativen?“.

Details

An der Veranstaltung nahmen 6 Sipendiaten teil. Der KAS Altstipendiat und Doktorant an der Fakultät für politische Wissenschaften in Podgorica, Herr Nenad Koprivica, nahm an der Veranstaltung als Referent teil.

Vor dem Hintergrund, dass die EU- und NATO Mitgliedaschaft die wichtigsten außenpolitische Ziele Montenegros sind, war das Ziel der Veranstaltung, die derzeitigen Entwicklungen in diesem Bereich mit den Stipendiaten zu besprechen und auf diese Weise, ihr politisches Wissen und Bewusstsein weiter zu fördern.

Zur Einführung in die Diskussion präsentierte Herr Koprivica zuerst den zeitlichen Ablauf des EU Integrationsprozesses Montenegros und stellte daraufhin eine „Costs and Benefits“ Analyse dar. Die Bestrebung Montenegros, ein NATO Mitglied zu werden behandelte Herr Koprivica ebenso mit viel Vergleichsdaten und Grundinformationen zum neuen Strategischen Konzept der Alli-anz. Auch hier stellte Herr Koprivica eine „Costs and Benefits“ Analyse dar.

Auf den Hinweis von Herrn Koprivica begann die Diskussionsrunde mit einer Vergleichsanalyse, in welchen gesellschafts-politischen Bereichen ein sichtbarer Fortschritt in Montegro gemacht wurde. Im lebhaften Austausch stellten die Stipendiaten gemeinsam fest, dass die Steigerung der Transparenz im Handeln der Institutionen, als größter Fortschritt betrachet werden kann. Überlegungen über Alternativen der EU Mitgliedschaft ergaben eine Einstimmigkeit bei den KAS Stpendiaten, dass die EU keine sinnvolle Alternative hat.

Die NATO Mitgliedschaft anderseits ist sogar im Rahmen des Stipendiatenkreises nicht ganz unumstritten. Diverse Begründungen stecken dahinter. Bei den einen ist der Wiederstand zu NATO mit pazifistischer Denkweise verbunden, die anderen haben eine idealistische Ansicht der Welt ohne Gewalt und die dritten haben wiederum einen emotionalen Zugang, der mit der NATO Intervention im Jahr1999 verbunden ist. Trotz der verschiedenen Denkweisen zu NATO stellten auch hier die Stpendiaten gemenisam fest, dass im aktuellen geopolitischen Zusammenhang die NATO keine sicherheitspolitische Alternative hat.

Die Veranstaltung endete mit dem Beschluss, dass sowohl die EU wie auch die NATO Mitgliedschaft Montenegros keine Alternativen haben, um ein besseres und sicheres Leben zu erlangen.

In der intensiven akademischen Debatte zeigten die Stipendiaten auch diesmal eine beeindruckende Bereitschaft, das vorgegebene Thema tiefgreifend und offen zu behandeln. Nach eigenem Geständnis hilft ihnen diese Art von Diskussionsrunden, die eigene Vorstellungen weiter auszubauen und zu profilieren.

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Veranstaltungsort

Podgorica

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Sanija Šljivančanin

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