Seminar

Montenegro im Prozess der euro-atlantischen Integrationen

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Demokratie und Menschenrechte-CEDEM, organisierte die Konrad Adenauer Stiftung am 25.-27. Februar 2010.in Becici-Budva ein weiteres Seminar zum Thema: „Montenegro im Prozess der euro-atlantischen Integrationen“.

Details

Am Seminar nahmen 30 begabte Studenten der Fakultät für politische Wissenschaften, der Wirtschaftsfakultät, und der juristischen Fakultät aus Podgorica, sowie die KAS- Stipendiaten teil.

Die Entwicklungen im Bereich der EU Integration Montenegros waren in den vergangenen Jahren sehr dynamisch. Nachdem im Oktober 2007 mit der EU das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) unterschrieben wurde und zwischenzeitlich der Fragebogen in Empfang genommen und beantwortet wurde, erwartet das Land im Jahr 2010 die Entscheidung der EU über den Kandidatenstatus. Parallel mit dem EU-Integrationsprozess beschleunigte die Regierung sehr stark auch den Aspekt der NATO-Mitgliedschaft des Landes. Diese aktuellen Entwicklungen fordern viel neues Wissen zur EU in allen Bereichen der gesellschaftspolitischen Elite.

Trotz des starken Willens der politischen Eliten, die EU-Standards und -Werte so bald wie möglich in jedem Lebensbereich einzuführen und trotz der alltäglichen Präsenz dieses Themas in Medien, Debatten, Diskussionen etc., ist das konkrete Wissen zur EU ziemlich oft auch sehr oberflächlich und einseitig.

Vor diesem Hintergund hatte das Training das Ziel, das Wissen der jungen politischen Elite Montenegros zur EU zu vertiefen und zu verbessern. Mit ihrer Fortbildung sollte ebenso ein Beitrag zur Stärkung der schwachen administrativen Kapazitäten Montenegros geleistet werden.

In diesem Zusammenhang wurden Themenbereiche wie die derzeitigen Aktivitäten der EK in Montenegro, bevorstehende Aufgaben der Regierung auf dem Weg der europäischen Integration sowie die außen- und sicherheitspolitischen Aspekte der EU- und NATO-Integration behandelt.

Dementsprechend wurden kompetente Refrenten verschiedener Institutionen eingeladen, deren Vorträge schließlich fruchtbare Diskussionen ermöglichten. Die Delegation der Europäischen Komission in Montenegro wurde durch Herrn Clive Rumbold, Leiter der politischen Abteilung vertreten. Frau Vanja Grugurovic, vertrat das montenegrinische Ministerium für EU-Integration. Prof. Dr. Tanja Miscevic, Professorin der Fakultät für politische Wissenschaften in Belgrad, Serbien und Dr. Amadeo Watkins, UK Defense Academy, behandelten die Themen aus wissenschaftlicher Sicht.

Herr Rumbold und Frau Grugurovic stellten in ihren informativen Präsentationen die derzeitigen Aktivitäten ihrer Institutionen zur Verbesserung der EU-Perpektive Montenegros, vor.

Außerordentlich lehrreich waren die Vorträge von Frau Miscevic und Herrn Watkins.

Frau Miscevic begann ihre Präsentation mit einem Abgleich des Vorwissens der Teilnehmer zu den wichtigsten Daten der EU und zu den letzten personellen Änderungen an der Führungsspize der EU. Daraufhin erläuterte sie den begrifflichen Hintergrund des Westlichen Balkans, Südosteuropas und die Erwartungen weiterer regionaler und geopolitischer Entwicklungen. Die Ziele und Werte auf denen die EU beruht, Besonderheiten des EU Integrationsprozess einzelner Länder des Balkans, weitere Perspektiven des EU-Erweiterungsprozess usw. waren ebenso Schwerpunkte ihres Vortrages.

Herr Watkins vermittelte in seinen Präsentationen zu den Themen: „Die Euro-Atlantische Integration und Südosteuropa“ und „Das neue strategische Konzept der NATO“ wertvolle Informationen zur Struktur und Geschichte des NATO, Problemen und Perspektiven der Organisation, Herausforderungen der Neudefinierung des strategischen Konzepts usw. Im Workshop zum Thema. „Montenegro und NATO-pro et contra“ entwicklete sich unter Leitung von Herrn Watkins eine lebhafte Diskussion zur zukünftigen montenegrinischen Mitgliedschaft in der NATO.

In allen Diskussionen und Debatten wurde betont, dass in Montenegero der Beitritt zur Europäischen Union unumstritten ist, wobei aber die Absicht der Regierung, der NATO beizutreten, offensichtlich immer noch keine mehrheitliche Unterstützung im Land hat und es daher Bedarf an einer umfangreichen und intensiven Überzeugungsarbeit gibt.

Die interaktive Arbeitsweise zeigte, dass die Aufwendigkeit von Programm und Themen, der Veranstaltung einen deutlichen Mehrwert für die Teilnehmer hinsichtlich Fortbildung und Attraktivität eingebracht hatte.

Bei der abschließenden Evaluierung äußerten die Studenten volle Zufriedenheit mit der Organisation des Seminars, in dem ihnen die Gelegenheit gegeben wurde, durch aktive Teilnahme mit Fragen und Kommentaren ihre Kenntnisse zur euroatlantischen Integrationen zu erweitern und zu vertiefen. Andererseits liefert die Bereitschaft der jungen Menschen in Montengro, sich auch auf diese Weise fortzubilden einen Grund für Optimismus, dass das Land in Zukunft mit ausgebildeten und verantwortungsvollen Experten rechnen kann.

Es ist ebenso festzustellen, dass die Kooperation der KAS mit dem lokalen Partner CEDEM an diesem Projekt durch ausgezeichnete Auswahl der Themen und entsprechender Referenten, ein weiteres Mal eine hervoragende Bildungmöglichkeit für die Studentenschaft gewährleistet hat.

Die Einladung zur Teilnahme war für die KAS- Stipendiaten Montenegros eine weitere Gelegenheit, sich fort zu bilden.

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Veranstaltungsort

Budva-Becici

Kontakt

Sanija Šljivančanin

Sanija Šljivančanin bild

Projektkoordinatorin

sanija.sljivancanin@kas.de +382 20 246215 +382 20 246 215