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Länderprofil Südafrika

Basisinformationen über die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Situation Südafrikas

Unser Länderprofil Südafrika (Stand März 2024) fasst auf übersichtliche Art und Weise zentrale Sachdaten zu den Bereichen Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Vorgestellt werden außerdem Basisinformationen, die dabei helfen, einen ersten Überblick über die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Situation Südafrikas zu erlangen. Graphische Elemente veranschaulichen dabei die aufgeführten Informationen.

FW de Klerk Foundation / Matthew Willman

FW de Klerk: Staatsmann, Friedensnobelpreisträger, Visionär

Nachruf zum Tode von FW de Klerk (südafrikanischer Staatspräsident 1989-1994, Vizepräsident 1994-1996)

Die Konrad-Adenauer-Stiftung trauert um Frederik Willem de Klerk, der am 11. November 2021 in seiner Wohnung in Kapstadt/Südafrika im Kreise seiner engsten Familienangehörigen verstarb.

Sibulele Mabusela / Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Lokalwahlen in Südafrika 2021

ANC verliert erstmals absolute Mehrheit – Kleine Parteien legen zu

Am 1. November fanden in Südafrika landesweit Lokalwahlen statt. Angesichts der Corona-Pandemie wurden zuvor deutlich weniger öffentliche Wahlkampfveranstaltungen durchgeführt. Die Wählermobilisierung wurde dadurch negativ beeinflusst. Doch ausschlaggebend für die historisch niedrige Wahlbeteiligung dürfte der Unmut über die Regierungspartei African National Congress (ANC) sein, die durch Korruption und Misswirtschaft fortwährend negative Schlagzeilen produziert. Das Gros der Bevölkerung glaubt nicht an die Reformversprechen des Präsidenten Cyril Ramaphosa (ANC) und blieb den Wahlen fern. Die größten Oppositionsparteien Democratic Alliance (DA) und Economic Freedom Fighters (EFF) lieferten indes einen farblosen Wahlkampf ab und konnten nicht überzeugen. Kleinere Parteien, wie die Inkatha Freedom Party (IFP), Freedom Front Plus (FF+) oder Patriotic Alliance (PA), legten zu. Größter Lichtblick der Wahlen ist allerdings die neugründete Mitte-Rechts-Partei ActionSA, die den Wählern versprach, man werde mit allen Parteien koalieren können – mit Ausnahme des ANC. Auch wenn der ANC in den meisten Gemeinden die Mehrheit stellt, bestätigen die Wahlen den langfristigen, wenn auch langsamen Abwärtstrend der ehemaligen Befreiungsorganisation. Statt ANC-Dominanz gehören Koalitionsregierungen zunehmend zur politischen Realität im Lande.

Photo by Element5 Digital on Unsplash

A Religiously Motivated Electorate in South Africa?

Elections continue to have purchasing power within the discourses of democracy and good governance in Africa, despite ample critique regarding their limitation of actually being a good measure of democracy (Diamond 2008; Elklit 1999; Karl 1995, 2000; Lindberg 2003; Ninsin 2006). A key feature of the literature on elections in Africa is a concern with the role that ethnicity plays. In particular, the literature presents ethnicity, along with growing authoritarianism, as the hurdle to good and fair elections, as well as violence-free electoral processes. There is, however, very little about religion’s role in elections, despite the generally accepted thesis of religiosity being regarded as central to the way of life of African people.

GovernmentZA / GCIS / flickr / CC BY-ND 2.0 / creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/

China in Africa: Wielding Influence in the Age of Coronavirus

How the Chinese Communist Party Shapes Narratives and Builds Influence in Africa

Die neue Studie "Wielding Influence in the Age of Coronavirus" analysiert Chinas Reaktion auf das Coronavirus in Afrika.

A Judiciary under Siege:

Reflections on the Judicial Service Commission 2021 Judges’ Interviews

The paper traces the history of relations between the judiciary and other arms of government from the Mandela era in 1994 through to the presidential terms of Thabo Mbeki, Jacob Zuma and Cyril Ramaphosa. Focus then shifts to the themes emerging in the interviews. These themes are reflective of the challenges that the judiciary has experienced in recent times.

Pixabay / Sharonang

Südafrikas Rolle in der internationalen Entwicklungspolitik

Hohe Ambitionen und beschränkte Möglichkeiten einer afrikanischen Regionalmacht

Mit der Reihe „Monitor Entwicklungspolitik“ widmet sich die Konrad-Adenauer-Stiftung der Rolle nicht-traditioneller Geber in der Entwicklungszusammenarbeit. Dieses Mal werfen wir einen Blick auf Südafrika, das zwar aufgrund begrenzter Möglichkeiten nicht als klassisches Geberland gelten kann, sich jedoch insbesondere auf multilateraler Ebene für eine Zusammenarbeit im Sinne seiner Prinzipien einsetzt.

Assessing Effectiveness of Questions for Executive Reply

Questions for Written Reply is an oversight tool that allows MPs to submit written questions to Members of the Executive, seeking information that is usually not readily available elsewhere, to which they must receive a corresponding reply. This tool is widely used, particularly by opposition MPs, but there are shortcomings in its implementation. The focal point of this paper is that many Ministers do not meet the 10-day reply deadline, sometimes answering months later, even though some questions are urgent in nature.

25 years of the South African Constitution

Reflections and Realisations

This year marks the 25th anniversary of the South African Constitution. This paper details how the Constitution serves as a framework towards a peaceful and just society for all. The aim here is not to be triumphal in commemoration, nor simply be conservative in observation. Instead, the paper affirms that the Constitution is only valid and powerful when its ideals are practiced. It looks at how the guiding values and principles of the Constitution are used and abused. Herein language matters. It is our use of language that offers the clearest measure of Constitutionalism. It is through language that we put ideals into motion. It is also through language that our value system is repudiated, and our Constitutional order is impaired.

Ashraf Hendricks/GroundUp

Südafrika: Ex-Präsident Zuma in Beugehaft

Am 7. Juli hat der ehemalige Präsident Jacob Zuma (African National Congress, ANC) eine 15-monatige Beugehaft angetreten. Grund für die Haft ist nicht die Verurteilung für die Vielzahl von Korruptions- und Veruntreuungsskandalen in Milliardenhöhe, in die Zuma verwickelt ist, sondern seine Missachtung des Verfassungsgerichts und der untergeordneten Untersuchungskommission zu „State Capture“. In chaotisch verlaufenen Tagen zuvor versuchte Zuma vergeblich, sich mit Hilfe von orchestrierten Demonstrationen oder juristischer Hilfsmittel der angeordneten Haft zu entziehen. Einerseits wird Zumas Haftantritt in den Medien als Sieg des Rechtsstaats gefeiert, andererseits bestehen weiterhin Zweifel, ob Zuma die Haft in Gänze absitzen und für seine dunklen Machenschaften zu Zeiten seiner Präsidentschaft überhaupt zur Rechenschaft gezogen werden wird. Ein Ende von Korruption und Vetternwirtschaft im ANC ist nicht in Sicht.