Veranstaltungsberichte

Open Debates 7 – Frauenquote im Irak

Exekutive und anderen staatlichen Institutionen. In Zusammenarbeit mit dem Open Think Tank veranstaltete das Syrien/Irak-Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung diese zweitägige Konferenz, um die aktuelle Diskussion zwischen Experten und Interessengruppen, die mit den Auswirkungen der Frauenquote auf das politische System und die Gesellschaft im Irak vertraut sind, zu beleuchten.

Open Debates ist eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen wie Konferenzen, Meetings und Workshops, die vom Open Think Tank in Zusammenarbeit mit seinen Partnern durchgeführt werden. Für die siebte dieser Veranstaltungen, am 17. und 18. Oktober 2019, brachte das Syrien/Irak-Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung und das Open Think Tank Mitglieder der beiden irakischen Parlamente zu einer Konferenz in Erbil zusammen, wo eines der wichtigsten politischen Diskussionsthemen erörtert wurde: das Frauenquotensystem. Darüber hinaus bot die Konferenz den Gesetzgebern beider Parlamente die Gelegenheit, weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Förderung der Rechtsstaatlichkeit im Irak zu diskutieren.

Während der zweitägigen Konferenz wurde der aktuelle Stand der Gesetzgebung sowie die Umsetzung der Frauenquote im Irak und in der Region Kurdistan diskutiert. Während der Repräsentantenrat eine Quote von 25% vorsieht, hat das kurdische Parlament seine Quote mit 30% etwas höher angesetzt. Es stellte sich jedoch die Frage, inwieweit die Repräsentation und Beteiligung von Frauen durch das Quotensystem tatsächlich gesichert ist, welche Vor- und Nachteile das System hat und ob Frauen in Entscheidungspositionen einbezogen werden. Um diese Fragen zu beantworten, wurden irakische Experten eingeladen, die unter anderem soziale und traditionelle Grenzen der politischen Partizipation von Frauen, die Umsetzung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates über Frauen, Frieden und Sicherheit im Falle des Irak, Frauen in Wahlprozessen sowie die Rekrutierung von Frauen diskutierten.

Die Konferenz endete mit Vorschlägen und Empfehlungen für eine weitere Verbesserung des Frauenquotensystems und bot eine alternative Quelle und qualitative Daten für den politischen und wissenschaftlichen Gebrauch.

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