Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Opposition nach Nachwahlen weiter im Aufwind

Am 2. Oktober 2011 wurde im Wahlkreis Igunga gewählt. CHADEMA konnte ihre Rolle als stärkste Oppositionspartei weiter festigen. Angesichts der Tatsache, dass sie bei den letzten Parlamentswahlen 2010 in diesem Wahlkreis keinen Kandidaten stellen konnten, werteten Wahlbeobachter das Ergebnis von 43,3 Prozent als großen Erfolg. Die Regierungspartei CCM erhielt 49,3 Prozent der Stimmen. Die Wahl wurde nicht nur von den Medien, sondern auch von den Parteien als wichtiger Gradmesser für die politische Stimmung im Land betrachtet.

Das Allowance-System in Tansania

eine institutionelle Fehlentwicklung mit weitreichenden Folgen

Das Allowance-System, eine Praxis, in deren Rahmen Staatsbediensteten beträchtliche finanzielle Kompensationen für außerdienstliche Veranstaltungen gezahlt werden, steht bereits seit längerem der Kritik. Insbesondere die internationalen Geber kritisieren die Allowances, die einen großen Teil der Entwicklungshilfe verschlingen, seit Jahren. Die politische Debatte wurde im Juni 2011 neu entfacht, nachdem Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler das Thema bei einer von der KAS Tansania veranstalteten öffentlichen Diskussionsrunde in Dar es Salaam erneut ansprach.

"The Next President"

CHADEMA FÜHRT UMFRAGEN AN

Neusten Umfragen zufolge befürworten mehr als 42% der Befragten in Tansania den Oppositionskandidaten Dr. Willibrod Slaa (CHADEMA) als Nachfolger des amtierenden Präsidenten Jakaya Kikwete (CCM), dessen Amtszeit 2015 enden wird. Dieses Ergebnis ist für die größte Oppositionspartei in Tansania ein großer Erfolg. Nicht nur zeigen die neuesten Umfragen, dass sich ein Mehrparteiensystem in Tansania durchsetzt, sondern auch, dass andere Parteien zunehmend eine attraktive politische Alternative und ernst zu nehmende Konkurrenz darstellen. Dieser Bericht erläutert die Entwicklung und Hintergründe.

Die East African Community

Regionale Integration in Ostafrika zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Unter den zahlreichen regionalen Integrationsgemeinschaften in Afrika gilt die im Juli 2000 neu gegründete Ostafrikanische Gemeinschaft (East African Community, EAC) als eine der aussichtsreicheren Organisationen. Die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass den hohen Ansprüchen und vertraglich vereinbarten Zielen auch gravierende Hindernisse bei der Umsetzung entgegen stehen. Die folgende Analyse nimmt die kritischen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren des ostafrikanischen Integrationsprozesses in den Blick und zieht daraus Schlüsse für die künftige Entwicklung der EAC.

Tansania hat gewählt

Eine Analyse

Am Sonntag, dem 31. Oktober 2010, fanden in Tansania die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. An einem Sieg der amtierenden CCM (Chama cha Mapinduzi – Partei der Revolution) wurde im Vorfeld der Wahlen kaum gezweifelt. Die Stimmverluste der ehemaligen Einheitspartei CCM, welche in Tansania seit der Staatsgründung 1964 ununterbrochen an der Macht ist, können als Vorteil für die Opposition gewertet werden und lassen eine analytische Prognose auf dem langen Weg der Demokratie in Tansania zu.

Die Wahlen in Tansania – ein Zwischenbericht

Am Sonntag, den 31. Oktober 2010, fanden in Tansania die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Zum ersten Mal hat die „Partei der Revolution“ Chama Cha Mapinduzi (CCM), die seit der Staatsgründung 1964 ununterbrochen regiert, erkennbare Verluste durch die beiden Oppositionsparteien Civic United Front (CUF) und der Partei für Demokratie und Entwicklung Chama cha Demokrasia na Maendeleo (CHADEMA) hinnehmen müssen.

The State of Politics in Tanzania

Third Quarter Report 2010

TANZANIA political landscape changed dramatically in the third quarter of 2010 due mainly to three factors:CCM allowed a broader participa-tion of its grass-roots members to vote during the preliminariesThe entry of Dr. Wilbrod Slaa, Secretary General of the opposition CHADEMA party in the presidential raceA more visible and active Prevention and Combating of Corruption Bureau (PCCB) during the preliminaries

Tanzania Ahead of Elections

Tanzania will later this year conduct its fourth multiparty general elections. But if the current socio-economic and political trends remain unchanged the country is unlikely to make any headway in the political transition for the foreseeable future. Although formal multiparty politics was allowed in 1992 after three decades of single party political hegemony, the major structural blockage to effective growth and flourish of multipartyism in Tanzania is the conflation of the ruling party, state and the consequential crowding out of other actors.

Zur politischen Situation in Tansania

COUNTRY REPORT

Ehemals unter der Herrschaft des Einparteiensystems ist Tansania heute charakterisiert durch die Pluralität politischer Partien. Wenn auch nur langsam, so konnte die unabhängige Zivilgesellschaft eine Eigendynamik entwickeln.

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Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.