Veranstaltungsberichte

Bürgerliche Verantwortung, Menschliche Sicherheit und Menschenrechte in den Medien

von Lukas Kupfernagel

Workshop für Jugendliche aus den ländlichen Regionen

Wie hängen bürgerliche Verantwortung, Menschenrechte und menschliche Sicherheit zusammen? Ist es möglich; eine Demokratie ohne funktionierende Menschenrechte zu entwickeln und welche Rolle spielen Medien in der Funktion als Vermittler von Menschenrechten? Dies waren die Fragen, die die KAS und das arabische Institut für Menschenrechte (IADH) bei ihrem gemeinsamen Workshop zu beantworten versuchten.

Wie hängen bürgerliche Verantwortung, Menschenrechte und menschliche Sicherheit zusammen? Ist es möglich; eine Demokratie ohne funktionierende Menschenrechte zu entwickeln und welche Rolle spielen Medien in der Funktion als Vermittler von Menschenrechten? Dies waren die Fragen, die die KAS und das arabische Institut für Menschenrechte (IADH) bei ihrem gemeinsamen Workshop zu beantworten versuchten.

Am ersten Tag sollten Gruppendynamik gestärkt und Kenntnisse der 25 Teilnehmer auf einen ähnlichen Stand gebracht werden. So mischten die Ausbilder sogenannte Eisbrecheraktivitäten mit Informationseinheiten und kurzen Videos.

Nachdem dabei noch relativ allgemein die Schlüsselfragen nach Menschenrechten, menschlicher Sicherheit und der Rolle des Bürgers beantwortet worden waren, beschäftigten sich die Teilnehmer mit der journalistischen Verantwortung gegenüber der Bevölkerung. Sie analysierten Berichterstattungen über Demokratiefeindlichkeit, Folter oder Fake-News und arbeiteten in Gruppen Techniken aus, um Falschmeldungen von richtigen unterscheiden zu können. Am Nachmittag konnten die Teilnehmer die neuerlernten Kenntnisse in der Praxis anwenden. In Gruppen getrennt entwickelten sie Talkshowformate, Videos oder Facebook-Medien, in denen Menschenrechte verteidigt wurden und für Human Security geworben wurde.

Diese Formate stellten sie am Sonntagmorgen vor. Nach den Präsentationen zeigten die Coaches anhand mehrerer Fallstudien, inwiefern der Bürger aktiv Einfluss an der Mediengestaltung in Tunesien nehmen kann.

Vor der gemeinsamen Evaluation am Nachmittag entwarfen die Teilnehmer eigene Projekte, welche im kommenden Jahr realisiert werden sollen. Als Beispiel dafür diente ihnen das Bürgerjournal „Siccamag“ aus Kef, welches 2016 gegründet wurde und seitdem seine Auflage vervielfachen konnte.

Der Workshop war ein voller Erfolg für die Teilnehmer, die jetzt gemeinsam an ihren Projekten weiterarbeiten wollen, um die journalistische Qualität in ihren Kommunen zu verbessern und für Menschenrechte, stereotypfreie Berichterstattung und Bürgerverantwortung zu werben.