Veranstaltungsberichte

Frieden und Sicherheit

Internationale Fachkonferenz

Mit zahlreichen (über 100) Teilnehmern veranstalteten in Budapest am 29. November 2012 der Lehrstuhl der Kirchenrechte der Sapientia Hochschule für Theologie und Orden und das Auslandsbüro Ungarn der Konrad Adenauer Stiftung die Konferenz Frieden und Sicherheit, welche nach der Konzeption der unlängst verstorbenen Dr. János Goják, Professor für Theologie veranstaltet wurde.

Aufgrund des Dialogs der interdisziplinären Methode hat Prof. Dr. Jakab Várnai OFM, der Rektor der Sapientia Hochschule für Theologie und Orden die Konferenz eröffnet. Er betonte, dass die Sicherheit auch auf dem Gebiet der Kirche, der Religionen und der Theologie untersucht werden soll. Er erinnerte an die Franziskaner-Mönche, deren Leben und Sicherheit bedroht waren und bedroht sind, überall in der Welt und erwähnte die Märtyrer des Ordens sowie betonte er auch die übersteigende Bedeutung der Sicherheit des gläubigen Lebens.

Dr. Bence Bauer, der wissenschaftliche Mitarbeiter der Konrad Adenauer Stiftung hat bei der Begrüßung über die Tätigkeit, das Engagement und die ökumenische Mentalität der Stiftung gesprochen. Laut dieser Mentalität wurde auf der Konferenz ein Rundtisch Gespräch veranstaltet im Rahmen eines interreligiösen Dialogs, mit der Leitung von dem katholischen Priester Laszló Gajer, und Teilnahme von dem Rabbiner Daniel Bodnár vom EMIH, und Präsident Zoltán Sulok, in Vertretung der Kirche der Ungarischen Muslime.

Die Reden behandelte die Thematik der integrierten Sicherheitspolitik. Zuerst hat Prof. Dr. Lorant Orosz OFM, Franziskaner-Mönch und Lehrstuhlleiter der Fakultät für Kanonisches Recht der Sapientia Hochschule für Theologie und Orden von der Rolle der Klausuren in XXI Jahrhundert gesprochen. Nach der Vorstellung über die Geschichte und das Institut stellte er fest, dass jetzt die Klausuren in den Kirchen in ersten Reihe nicht für die Sicherheit der Personen und der Dinge geeignet sind, im Gegensatz zu früheren Perioden, da diese immer stark betont worden sind. Die Klausuren in der Kirche dienen der Schaffung und Verteidigung und des Fortkommens der fundamentalen Rechte des mönchischen Lebens.

Dr. Loránd Újházi, kanonischer Jurist hat von der Sicherheit und der Verteidigung der kirchlichen Mitarbeiter und Institutionen gesprochen, und betonte, dass alle Religionsgruppen berechtigt seien, für die Zusammenstellung ihrer inneren Regelungssysteme für der Verteidigung und Sicherheit selbst zu sorgen. Später hat er darauf aufmerksam gemacht, dass diese Regelung allein nicht geeignet sei, die Verteidigung des Papstes, des Bischofes, und allen klerikalen Mönche gegen die gewaltsame Bedrohung aufrecht zu erhalten. Deswegen habe die kirchliche Rechtsanwendung im Sinne der Tradition und Wahrheit für die Verteidigung der Klerikalen und der Kirche zu sorgen.

Die Veranstalter haben die äußere und innere Verteidigung der Kirche, durch Fall-Studien vorgestellt. Enzo Sammarco - Ingenieur und Leiter des Polizeipräsidiums des Vatikans hat über die Sicherheitspositionen des Vatikans gesprochen und betonte, dass die Verteidigung der eigenartigen Schätze des Vatikans und die Verteidigung des Papstes im Mittelpunkt der Gendarmerie und der Polizei stünden. Zum Beispiel stellte er das eingebaute Beobachtungssystem der Kuppel der St. Peter Basilika vor.

Zoltán Kantor, der Professor der Pázmány Péter Katholischen Universität - deren Hauptforschungsgebiet der Nationalismus ist, erörterte, dass jetzt in Europa die Stabilität und der Frieden wichtiger seien, als die Verteidigung der Rechtender Minderheiten, deswegen werde die Gerechtigkeit in den Hintergrund gedrängt.

In der Sektion am Nachmittag hat Dr. Paszkal Kiss - fakultätsleitender Dozent der Eötvös Lóránd Universität – Sozialpsychologie- im Sinne der sozialpsychologischen Aspekte –über die Sicherheit als elementares menschliches Bedürfnis gesprochen. Er stellte fest, dass das Bestreben für Sicherheit zu den elementaren menschlichen Motiven gehöre, womit sich auch die geistlichen und biologischen Wissenschaften beschäftigten.

Nach seiner Vorlesung hat Oberst Istvan Resperger -Universitätsdozent - über die staatliche Sicherheitspolitik der Sicherheit eines Landes und der Armee referiert, auch über die Sicherheitsstrategie, über internationale Sicherheitsverträge und zum Schluss über die terroristischen Gefahr.

Nach den Vorlesungen wurde noch ein Rundtischgespräch ausgerichtet, wobei unter anderem auch die Frage des religiösen Radikalismus und andere Extremismusformen beraten wurde, trotz der Meinungsverschiedenheit der Religionsvertreter haben sich diese eindeutig verpflichtet, im Sinne des Friedens, laut der gerechten Religionen, tätig sein zu wollen.

Beata Broczky