Veranstaltungsberichte

Wanderung, Einwanderung - Fragen und Antworten

von Martin Szöke

Internationale Konferenz zur Migrationsproblematik

Am 1.-2. April 2016 lud die Joseph Károly Stiftung mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einer internationalen Konferenz zum Thema Migration in das Schloss Károly in Fehérvárcsurgó ein. Internationale Experten verschiedener Fachbereiche referierten über neue Erkenntnisse und Lösungsansätze. An der Konferenz nahmen rund 60 Gäste aus Wissenschaft, Politik und dem öffentlichen Leben teil.

Der Gedankenaustausch wurde von dem Botschafter der Schweiz und der Gesandten der französischen Botschaft in Ungarn eröffnet. Die Referenten kamen überwiegend aus den Bereichen Politikwissenschaften, Soziologie, Geographie und Islamstudien und sie diskutierten das Thema Einwanderung aus unterschiedlichen fachlichen Gesichtspunkten. So wurden u.a. die Rechte der Migranten, die Rolle der Medien in der Flüchtlingsdebatte und die Einwanderungssituation in Ungarn angesprochen. Die Konferenz brachte eine beachtliche Anzahl von internationalen Experten zusammen. Die Teilnehmer kamen aus Ungarn, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Griechenland, Polen, der Schweiz, Belgien und Spanien.

Die deutsche Sicht stellte Dr. Karlies Abmeier, Koordinatorin Religion und Werteorientierung der Konrad-Adenauer-Stiftung, über „Integration in Deutschland unter dem Eindruck der Flüchtlingsmigration nach Deutschland“ dar. Sie ging insbesondere auf die Spannungen zwischen einer rein rechtlichen Betrachtungsweise der Flüchtlingsproblematik und eines humanitären Ansatzes ein. Der bekannte deutsche Islam- und Politikwissenschaftler Dr. Thorsten Gerald Schneiders referierte über die Situation der Muslime in Europa und über Salafismus und Islamfeindlichkeit.

Die Konferenz förderte vor allem den interdisziplinären Austausch von Wissenschaftlern und Politikern auf europäischer Ebene. Ferner wurden auch Ansätze zur Reduzierung der Migrationsproblematik auf der Grundlage einer gemeinsamen Werteorientierung erörtert.