Publikationen

Jahresbericht 2020

Die Konrad- Adenauer- Stiftung in Zeiten der Coronapandemie | Einblicke in das Jahr 2020

Unsere Schwerpunktthemen haben unserer Arbeit auch in diesen unruhigen Zeiten die notwendige Orientierung gegeben: Die Themenkomplexe Sicherheit, Innovation sowie Repräsentation und Partizipation erweisen sich gerade vor dem Hintergrund der Coronapandemie weiter als hochaktuell.

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Der Deutsch-Sowjetische Krieg – Geschichte und Erinnerung

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 eröffnete das Deutsche Reich einen mit äußerster Brutalität geführten Angriffskrieg, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen.

Der Angriff fußte auf den ideologischen und rassenbiologischen Überzeugungen Hitlers und verband sich von Anfang an mit dem Ziel, die jüdische Bevölkerung in den eroberten Gebieten zu ermorden. Den deutschen Angriff beantwortete die sowjetische Führung mit einer Totalmobilisierung, die auch brutale Repressionen gegenüber der eigenen Bevölkerung einschloss. Heute wird das Gedenken an den Krieg von unterschiedlichen nationalen und internationalen Interessen bestimmt, eine Annährung der Erinnerungskulturen ist nicht in Sicht.

KAS/Marie-Lisa Noltenius

Eine Schule der Demokratie

Veranstaltungsbericht „30 Jahre erste freie Volkskammerwahl - Die CDU/DA-Fraktion und ihre Bedeutung für den deutschen Einigungsprozess"

Am 18. März 1990 trat die einzige frei gewählte Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik zusammen. Sie leistete einen außerordentlichen Beitrag zur deutschen Einigung und zur Geschichte des deutschen Parlamentarismus. Im Demokratisierungsprozess kam der CDU/DA-Fraktion als stärkster Kraft in der damaligen Volkskammer eine besondere Rolle zu. In Kooperation mit dem Verein von Mitgliedern der ehemaligen CDU/DA-Fraktion der Volkskammer erinnerte die Konrad-Adenauer-Stiftung an dieses Ereignis.

picture-alliance / dpa | Michael Jung

Epochenwechsel

Reflexionen zum 30. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages

Der „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“, der am 17. Juni 1991 in Bonn unterzeichnet wurde, enthielt die Vision einer deutsch-polnischen Werte- und Interessengemeinschaft in Europa. In den dreißig Jahren, die seither vergangen sind, haben Polen und Deutschland einen weiten Weg zurückgelegt und der ökonomische, soziale und rechtliche Rahmen für die Zusammenarbeit ist heute viel günstiger. Dennoch belasten heute Ideenlosigkeit und Ziellosigkeit die bilateralen Beziehungen und damit auch die europäische Zusammenarbeit. Um diese Stagnation zu überwinden, sollte ein neues Bündnis aus deutschen und polnischen Demokratinnen und Demokraten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens geschmiedet werden.

gemeinfrei

Der letzte Kaiser des Deutschen Reiches

Vor 80 Jahren starb Wilhelm II. im niederländischen Exil

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 war Wilhelm II. ein außerordentlich populärer Monarch, der bis in die Arbeiterschaft hinein großes Ansehen genoss. Dies änderte sich erst mit der Katastrophe, die er selbst nicht zu verhindern gewusst hatte. Was bleibt, ist das Bild eines Mannes, in dem sich die widersprüchlichen Tendenzen seiner Zeit spiegelten und der selbst zum Namensgeber seiner Epoche wurde.

KNA-Bild

Die Würde des Menschen als Maßstab

Am 15. Mai 1891 verkündete Papst Leo XIII die erste Sozialenzyklika "Rerum Novarum"

Mit der ersten Sozialenzyklika "Rerum Novarum" begründete Papst Leo XIII. die katholische Soziallehre, die sich der Frage der Bedingungen von Sozialer Gerechtigkeit in der Wirtschafts- und Sozialordnung widmet. Ebenso wie die Sozialisten kritisierte die Enzyklika die damalige Not der Arbeiterfamilien in aller Schärfe, sie betonte jedoch das Recht auf Privateigentum, gerade als Mittel zur Überwindung dieser Armut. Die Soziale Frage hat heute zum Teil andere Facetten als im 19. Jahrhundert, zentrale Aussagen von Rerum Novarum sind jedoch immer noch aktuell und bestimmen die jüngsten Schriften der päpstlichen Sozialverkündigung.

Dksen/Own work

12. Mai 1941: Konrad Zuse stellt den ersten Computer vor

Beinahe im Alleingang verfolgte der 1910 in Berlin geborene Bauingenieur Konrad Zuse seinen Traum: die Entwicklung einer bahnbrechenden neuen Technologie. Mit der Z3 präsentierte er 1941 den ersten funktionsfähigen programmgesteuerten Rechenautomaten der Welt.

picture alliance / Zoonar | DesignIt

Die Weimarer Verfassung und das Grundgesetz im Krisen-Vergleich

Sehr viel stärker, als dies in Weimar der Fall war, bildet die Legislative in der Bundesrepublik das Rückgrat der verfassungsmäßig vorgeschriebenen Ordnung. Für alle Fragen, die die Grundrechte betreffen, ist das Parlament selbst zuständig. In der aktuellen Krise gilt dies auch für Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Kontaktbeschränkungen. Auch die regelmäßigen Absprachen zwischen Bund und Ländern sind verfassungsmäßig geboten.

Picture Alliance/dpa

Die Interventionspolitik des Warschauer Paktes im Kalten Krieg

Die Auflösung des Warschauer Pakts beendete die sowjetische Hegemonie über Osteuropa. Anders als in der Hochzeit des Kalten Kriegs, in der Reformbestrebungen in Ungarn 1956 und in der Tschechoslowakei 1968 mit blutigen Mitteln niedergeschlagen worden waren, fanden sich am Ende der 1980er Jahre nicht mehr genügend Befürworter von militärischen Interventionen im Kreml und innerhalb der Regierungen in Osteuropa. Spätestens mit der Deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde offenbar, dass das Bündnis keine Zukunft mehr hatte.

KAS/Guenay Ulutuncok

Staatsmann und politischer Denker

Bericht zum Livestream am 24. März 2021

Gemeinsam mit der Stiftung Ernst-Reuter-Archiv würdigten wir Richard von Weizsäckers Verdienste für die Bundesrepublik Deutschland, für die Stadt Berlin und für die CDU.