Publikationen

Eine „überforderte Behörde“?

Historische und Politische Perspektiven auf die Praxis der Treuhandanstalt

Historiker, Zeitzeugen und Politiker diskutierten bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit am 10. Dezember 2019 in Dresden über aktuelle Forschungsergebnisse und die politische Bewertung der Praxis der Treuhandanstalt in den 1990er Jahren. Das Ziel der Veranstaltung war es, „aus Vermutungen und Meinungen Sachverhalte herauszudestillieren“.

KAS/Jürgen-M. Edelmann

Das Erbe des Nationalliberalismus in der CDU

15. Treffen des ideengeschichtlichen Arbeitskreises

Zum 15. Mal traf sich in Berlin der ideengeschichtliche Arbeitskreis, um über die Wurzeln der Christlichen Demokratie – den Liberalismus, den Konservatismus und die Soziallehren der Kirchen – zu diskutieren. Unter dem Titel „Die CDU und das Erbe des Nationalliberalismus“ referierte PD Dr. Matthias Oppermann, Leiter der Abteilung Zeitgeschichte der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Harry Metcalfe / flickr / CC BY 2.0

Religionen zwischen Resistenz, Repression und Resakralisierung

Das 12. Hohenschönhausen-Forum widmete sich dem Spannungsverhältnis von Religionen in Diktaturen und liberalem Rechtsstaat

Wohin man auch schaut, Religion und Staat stehen international im Spannungsverhältnis. In Diktaturen gestaltet sich das Verhältnis konfliktreicher, aber auch in Demokratien wird die Rolle der Religionen stets neu ausgehandelt. Wie es um die Religionsfreiheit heute bestellt ist, wo Religionen eingeschränkt und wo Religionsgemeinschaften wirkmächtiger werden, haben Expertinnen und Experten beim 12. Hohenschönhausen-Forum diskutiert.

Fritzi – Eine Wendewundergeschichte

Zeithistorische Filmreihe

Leipzig, 1989. Liebevoll kümmert sich die zwölfjährige Fritzi um den kleinen Sputnik. Er ist der Hund ihrer besten Freundin Sophie, die über die Sommerferien mit ihrer Mutter nach Ungarn gefahren ist. Doch zum Schulanfang kehrt Sophie nicht in die Klasse zurück. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert.

KAS/Marie-Lisa Noltenius

"1989 war ein magisches Jahr"

Veranstaltungsbericht „Einigkeit und Recht und Freiheit in Europa – Voraussetzungen und Erbe des Umbruchs von 1989“ in Leipzig

1989 führte der Freiheitsdrang der Menschen in Ost- und Mitteleuropa zu einem radikalen politischen Umbruch. Anlässlich des 30. Jahrestags der Friedlichen Revolution stellte die Konrad-Adenauer-Stiftung die Freiheitsbewegungen in den Mittelpunkt einer international besetzten Tagung in Leipzig. Zeitzeugen und Wissenschaftler diskutierten über die Frage, welchen Beitrag die Freiheitsbewegungen der 1980er Jahre zum Zusammenbruch der kommunistischen Regime geleistet haben, was die Motive und Ziele dieser Bewegungen waren und welche Bedeutung die damaligen Ereignisse für die Europäische Union der Gegenwart und die Zukunft der liberalen Demokratien haben.

Die Thüringer CDU in der SBZ/DDR

Blockpartei mit Eigeninteresse

"Blockflöten" – dieser Vorwurf begleitet die CDU in Ostdeutschland bis heute. Er bezieht sich auf ihre Vergangenheit als Blockpartei an der Seite der SED. Dabei ist die Geschichte der Partei in der SBZ/DDR vielschichtiger, wie Bertram Triebel anhand der Thüringer CDU zeigt. Sein Buch reicht von den demokratischen Anfängen der Union nach dem Krieg und der anschließenden, von sowjetischer Besatzungsmacht und SED erzwungenen Transformation bis hin zu ihrer Emanzipation in der Revolution 1989/90. Besonders befasst sich der Autor mit der in der Forschung bislang kaum berücksichtigen Phase als Blockpartei seit dem Mauerbau. Sein Schluss lautet, dass sich die CDU generell der SED unterordnete, aber auch eigene Interessen im Rahmen des Systems verfolgte.

KAS

„Nach Wahrheit forschen, Schönheit lieben, Gutes wollen, das Beste tun“

Zur Verleihung der Moses Mendelssohn Medaille an Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama

Der Historiker und Rabbiner Andreas Nachama ist am 9. September in Berlin in Anerkennung seiner Verdienste um den interreligiösen Dialog mit der Moses Mendelssohn Medaille ausgezeichnet worden. Seit 1993 würdigt das Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam mit der Medaille Persönlichkeiten, die sich im Sinne und in der Tradition des Denkens von Moses Mendelssohn für Toleranz und Völkerverständigung und gegen Fremdenfeindlichkeit engagiert haben. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hob in ihrer Laudatio hervor, Nachama stehe für Nachdenklichkeit und Besonnenheit und sei wie Moses Mendelssohn „ein leuchtendes Vorbild respektvollen miteinander Redens“.

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Giuseppe Moro und Konrad Adenauer

Der Kanzlerfotograf vom Comer See

Für Konrad Adenauer war Cadenabbia vieles in einem: Sein kleines Arkadien im Norden Italiens, Rückzugs- und Nachdenkort, aber auch die immer wieder in ein höchst stimulierendes Ambiente versetzte Schaltzentrale seiner Macht. Einfühlsame, bislang kaum bekannte Bilder Giuseppe Moros versprechen einen frischen und sehr persönlichen Einblick.

George (Jürgen) Wittgenstein / akg-images

Widerstand und Opposition in zwei deutschen Diktaturen

1933-1989

Diese Broschüre zeigt das breite Spektrum des Widerstands in den beiden deutschen Diktaturen auf. Die Widerständler hatten verschiedene Hintergründe und entschlossen sich aus den unterschiedlichsten Gründen, dem Regime entgegenzutreten. Ihnen allen war jedoch gemein, dass sie bereit waren, für ihre Überzeugungen große Nachteile für sich und ihr Umfeld in Kauf zu nehmen.

KAS/Jan Philipp Wölbern

Adenauer, Erhard und der Liberalismus in der Gründungsphase der CDU

Zum 13. Mal traf sich in Berlin am 30. April 2019 der ideengeschichtliche Arbeitskreis, um über die Wurzeln der Christlichen Demokratie – den Liberalismus, den Konservatismus und die christlichen Soziallehren – zu diskutieren

Prof. Dr. Dominik Geppert, Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte des 19./20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam, sprach über die Soziale Marktwirtschaft und das Ringen um deren Ausgestaltung in den 1950er Jahren.