Fachkonferenz

Frauen und Politik in christdemokratischen und konservativen Parteien

Historische Perspektiven und aktuelle Fragen

Details

Bundeskanzler Konrad Adenauer (3. v. l.) am 3. Februar 1961 mit den  Vorsitzenden und Geschäftsführerinnen der Spitzenverbände der deutschen Frauenorganisationen  im Bonner Palais Schaumburg. V.l.n.r. : Elisabeth Enseling, Ilse Bab, Konrad Adenauer Adenauer, Bert Even, Frau Dr. Windemund, Maria Weber, Hanne Betz, Hilde Hagenhoff, Elisabeth Vietje, Helene Weber und Toni Konarski. picture alliance / Kurt Rohwedder
Bundeskanzler Konrad Adenauer (3. v. l.) am 3. Februar 1961 mit den Vorsitzenden und Geschäftsführerinnen der Spitzenverbände der deutschen Frauenorganisationen im Bonner Palais Schaumburg. V.l.n.r. : Elisabeth Enseling, Ilse Bab, Konrad Adenauer Adenauer, Bert Even, Frau Dr. Windemund, Maria Weber, Hanne Betz, Hilde Hagenhoff, Elisabeth Vietje, Helene Weber und Toni Konarski.
„Deshalb muss die Frau an der Gestaltung des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens vollen
Anteil haben.“
(Ludwigshafener Programm der CDU, 1978)

 

Spätestens seit den 1970er Jahren, als sich die Parteispitze nach dem erheblichen Rückgang der Unterstützung durch Frauen bei den Bundestagswahlen von 1972 verstärkt um die Werbung von weiblichen Parteimitgliedern bemühte, beschäftigt die Frage der politischen Beteiligung von Frauen die CDU.  50 Jahre später beklagen Frauen nach wie vor ihren mangelnden Einfluss und die zu geringe Berücksichtigung bei der Vergabe politischer Ämter – und dies, obwohl mit Angela Merkel 18 Jahre lang eine Frau an der Spitze der Partei stand. Dem vorgeblichen „Frauenproblem“ der CDU steht die Tatsache gegenüber, dass die Partei in der Ära Adenauer zunächst erheblich von den Stimmen weiblicher Wähler profitierte. Auch Angela Merkel verdankte ihren Erfolg z.B. bei den Bundestagswahlen 2013 zu einem wesentlichen Teil der Zustimmung von Frauen.

Die Frage der Beteiligung von Frauen in der CDU ist von großer Bedeutung für das Problem der gesellschaftlichen Verankerung der Partei überhaupt. Vor dem Hintergrund der wechselvollen Geschichte der CDU wollen wir in einer international vergleichenden Perspektive die Wertvorstellungen und politischen Leitbilder von Frauen aus dem christlich-demokratischen und konservativen Parteienspektrum diskutieren und dabei der Frage nachgehen, ob ein spezifisch „bürgerlicher Feminismus“ der Frauen in der CDU existiert.

 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist in Präsenz und Online möglich. Konferenzsprache ist Deutsch, wir stellen während der gesamten Tagung eine englische Übersetzung zur Verfügung.

Programm

14:00 Uhr Begrüßung und inhaltliche Einführung

Hildegard Müller
Staatsministerin a. D., Mitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Dr. Michael Borchard

Leiter Wissenschaftliche Dienste/Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

14:15 Uhr Panel I: Auf der Suche nach einer eigenen Stimme: Frauen in christdemokratischen und konservativen Parteien

Frauen und Politik in Österreich: Der Frauenbund der ÖVP

Prof. Dr. Anita Ziegerhofer, Universität Graz

 

Italy: Valori e obiettivi politici delle donne cattoliche nella Democrazia Christiana

Prof. Tiziana Di Maio, Università LUMSA, Rom

 

Republican Women in the Unites States: The National Federation of Women’s
Republican Clubs

Prof. Catherine Rymph, University of Missouri, College of Arts and Science


Moderation: Dr. Christine Bach, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

16:00 Kaffeepause

16:30 Uhr Panel II: Stagnation oder Fortschritt? Die Repräsentation von Frauen in christdemokratischen und konservativen Parteien in Europa seit 1990

Zwischen Gleichberechtigung und Marginalisierung: Ämtervergabe und Einfluss von
Frauen in den Unionsparteien

Dr. Helga Lukoschat, Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V.

 

Frauen in der Europäischen Volkspartei: Selbstverständnis und Handlungsfelder

PD Dr. Ines Soldwisch, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf

 

Le pouvoir de « la parité » : la loi française sur la parité et ses conséquences.

Prof. Armelle Le Bras-Chopard, Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines


Moderation: Stefan Stahlberg, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

18:00 Uhr: Get together mit Imbiss und Punsch


Abendveranstaltung: Die Beteiligung von Frauen in der CDU – Gegenwart und Zukunft

19:00 Uhr Begrüßung

Dr. Christine Bach, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

19:15 – 20:30 Uhr Diskussion

Dr. Sabine Buder, stv. Vorsitzende der CDU Biesenthal

Mario Czaja, Generalsekretär der CDU Deutschlands

Juliane Schäuble, Washington-Korrespondentin „Der Tagesspiegel“

Christine Schneider MdEP, Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter, stv. Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands

 

Moderation: Leonie Feuerbach (FAZ)

Anmelden Zum Kalender hinzufügen

Veranstaltungsort

Online
Zoom-Konferenz

Referenten

  • Anita Ziegerhofer
    • Tiziana di Maio
      • Catherine Rymph
        • Ines Soldwisch
          • Helga Lukoschat
            • Armelle Le Bras-Chopard
              • Hildegard Müller
                • Sabine Buder
                  • Juliane Schäuble
                    • Christine Schneider
                      • Mario Czaja