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Fachkonferenz

Landespolitik aus zeithistorischer Perspektive

Wissenschaftliche Tagung

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Details

Im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland haben die Länder traditionell eine besondere Bedeutung. Neben ihrer großen Verwaltungskompetenz kommt ihnen auch im Alltag der Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Rolle zu. Da ist zunächst das Bewusstsein, in Bayern, Brandenburg oder Sachsen zu Hause zu sein. Die Identifikation mit dem jeweiligen Land stellt bereits die Bindung her, die für jedes Staatswesen wichtig ist. Aber auch die Kompetenzen, die die Länder in der Kultur-, Bildungs-, Schul-, Hochschulpolitik und in vielen anderen Feldern wahrnehmen, tragen an vielen Stellen zur Effektivität von Politik und Verwaltung und zur Schaffung von Lösungen bei, die passgenau den lokalen Gegebenheiten und Unterschieden Rechnung tragen. Das ist nicht zuletzt auch bei der Bewältigung der Corona-Krise deutlich geworden. Diese unzweifelhafte Bedeutung der Regional- und Landespolitik, die zum Erfolg der deutschen Nachkriegsordnung maßgeblich beigetragen hat, steht dennoch in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis zur Erforschung ihrer historischen Entwicklung. Noch immer behandelt die zeitgeschichtliche Forschung dieses wichtige Feld vergleichsweise stiefmütterlich.

Für das Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung (ACDP) aber ist die Landesgeschichte nicht nur von herausragender Bedeutung, weil sie den besonderen Wert des Subsidiaritätsprinzips zum Ausdruck bringt: Ein erheblicher Teil seiner Bestände – von den Landesparteigliederungen über die Landtagsfraktionen bis hin zu persönlichen Nachlässen von Landespolitikern – bilden die landesgeschichtliche Perspektive ab. Mit der durchaus ungewöhnlichen Tagung „Landespolitik aus zeithistorischer Perspektive“ möchte das ACDP Neuland betreten, die Bedeutung der Landesgeschichte unterstreichen und Anregungen für die weitere Forschung geben.

Wenn Sie gerne teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte über das Anmeldeformular an.


Organisatorische Hinweise: Bitte beachten Sie, dass für die Teilnahme an der Veranstaltung die 3G-Regel Voraussetzung ist (vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet). 

Die Veranstaltung wird außerdem fotografisch begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandene Fotomaterial für Zwecke der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nutzt.

Programm

► Montag, 23. August 2022

13.00 Uhr | Begrüßung und Einführung in die Tagung

Dr. Michael Borchard
Leiter der Hauptabteilung Wissenschaftliche Dienste/Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

13.15 Uhr | Vorstellung der zentralen Bestände des ACDP zur Landespolitik

Dr. Michael Borchard
Leiter der HA WD/ACDP der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Sektion 1: Landesbewusstsein/Landesidentität

13.30 Uhr | Vortrag: Von Karl Arnold bis Hendrik Wüst – Die Bemühungen zur Stiftung eines Landesbewusstseins in Nordrhein- Westfalen

Dr. Guido Hitze
Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen

14.00 Uhr | Vortrag: „Thüringenpartei CDU?“ – Zum Zusammenhang von Partei- und Landesidentität

Prof. Dr. Torsten Oppelland
Friedrich-Schiller-Universität Jena

14.30 Uhr | Vortrag: „Erfolgsland im Osten“ – Landesbewusstsein in Sachsen

Prof. Dr. Winfrid Halder
Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf

15.00 Uhr | Diskussion

Moderation: Dr. Oliver Salten
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

15.30 Uhr | Kaffeepause

Sektion 2: Schul-/Bildungspolitik

16.00 Uhr | Vortrag: Werner Remmers und die Schulpolitik in der Ära Albrecht

Dr. Andreas Grau
Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

16.30 Uhr | Vortrag: Die Auseinandersetzung um LER und Religionsunterricht im Bundesland Brandenburg

Dr. Stefan Marx
Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

17.00 Uhr | Vortrag: Schulpolitik in Hessen. Experimentierfeld der Bildungsreformer in den 1970er und 1980er Jahren

Dr. Nils Havemann
Universität Stuttgart

17.30 Uhr | Kurt Georg Kiesinger als Universitätsgründer. Christlichdemokratische Hochschulpolitik in den 1960er Jahren

Dr. Philip Rosin
Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

18.00 Uhr | Diskussion

Moderation: Dr. Christine Bach
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

18.30 Uhr | Abendessen

► Dienstag, 23. August 2022

9.30 Uhr | Vortrag: Grenzen und Möglichkeiten der Landespolitik im politischen System der Bundesrepublik Deutschland – Persönliche Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz und Thüringen

Prof. Dr. Bernhard Vogel
Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Sektion 3: Kommunale Gebietsreform

10.00 Uhr | Vortrag: Helmut Kohl, die Gebietsreform und die Modernisierung des Landes Rheinland-Pfalz

Prof. Dr. Michael Kißener
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

10.30 Uhr | Vortrag: Kreisgebietsreformen in Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke
Universität Rostock

11.00 Uhr | Vortrag: Die Bezirksgebietsreform von 2001 – ein Beitrag zur inneren Einheit Berlins?

Alexander Olenik
Wissenschaftlicher Volontär - Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte des Landschaftsverbandes Rheinland

11.30 Uhr | Diskussion

Moderation: Markus Lingen
Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

12.00 Uhr | Schlusswort

Dr. Michael Borchard
Leiter der HA WD/ACDP der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

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Veranstaltungsort

Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK)
Johannes-Albers-Allee 3,
53639 Königswinter
Deutschland

Anfahrt

Kontakt

Kerstin Klenovsky

Kerstin Klenovsky bild

Sekretärin / Sachbearbeiterin

Kerstin.Klenovsky@kas.de +49 2241 246-2241 +49 2241 246-2669

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