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Erhalt der einzigartigen Kultur und Identität Syriens

KAS und Sharq setzen Dokumentationsprojekt über die Lebensrealität in Syrien vor dem Krieg fort
Jahrzehntelang kontrollierte das Assad-Regime den kulturellen und gesellschaftlichen Diskurs in Syrien. Wie schon 2016 unterstützte das KAS-Auslandsbüro Syrien/Irak auch im vergangenen Jahr das „Oral History“ Projekt der NGO Sharq for citizen development, das auf eine unzensierte Darstellung der Lebensrealität in Syrien vor dem Krieg abzielt. Durch die Erstellung einer Datenbank, die Berichte von geflüchteten Syrern verschiedener ethnischer, konfessioneller und sozialer Herkunft umfasst, soll heute schon ein Beitrag zur gesellschaftlichen Aussöhnung im Syrien von morgen geleistet werden.

Im Jahr 2017 führte die NGO Sharq for citizen development in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung hierzu mehr als 60 Interviews durch. Die Teilnehmer waren Syrer, die als Flüchtlinge in der Türkei leben und zu dem Projekt mit Audio- und Videoaufzeichnungen, Bildern und Artikeln beitrugen.

Das Projekt „Syrian Voices“ startete 2016 mit syrischen Flüchtlingen im Libanon. Die Ergebnisse werden in einer virtuellen Bibliothek veröffentlicht, die aus erster Hand und von überall zugänglich über das Syrien der unmittelbaren Vergangenheit berichtet. Forschung, Medien und der Öffentlichkeit steht damit eine große Datenbank zur Verfügung, die zu einem besseren Verständnis der Geschichte und Erfahrungen der Syrer beiträgt.

Für 2018 ist eine Erweiterung des Projekts um zusätzliche 60 Interviews mit syrischen Flüchtlingen in Jordanien geplant.