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Partei der „digital natives“?

Eine Analyse der Genese und Etablierungschancen der Piratenpartei
Dieser Parteienmonitor trifft Aussagen zur Genese der Partei, dem Debattenstand und den Erfolgsbedingungen der Piratenpartei.

Es war eine hitzige Debatte: „Stasi 2.0“, „chinesische Verhältnisse“, „Kulturkampf

zwischen analoger und digitaler Welt“ oder „Der Krieg um das

Internet“ – so lauteten einige Kampfbegriffe und Überschriften, die in den

letzten Monaten im Debattengeflecht über Freiheit und rechtliche Grenzen

des Internets und der entstehenden digitalen Kultur genutzt wurden. Die

einen beklagen den Informations-Overkill durch neue digitale Medien, die

anderen sehen das Pendel schon zurück schwingen und plädieren für

„slow media“. Jedenfalls, so die Publizistik, kündigen sich Umwälzungen

von historischen Ausmaßen beim Blick auf das Internet an. Wer kritisch

fragt und analysiert, worin diese Umwälzungen bestehen, Überforderung

angesichts der täglichen Informationsflut formuliert und Versuche unternimmt,

sich diesen zu entziehen, wird rasch als Gestriger abgetan; als

Angehöriger der Kugelschreiber-Generation, allenfalls noch als „Zaungast,

der einer wilden Party gleichermaßen neugierig wie irritiert aus der Ferne

zuschaut“.

Die leitenden Fragen der Analyse lauten:

  1. Welcher Gründungsimpetus lag der Piratenpartei zugrunde?
  2. Was sind ihre dominierenden Themen und wie kann ihre Programmatik charakterisiert werden?
  3. Welche Zielgruppe spricht sie an? Wie setzt sich ihre Mitgliedschaft zusammen?
  4. Wie schnitt sie bei den Wahlen des „Superwahljahres“ 2009 ab?
  5. Wie sind die Etablierungschancen der neuen Partei im bundesdeutschen Parteiensystem einzuschätzen und was folgt für die etablierten Parteien?