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Chinas Strategiewechsel: Qualität statt Massenware

Interview mit Wolfgang Meyer, Leiter des KAS-Büros in Peking

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Seit letzter Woche ist die Übernahme der zu Ford gehörenden schwedischen Automarke Volvo durch den chinesischen Autobauer Geely perfekt. Geely zahlt insgesamt 1,3 Milliarden Dollar (994 Millionen Euro) in bar plus eine Anleihe in Höhe von 200 Millionen Dollar an Ford.

Es ist der bislang größte Kauf einer ausländischen Automarke durch ein chinesisches Unternehmen.

Für den Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Peking, Wolfgang Meyer, ist die Übernahme eine „normale Entwicklung“. In einem Interview mit DRadio Wissen sagte er, dass viele chinesische Unternehmen mittlerweile über ein enormes Kapital verfügen, dass sie nun auf dem globalen Markt vermehren wollen. Meyer: „China und Chinas Unternehmen sind reich geworden. Wenn Sie in einem globalen Markt bestehen wollen, müssen sie neue Märkte erschließen.“

Meyer sieht in dem Schritt Geelys entgegen anderer Stimmen aber nicht den Auftakt eines Kaufrauschs Chinas. Unternehmen anderer Staaten, z.B. den USA oder Deutschlands, würden sehr viel mehr Geld im Ausland investieren. Eher ist der erste Einstieg eines chinesischen Unternehmens in die Oberklasse der Automobilbranche für Meyer ein Anzeichen eines Strategiewechsels. „China will davon wegkommen billige Massenware anzubieten, sondern setzt auf Qualitätsproduktionen“, so Meyer.

Das Interview wurde gesendet und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von DRadio Wissen.

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