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Bosnien und Herzegowina zehn Jahre nach Dayton

Der steinige Weg vom „verhinderten“ zum selbsttragenden Staat

Zum zehnten Jahrestag des Friedensabkommens von Dayton ist das durch dieses geschaffene Bosnien und Herzegowina weit davon entfernt, ein selbsttragender Staat zu sein – zu sehr verhindern Feindseligkeiten der drei ethnischen Gruppen des Landes nach wie vor ein Zusammenwachsen der Gesellschaft sowie ein zügiges Vorankommen auf dem Weg nach Europa, zu jenem Ziel also, das schließlich allen Ethnien des Balkanstaates eigen ist.

BÜCHER ÜBER DIE SITUATION MUSLIMISCHER FRAUEN

Provokation als Strategie zur Befreiung

In vielen Ländern, islamischen und nichtislamischen, ist die Lage muslimischer Frauen, wenn auch in unterschiedlicher Form, beklagenswert – ein insgesamt beunruhigendes Phänomen, wie die jüngsten und provokant geschriebenen Veröffentlichungen zweier engagierter und selbst betroffener Frauen recht eindrucksvoll zeigen.

Die neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen in der Türkei unter besonderer Berücksichtigung der Sozialpolitik

In der Wirtschafts-, besonders aber auch in der Sozial- und Rentenpolitik hat die Türkei seit der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU große Schritte getan, wenngleich es vor einer Vollmitgliedschaft des Landes in der Union noch manche Aufgabe, so etwa die Konsolidierung des türkischen Arbeitsmarktes, zu bewältigen gilt.

Umweltpolitik in Chile

Ökonomisch gilt Chile, vor allem im lateinamerikanischen Kontext, schon lange als Musterland, ökologisch bleibt für die Regierung in Santiago jedoch noch manches zu tun: Erst allmählich schlägt in dem vor eineinhalb Jahrzehnten zur Demokratie zurückgekehrten Land auch das Umweltbewusstsein Wurzeln – eine ermutigende, etwa durch die Verabschiedung des Umweltrahmengesetzes von 1994 dokumentierte Tendenz, deren Stärkung nun das Gebot der Gegenwart ist.

Wirtschaftswunder Slowakei

Musterknabe oder neuer Bösewicht in der Europäischen Union?

Von der Weltbank gelobt und von europäischen Politikern wie Schröder und Person wegen Steuerdumpings als Störenfried des EU-Wirtschaftsgefüges gerügt, lockt die Sklowakei mit niedrigen Einkommens- und Körperschaftssteuern westliche Unternehmen ins Land - Folge einer wirtschafts- und sozialpolitischen Reformpolitik, mit der die Regierung Dzurinda dem osteuropäischen Land, globalen Strömungen zum Trotz, international jenes Vertrauen zurückgegeben hat, das in den Jahren der Mečiar-Ära verloren gegangen war.

BÜCHER ZU RUANDA

Der Völkermord nach dem Völkermord

Drei Neuerscheinungen zum Völkermord in Ruanda vermitteln, wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven und keineswegs gleichermaßen beeindruckend, ein Bild von dem unerhörten Genozid an den Tutsis, den das afrikanische Land Mitte des vergangenen Jahrzehnts erleben musste und den niemand, auch nicht die Europäer, verhindert hat.

Der Tschetschenienkonflikt

Geschichte, Stereotypen und Ausblick

Gewalt und Gegengewalt, Geiselnahmen und Militäreinsätze, feige Anschläge und brutale Strafmaßnahmen prägen seit langem den tschetschenisch-russischen Konflikt, dessen Anfänge bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen und dessen Ende, zumal nach den beiden jüngsten Kriegen und dem kategorischen Nein Moskaus zur Unabhängigkeit der nordkaukasischen Republik, noch lange nicht in Sicht ist.

Der zentralamerikanische Integrationsprozess

Probleme und Scheinprobleme

Das Projekt der zentralamerikanischen Integration, deren Ursprünge bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, stellt, etwa mit Blick auf in der Region herrschende Gegebenheiten wie Armut, politischer und wirtschaftlicher Protektionismus und die mangelnde Bereitschaft zur Abgabe nationaler Kompetenzen, ein problematisches Unterfangen dar, bei dem externe Impulse, vielleicht seitens der als Vorbild gesehenen Europäer, durchaus hilfreich sein könnten.

Japans Außen- und Sicherheitspolitik

Regionale Militärmacht oder gehorsamer Allianzpartner Washingtons?

Japan, dessen Verfassung keine im Ausland operierenden Streitkräfte vorsieht und das dennoch eine stabile Militärallianz mit den USA bildet, bemüht sich um eine regionale und globale Ausweitung seiner sicherheitspolitischen Verantwortung – eine Entwicklung, die weder von den Nachbarn Tokios begrüßt wird noch den verteidigungspolitischen Spagat beendet, den Japan seit Jahren praktiziert.

Wieder scheitert das italienische Referenduman der Blockade der Parteien

Nicht zum ersten Mal scheiterte im Juni des Jahres in Italien ein Referendum an der Blockadehaltung von Parteien - eine fatale Entwicklung, die die zunehmende Bevormundung der Italiener durch die Parteien des Landes dokumentiert und, als Folge dessen, auch das Referendum als Verfassungsinstrument seiner Wirksamkeit beraubt.

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This periodical responds to questions concerning international issues, foreign policy and development cooperation. It is aimed at access of information about the international work for public and experts.

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