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Event Reports

II Session 2023: Forum of Pan-Amazonian Cities (FCPA)

Informe de evento

Del 17 al 19 de octubre, estuvimos en Porto Velho, una de las capitales de la Amazonía brasileña, donde tuvimos nuestra segunda reunión presencial de 2023, de miembros del Foro Pan-Amazónico de Ciudades (FCPA), así como secretarios y secretárias de Medio Ambiente participantes del Foro CB27, municipios asociados a ICLEI y socios estratégicos para debatir los desafíos actuales de los territorios amazónicos. Este proyecto fue desarrollado en colaboración con nuestros socios ICLEI Colombia, ICLEI América do SUL y la ciudad de Porto Velho, ubicada en el estado de Rondônia en Brasil. Luego participamos del 2º Encuentro Regional ICLEI Amazonia, que tuvo lugar simultáneamente con el Foro de Sostenibilidad de Porto Velho.

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Diese Veranstaltungen hoben die Herausforderungen in den Städten hervor und unterstrichen die Notwendigkeit, diese im Rahmen des Amazonaspaktes (OTCA) besonders zu berücksichtigen. Es handelt sich dabei um eines der Ziele, welche auf dem kürzlich in Belem abgehaltenen Amazonas-Gipfel beschlossen wurden. 2025 findet dort erneut ein solches Gipfeltreffen statt. Damals wurde besonders hervorgehoben, wie wichtig eine stärkere Beteiligung und Positionierung der Städte im Amazonasgebiet bei den Debatten über Klima und Biodiversität ist. Darüber hinaus bot die Veranstaltung Raum für die Erörterung von Finanzierungsmöglichkeiten für Biodiversitäts- und Anpassungsprojekte. Diese knüpften an die Gespräche im Rahmen des panamazonischen Forums (FCPA) an, die in der ersten Jahreshälfte 2023 in Florencia (Kolumbien) stattfanden. 

Cristiane Ferreira, Umweltsekretärin von Belém, stellte uns ihre Stadt vor, in der die COP30 stattfinden wird. Sie erörterte außerdem die entsprechenden Vorbereitungen und die besonderen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Welison Silveira, Umweltsekretär von João Pessoa, sprach im Namen des CB27-Forums und hob die Fortschritte von mehreren brasilianischen Hauptstädten im Bereich des Klimaschutzes hervor. Vladimir Chong, Bürgermeister von Maynas, Peru, betonte, wie wichtig es ist, die COP 30 als Plattform für das Amazonasgebiet zu nutzen. Und Aldenira Queiroz, Direktorin für Umweltkontrolle von Manaos, präsentierte eine realistische Sicht auf die gemeinsamen Herausforderungen, denen die Städte im Amazonasgebiet gegenüberstehen. 

Wir vertieften die Betrachtung der lokalen Perspektive. Dafür wurden uns aktuelle Projekte von Städten aus vier Amazonasländern vorgestellt. Alexandre Santos, Umweltsekretär von Boa Vista, und Robson Damasceno, Umweltsekretär von Porto Velho, brachten Beispiele, die landesweit umgesetzt wurden. German Vladimir Chong, Bürgermeister der peruanischen Provinz Maynas, beschrieb als zwei seiner besonderen Herausforderungen die Abwasserbehandlung und die Kontrolle von Bergbaukonzessionen. „Es ist wichtig, öffentliche Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, welche die Entwicklung der Städte vorantreiben. Dabei ist es notwendig, die Entwaldung zu verhindern, die Fauna zu erhalten und das Leben in den Flüssen zu bewahren. Diese und andere Maßnahmen sind von grundlegender Bedeutung für die Zukunft unseres Planeten.“

Chapaik Nelly Naikiai Mashutak, stellvertretende Bürgermeisterin von Gualaquiza, Ecuador, beschrieb die Bemühungen der Stadt, grundlegende Dienstleistungen, wie Trinkwasser, nicht nur für die Bürger der Stadt, sondern auch für die umliegenden indigenen Gemeinden sicherzustellen. José Mora (Abteilung für Projekte, Kooperationen und Klimawandel) aus Santa Cruz de La Sierra, der größten und bevölkerungsreichsten Stadt Boliviens, beschrieb die Schwierigkeiten, angesichts der Klimakrise in dieser Stadt Nachhaltigkeit umzusetzen. Am zweiten Teil der Veranstaltung nahmen Vertreter der nationalen Ebene teil, darunter Antonio Da Costa e Silva. Dieser wies auf den Pioniergeist Brasiliens hin, welches ein eigenes Ministerium für Städte eingerichtet hat: "Wir sollten die Bedürfnisse der Städte auf die internationale Agenda setzen, und nicht umgekehrt." Mauricio Guerra, Leiter der Abteilung für städtische Umwelt des Ministeriums für Umwelt und Klimawandel, betonte die zunehmende Bedeutung, die der Amazonasagenda auf lokaler, nationaler, internationaler und zivilgesellschaftlicher Ebene zukommt: "Noch nie waren so viele Blicke auf den Amazonas gerichtet." An der Debatte nahmen auch Vertreter strategischer Institutionen für das Amazonasgebiet teil wie Juan Felipe Ghul, Koordinator des Programms für soziale und kulturelle Dynamiken des SINCHI-Instituts, und Hélinah Cardoso Moreira, Regionaldirektorin von GCoM Americas. 

Zusätzlich diskutierten wir auch über die "menschenorientierte wirtschaftliche Entwicklung des Amazonasgebiets".  Diese soll ebenso nachhaltig wie resilient sein. Es wurden Studien, Pläne und Initiativen vorgestellt, die in der Amazonia Legal in Zusammenarbeit mit Organisationen entstehen, welche den Fokus auf die Bürger der Region gerichtet haben. María Camila Uribe, Koordinatorin des Städtenetzwerks der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB), Fernando Penedo (MSc), Projektleiter am Instituto Amazônia+21, und Guillermo Piñones Aguilera, vom Focal Point for Latin America and the Caribbean des City Climate Finance Gap Fund, brachten Beispiele für Programme zur wirtschaftlichen Entwicklung des Amazonasgebiets. Der zweite Teil der Sitzung umfasste ein Panel, in dem die Rolle der Frau hervorgehoben wurde. Sarah Habersack, Leiterin des Stadterneuerungsprogramms der Technischen Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Deutschland (GIZ), Francine Teixeira Xavier, Direktorin des Instituts „Alimentos del Mañana”, Partnerorganisation von ICLEI bei Programmen für Lebensmittelsicherheit in den Städten, Valcléia Solidade, Vorstand für Nachhaltige Entwicklung „Fundação Amazônia Sustentável“ (FAS) und Anuska Soares, Projektkoordinatorin des Regionalprogramms für Energiesicherheit und Klimawandel Lateinamerika (EKLA) - KAS, präsentierten ihre jeweiligen Institutionen. Sie tauschten sich über erfolgreiche Erfahrungen im Amazonasgebiet und Ideen für neue Projekte aus, die in Zusammenarbeit mit den Gemeinden die nachhaltige Entwicklung der Städte im Amazonasgebiet voranbringen sollen.

Neiva Azevedo, Planungssekretärin von Rio Branco, erläuterte bewährte Verfahren in ihrer Gemeinde und die Bedeutung von Indikatoren für ein Management im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Elvis Lexin La Torre Uñaccori, Bürgermeister von Machu Picchu - Peru, sprach über den Zwiespalt, der angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für seine Stadt entsteht, wenn man dessen Folgen wie die hohen Abfallmengen betrachtet. Stefany Xiomara Alcedo Aparicio – Gouverneurin von Huánuco, stellte Herausforderungen und erfolgreiche Lösungen in Bereichen wie Sanitärversorgung, Wasseraufbereitung und Abfallentsorgung vor. Leandro Dill, technischer Direktor der Entwicklungsagentur von Porto Velho, sprach über die neuen Wirtschaftszyklen, die in den Städten durch die Verbesserung der Produktionsprozesse und Investitionen in die biologische Vielfalt entstehen können, wenn man sich das regionale Potenzial zunutze macht. Der brasilianische Minister Jader Barbalho Filho schloss sich den Stimmen der Kommunalverwaltungen der Amazonasregion an und bekräftigte die Botschaft, dass nachhaltige Entwicklung aus der Perspektive der Städte gedacht, geplant und umgesetzt werden und sich an den Menschen orientieren muss. 

An den Aktivitäten nahmen weitere Gäste teil: Hildon Chaves, Bürgermeister von Porto Velho, Marcelo Thomé da S. de Almeida, Präsident des Industrieverbandes vom Bundesstaat Rondônia und Direktor des Instituts Amazônia+21, Almir Suruí, Präsident des Vereins Metareilá des Indigenen Volkes Suruí (Sete de Setembro), Elkin Velásquez, Regionalrepräsentant des Programms der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-Habitat), unsere Direktorin Julia A. Sandner, Direktorin des Regionalprogramms Energiesicherheit und Klimawandel Lateinamerika (EKLA) der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und Ana Carolina Abreu, Projektkoordinatorin für Dezentralisierung und nachhaltige Entwicklung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Brasilien.

Zum Abschluss unserer Veranstaltung unternahmen wir am letzten Tag eine Exkursion in die Baumschule des Trainingscenters Rioterra, die unter anderem mit der Wiederherstellung von Tropenwäldern, Naturschutz, Nachhaltigkeit, Forschung und Agroforstwirtschaft befasst ist. Dort konnten wir auch beobachten und lernen, wie einheimisches Saatgut im Waldgebiet Jamari geerntet wird, ein Schutzgebiet mit nachhaltiger Nutzung.

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