Forum

Diskussionsforum in Baringo zu den vorläufigen Ergebnissen der Studie über Frühwarnsysteme

Stakeholder entwickeln gemeinsamen Handlungsplan zur Umsetzung der Säule 5 der “Ending Drought Emergencies”-Initiative

Am 22. April 2016 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung in Baringo ein Diskussionsforum für 41 Stakeholder. Diskussionsgrundlage bildeten die Ergebnisse einer von der KAS in Auftrag gegebenen Studie u Fruehwarnsystemen in Baringo und West Pokot.

Details

Am 22. April 2016 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung in Baringo ein Diskussionsforum für 41 Stakeholder, darunter Vertreter von Regierungsinstitutionen auf nationaler sowie auf County-Ebene, Repräsentanten von Gemeinden und Interessensgruppen wie Bauernverbänden sowie nichtstaatliche Akteure aus dem Feld der Ernährungssicherheit und Management von Dürrekatastrophen. Die Diskussionsgrundlage bildeten die Ergebnisse einer von der KAS in Auftrag gegebenen Studie in den Counties Baringo und West Pokot, welche die Stärken sowie Schwächen von Frühwarnsystemen aus politischer und administrativer Sicht untersuchte. Ziel des Forums war es einerseits die vorläufigen Ergebnisse der Studienrecherche den Stakeholdern vorzustellen. Zum anderen diente die Veranstaltung auch als Plattform für Diskussionen und zur Erarbeitung eines gemeinsamen Handlungsplans, um die Säule 5 der „Ending Drought Emergencies“ EDE-Initiative zum Management von Dürrekatastrohen (unter anderem mithilfe effizienter Frühwarnsysteme) zu operationalisieren.

Das Forum wurde von Caroline Lentepuru eröffnet, Mitglied des Baringo County Executive Committees und verantwortlich für den Landwirtschaftssektor. Frau Lentepuru hob besonders das überlieferte Wissen hervor, auf das Baringo angewiesen sei und ermutigte die Vertreter der Interessensgruppen dazu, Erfahrungen, die dazu beitragen können, Dürrekatastrophen und Nahrungsmittelunsicherheit einzudämmen, offenzulegen und anzuwenden.

Im weiteren Verlauf des Diskussionsforums lag ein Hauptaugenmerk auf der generellen Überprüfung und Revision der sechs Säulen des EDE. Zudem stellte die Konrad-Adenauer-Stiftung erste Ergebnisse ihrer Studie zu Frühwarnsystemen vor und wies zugleich auf einige Problemfelder hin, die während der Datenerhebung zutage traten: Diese liegen unter anderem in einem mangelnden Informationsfluss sowie und unterschiedlichen Wahrnehmungen innerhalb von Gemeinschaften und Gemeinden begründet, und umfassen darüber hinaus grundlegendes Unverständnis, wie mit frühzeitigen Informationen vorbeugend umgegangen werden kann.

Die anschließenden Vorträge und Präsentationen dienten dazu, den verschiedenen Stakeholdern Möglichkeiten aufzuzeigen, Aspekte innerhalb ihrer Tätigkeitsbereiche oder innerhalb ihrer Gemeinden identifizieren zu können, die Hinweise auf Stärken und Schwächen der Frühwarnsysteme geben könnten. Die erworbenen Erkenntnisse konnten die Teilnehmer im zweiten Teil der Veranstaltung praktisch anwenden: aufgeteilt in Gruppen mit jeweils vier Personen, sollten die Stakeholder zentrale Probleme der fünften Säule herausarbeiten und diese im Hinblick auf die in ihrem Umfeld angewandten Frühwarnsysteme analysieren.

Die in der Gruppenarbeit identifizierten Herausforderungen wurden im Anschluss in die Entwicklung eines gemeinsamen Stakeholder-Plans mit einbezogen. Dieser zielt vor allem darauf ab, die Säule 5 der Initiative „Ending Drought Emergencies“ in Baringo County zu operationalisieren. Bei der Ausgestaltung des Plans wurden jedoch auch weitere Aspekte und Berührungspunkte mit anderen Säulen ber berücksichtigt, wie etwa die Themen Frieden und Sicherheit, die unter Säule 1 zusammengefasst sind.

Damit leistete die KAS einen wichtigen Beitrag, die „Ending Drought Emergencies“-Initiative insbesondere im Hinblick auf das Management von Dürrekatastrophen mithilfe von Frühwarnsystemen, einen wichtigen Schritt voranzubringen. Das KAS-Forum ermöglichte allen Beteiligten einen effektiven Austausch und bildetete die Basis zur Erarbeitung eines Strategie- und Handlungsplans für die Operationalisierung der Säule 5 der EDE. Dieser soll im Anschluss an das Forum von einer Expertengruppe optimiert und schließlich den Stakeholdern sowie der KAS vor dem offiziellem Launch des EDE in Baringo County vorgelegt werden.

Die Initiative „Ending Drought Emergencies (EDE)“

Die Initiative „Ending Drought Emergencies (EDE)“ wurde zur effektiven Bekämpfung von Nahrungsmittelunsicherheit in Kenia etabliert und zielt darauf ab, die Folgen wiederkehrender Dürrekatastrophen langfristig zu überwinden. Das Vorhaben sieht diverse Strategien vor, um Frieden und Sicherheit in der Region, Notfallversorgung, Katastrophenrisikomanagement und eine nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlage, sowie infrastrukturelle und institutionelle Entwicklung zu gewährleisten. Das Programm umfasst sechs Säulen:

1.Friede und Sicherheit

2.Klimasichere Infrastruktur

3.Humankapital

4.Nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlage

5.Management von Dürrekatastrophen

6.Institutionelle Entwicklung und Wissensmanagement

Im Fokus des o.g. Forums stand die Säule 5 – das Management von Dürrekatastrophen – die sich der Stärkung von Frühwarnsystemen und dem Teilen von Informationen widmet.

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Venue

Kabarnet, Baringo

Contact

Edwin Adoga Ottichilo

Edwin Adoga Ottichilo bild

Project Coordinator

edwin.ottichilo@kas.de +254 20 2610021/2 +254 20 2610023
Drought Information officer NDMA Baringo Office (in a blue Shirt) making his contibution on how the Early Warning Information is collected and disbursed KAS Kenya
The County Executive Committee Member in charge of Agriculture giving her remarks on behalf of the Deputy Governor KAS Kenya
Participants in a group work led by NDMA staff going through some of the initiatives that can help operationalize pillar 5 in the County of Baringo KAS Kenya
One of the moderators taking the participants through a plenary on identification of issues to inform the implementation of  EDE pillar 5 which is about Early Warning for Drought Management KAS Kenya
A participant representing the County Government of Baringo-Agriculture Department presenting findings from her group work during the plenary session KAS Kenya