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EU2017EE Estonian Presidency / flickr / CC BY 2.0

Regierungsbildung in Kroatien – Kontinuität und Reformagenda

Nach einem deutlichen Sieg bei den Parlamentswahlen Anfang Juli 2020 bewerkstelligten die HDZ und ihr Parteichef Andrej Plenkovic eine zügige Regierungsbildung.

Nach den Parlamentswahlen, bei denen die EVP-Partnerpartei HDZ 66 Parlamentssitze erhielt, kündigte Parteichef Plenkovic umfassende Reformen an. Bereits zweieinhalb Wochen nach den Wahlen bekam Kroatien eine neue Regierung. Von den 151 Parlamentariern der zehnten Legislaturperiode des kroatischen Parlaments stimmten 76 Mandatsträger für Ministerpräsident Andrej Plenkovic. 59 Abgeordnete stimmten gegen ihn. Zum wichtigsten Koalitionspartner der HDZ wurden die acht Abgeordneten der Minderheiten. Die Reformziele der Regierung Plenkovic sind ambitioniert, vor allem deshalb, weil das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie noch immer ungewiss ist.

reuters/Marko Djurica

Parlamentswahlen in Kroatien – Klarer Sieg der Christdemokraten

Die HDZ und ihr amtierender Ministerpräsident Andrej Plenkovic sind mit 66 Mandaten als überraschend deutliche Sieger aus den Wahlen hervorgegangen.

Am 05. Juli 2020 waren 3,8 Millionen Wahlberechtige in der Republik Kroatien aufgerufen, zum zehnten Mal ihre Volksvertreter zu bestimmen. Den Umfragen nach war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden HDZ und der oppositionellen linksliberalen Wahlkoalition RESTART zu erwarten. Aber die EVP-Mitgliedspartei HDZ schlug die von der sozialdemokratischen SDP angeführte Koalition eindeutig mit einem Vorsprung von 25 Mandaten. Die erst Anfang 2020 gegründete nationalkonservative Heimatbewegung des Volkssängers, ehemaligen HDZ-Abgeordneten und Präsidentschaftskandidaten Miroslav Skoro wurde mit 16 Sitzen zur drittstärksten Kraft im Parlament. Die HDZ verfügt über keine absolute Mehrheit. Um eine Regierung bilden zu können, wird sie Koalitionspartner auffinden müssen.

Early Elections in Croatia with Uncertain Outcome

Following the Country’s (Initial) Triumph over the Corona Crisis, Croatia Is Set to Have Parliamentary Elections on 5 July

Although the spread of COVID-19 has been stopped in its tracks, the risk of a second wave in autumn remains. The election of a new parliament in Croatia should have taken place only in September 2020. But parliament was dissolved in May 2020, and the date for new elections was scheduled for 5 July. The reason cited by the government is a desire to avoid the virus potentially jeopardising the holding of elections. The opposition, on the other hand, suspects the main reason behind this to be the government's favourable poll ratings during the fight against the pandemic. Croatia is therefore entering into a heated, yet short, electoral campaign. In the meantime, polls indicate that the election outcome is by no means clear-cut.

Balkans: Geopolitics in Times of Corona

Foreign Aid and Public Relations Work and Their Perception in South East Europe

The coronavirus pandemic is a stress test for global value chains, national health systems and the resilience of societies – with no clear outcome. Against the backdrop of the crisis, we are also witnessing a geopolitical, systemic competition to win the hearts and minds of states and societies and to dominate global narratives. True to the motto that every crisis harbours an opportunity, the People´s Republic of China and the Russian Federation in particular are striving to gain sympathies in selected countries through rapid aid and its propagandistic staging, so as to highlight the superiority of their own systems and thus to expand their soft power. It would be naive to assume that their actions are guided solely by humanitarian considerations and international solidarity. What´s more, they are applying illegitimate methods such as fake news and disinformation campaigns as well.

Raul Mee (EU2017EE)/flickr.com

Plenković bleibt Vorsitzender der kroatischen Regierungspartei HDZ

Kurs der politischen Mitte setzt sich im parteiinternen Wettbewerb klar durch

In der in Kroatien regierenden EVP-Mitgliedspartei HDZ fanden am 15. März 2020 parteiinternen Wahlen für die gesamte Führungsriege statt. Der Wettstreit zwischen den Lagern „Entschlossen für Kroatien“ (geführt vom amtierenden Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Andrej Plenković) und der „Option für Änderung“ (unter der Führung des ehemaligen Außenministers und Botschafters in Deutschland, Dr. Miro Kovač) wurde dabei nicht wie sonst üblich durch die Delegierten der Partei entschieden, sondern durch eine Urwahl nach dem Prinzip „ein Mitglied, eine Stimme“. Zwar stand insbesondere die Frage nach dem Vorsitzenden der Partei im Fokus, es wurden aber auch die Positionen des ersten Stellvertreters und der vier Vizevorsitzenden zur Wahl gestellt. Das Lager von Andrej Plenković und der von ihm vertretene Kurse der Mitte konnten sich überraschend deutlich durchsetzen.

Reuters

Auch ohne Neuwahlen: Mitte-Rechts-Regierung in Slowenien gebildet

Ehemaliger Oppositionsführer Janez Janša wird überraschend zum dritten Mal Ministerpräsident Sloweniens

Nachdem der damalige Ministerpräsident Dr. Miro Cerar im März 2018 zurückgetreten war, wiederholte sich das Szenario am 27. Januar 2020, als Ministerpräsident Marjan Šarec seinen Rücktritt verkündete und den Weg für die Bildung einer neuen Koalitionsregierung unter der Führung des bisherigen Oppositionsführers und ehemaligen Ministerpräsidenten Janez Janša von der konservativen SDS, freimachte.

Sozialdemokrat Zoran Milanović neuer Präsident Kroatiens

Bericht zum Wahlergebnis

Ein Wahlkampf um das Präsidentenamt mit überraschendem Ausgang im Vorfeld parteiinterner Wahlen in der HDZ und nationaler Parlamentswahlen

EU2017EE Estonian Presidency / flickr / CC BY 2.0

„Ein starkes Europa in einer Welt voller Herausforderungen“

Die kroatische EU-Ratspräsidentschaft

Vom 01. Januar bis zum 30. Juni 2020 wird Kroatien im Rat der Europäischen Union den Vorsitz innehaben. Während eines sechsmonatlichen Zeitraums wird das jüngste Mitgliedsland die Arbeit des Rates leiten. Der kroatische Vorsitz findet im Moment großer Wandel für die Europäische Union statt. Sie geschieht auch zu einem Zeitpunkt großer Herausforderungen, die der Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union mit sich bringt.

Birger Hoppe / flickr / CC BY-NC-ND 2.0

Public Service Media Under Crossfire by Protest Movements

Protesters in South East Europe criticise their governments and demand more independence of the public broadcasters

There is seething unrest in South East Europe and immediately it is called ”Balkan Spring.” Many people are protesting in the capitals of Serbia, Montenegro, Albania and Croatia out of dissatisfaction with their governments. This frustration is targeted towards the media in these countries as well – especially the public service media which are frequently considered a mouthpiece of the government. The protesters therefore call for resignation of the general directors of the broadcasters.

The influence of external actors in the Western Balkans

A map of geopolitical players

The aim of this report is to look closely at the activities of external actors in the Western Balkans and to describe their function and role, intentions and interests, and the resources at their disposal. It also considers local and regional perceptions and sensitivities and evaluates the involvement of these external actors from a European and German perspective. This report forms part of our wide range of activities and projects that aim the integration of the Western Balkan states into the European Union and promote dialogue on foreign and security policy issues in Germany.