Event Reports

14.10.2014 Vertreter der Streitkräfte aus Myanmar zu Besuch in Deutschland

In der vergangenen Woche hielt sich auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Delegation aus Myanmar im Rahmen eines Besucherprogramms in Deutschland auf.

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Die Delegation mit dem Leiter des Auslandsbüros in Myanmar, Dr. Lawo (hintere Reihe, 3. v. l.) traf in Berlin den stellv. Leiter der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit, Herrn Priess (vordere Reihe, 3. v. r.) und Frau Käss (hintere Reihe, 2. v. r.), Referentin Südostasien im Team Asien und Pazifik zum Gespräch in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung

Zum Hintergrund: Nach den Wahlen im November 2010 und dem Amtsantritt von Präsident (und Ex-General) Thein Sein (April 2011), sowie der Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und der Zulassung weiterer politischer Parteien findet ein rasanter Wandel im politischen und öffentlichen Leben von Myanmar statt, der besondere Herausforderungen an die ehemaligen Militärmachthaber, die neue Führungselite und die sich zunehmend freier organisierende Zivilgesellschaft richtet. Die Konrad-Adenauer-Stiftung konnte nach ersten Aktivitäten seit 2006 ab 2009 im Land systematisch Kontakte zu kleineren gesellschaftspolitisch aktiven Nichtregierungsorganisationen herstellen und mit diesen von Singapur aus koordiniert verschiedene Informations- und Bildungsmaßnahmen durchführen.

Mit dem Aufbau eines neuen Auslandsbüros und der Entsendung eines ersten Auslandsmitarbeiters im Januar d. J. wurde die Präsenz vor Ort gestärkt, das Kontaktnetz erweitert und die Zusammenarbeit mit den einheimischen Partnern auf eine neue Basis gestellt. Als Teil unseres diesbezüglichen Engagements ist das Studien- und Dialogprogramm zu sehen, das für neun Vertreter der Streitkräfte von Myanmar in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt wurde. Ziel dieser Maßnahme war es, die Teilnehmer in die Geschichte und Stellung der Bundeswehr in der demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik einzuführen und sie mit der Ausbildung von Soldaten und Offizieren anhand des Konzepts der „Inneren Führung“ vertraut zu machen. Angesichts der derzeit noch dominanten Stellung des Militärs innerhalb der politischen Führung des Landes soll das Programm damit langfristig dazu beitragen, eine Eingliederung des Militärs in die demokratische Entwicklung des Landes zu fördern und eine friedliche Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft zu sichern.