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"Auch wenn Aufenthaltsort der entführten Mädchen bekannt ist, bleibt die Lage schwierig"

Nigeria-Expertin im N24-Interview

Mehr als 200 Schulmädchen sind in Nigeria von einer fanatischen Sekte entführt worden. Über den Aufenthaltsort gibt es bislang nur Mutmaßungen. US-Präsident Barack Obama hat Hilfe angeboten und will Experten für die Suche schicken. Die Boko Haram-Sekte droht damit, die Kinder zwangszuverheiraten oder als Sklavinnen zu verkaufen. Unterdessen wurden weitere Mädchen entführt. Über die derzeitige Lage sprach Hildegard Behrendt-Kigozi, Leiterin des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Nigeria, im N24-Interview.

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Was unternimmt die nigerianische Regierung unter Präsident Johnson, um die entführten Mädchen zu befreien?

Wir wissen nicht genau, was hinter den Kulissen passiert. Auf jeden Fall wird aber nach den Mädchen gesucht und man versucht, Kontakt aufzunehmen. Das ist jedoch relativ schwierig und selbst wenn der Aufenthaltsort ausgemacht ist – derzeit wird ein bestimmtes Waldgebiet näher untersucht -, wird es schwierig, die Mädchen zu befreien, ohne dass es dabei zu Verlusten kommt.

Wer verbirgt sich hinter Boko Haram und welche Ziele hat diese Sekte?

2005 hat sie als religiös-extremistische Gruppe begonnen. Mittlerweile muss man sagen, dass es nicht mehr ganz so klar ist, wer sich hinter Boko Haram eigentlich verbirgt. Die Anführer haben gewechselt und die Aktionen richten sich mittlerweile größtenteils gegen Moslems, die bei Anschlägen die meisten Opfer zu beklagen haben. Vieles ist nicht mehr kalkulierbar und viele fragen sich, ob es Terror um des Terrors willen ist.

Mit freundlicher Unterstützung von N24

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