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„Belgrad und Pristina: Was bedeutet die Normalisierung der Beziehungen in der Praxis?“

„UNTER UNS“

Im Rahmen des Stipendiatenprogramms organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung am 28. März 2013 im Rahmen der traditionellen „Unter uns“-Veranstaltung noch ein Treffen für ihre Stipendiaten.

Details

Die Gäste waren Frau Engjellushe Morina, Vorsitzende des Kosovo Rates für Auslandsbeziehungen, Herr Ilir Deda, Leiter des Kosovo Instituts für Politikforschung und -Entwicklung und Herr Henri Bohnet, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Belgrad. Das Thema des Treffens war „Belgrad und Pristina: Was bedeutet die Normalisierung der Beziehungen in Praxis?“

Zahlreiche Runden des Dialogs in Brüssel, die Suche nach der richtigen Lösung sowie der Versuch der Normalisierung der Beziehungen zwischen Belgrad und Pristina stellten den Anlaß für die Konrad-Adenauer-Stiftung dar um ein Gespräch mit den Stipendiaten zum erwähnten Thema zu organisieren.

In ihrer Einleitung versuchte Frau Engjellushe Morina zu definieren, was die Normalisierung der Beziehungen eigentlich bedeutet und was sie mit sich bringt.

Sie verwies darauf, daß der Prozeß der Normalisierung der Beziehungen zwischen den Serben und Albanern noch nicht wirklich angefangen hat, weil alle bisherigen Verhandlungen untransparent, im geschlossenen Kreis der Politiker und europäischen Offiziellen unter der Leitung der Europäischen Union geführt wurden.

Die Frage der Gemeinschaft serbischer Gemeinden im Norden Kosovos, ihre Kompetenzen, Gewalten, ihre Bedeutung für Serben und Kosovaren, die Bewegungsfreiheit der Bürger, Telekommunikationen, Benutzung des Grund und Bodens, Schutz des Kulturerbes – das waren ebenso Themen, die am Treffen diskutiert wurden.

Weitere bedeutende Themen waren die Europaintegration der Republik Serbien, der Weg Kosovos in die Europäischen Union und das Bestreben Kosovos Mitglied in den Vereinten Nationen zu werden.

Herr Ilir Deda, Direktor des Kosovo Instituts für die Politikforschung und –Entwicklung folgerte nach dem offenen Gespräch mit den Teilnehmern, daß das Abkommen zwischen Belgrad und Pristina klar und unzweideutig sein soll und daß die Europäische Union die Verantwortung für die Umsetzung des Abkommens übernehmen soll.

Das Interesse und zahlreiche Fragen der Teilnehmer führten zum offenen Gespräch mit den Gästen und zum Versuch die Bedeutung der Normalisierung der Beziehungen für beide Seiten zu verstehen.

Abschließend wurde gefolgert, daß es für Belgrad und Pristina keine andere Option gibt als daß man zu einer Vereinbarung kommt. Dafür braucht man Zeit. Es ist wichtig die richtige Lösung zu finden, die in der Praxis umsetzbar sein wird. Es soll eine klare Rolle der Staatsinstitutionen auf beiden Seiten bestehen und die Europäische Union soll der Garant der Umsetzung sein.

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Belgrad

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