Workshop

„Verwendung der Evaluationsergebnisse im Curriculaprozess“

Workshop mit dem Bildungsministerium

Vom 25. bis 29. Juni fand im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit der Konrad Adenauer Stiftung mit dem Bildungsministerium des Kosovos und mit Unterstützung der GTZ in Kosovo ein weiterer Workshop statt.

Details

24 Ministeriumsmitarbeiter der Evaluations- und Curricula-Abteilung trafen sich in Istog, um mit den Referenten, Frau Dr. Stenke und Herrn Prof. Dr. Portune, Staatssekretär a.D., beide Bildungsexperten aus Deutschland, über „die Verwendung der Evaluationsergebnisse im Curriculaprozess“ zu diskutieren.

Herr Prof. Dr. Portune und Frau Dr.Stenke erläuterten am Beispiel des Freistaates Sachsen, wie die Evaluationsergebnisse im Curriculaprozess Verwendung finden.

Schwerpunkte des Workshops waren im Einzelnen:

1. Entwicklung von Standards – eine gemeinsame Aufgabe von Ministerium und Schule. Hier erklärte der Leiter der Abteilung für Standards und Evaluation, Herr Mustafa Kadria, wie die Standards im Kosovo in Zusammenarbeit der Schulen mit dem Ministerium festgelegt und wie sie verwendet wurden. Die allgemeine Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Schulen funktionierte problemlos und somit wurde eine gute Arbeit erreicht. Dementsprechend fanden dann auch die Prüfungstests und der Nationaltest mit guten Ergebnissen, statt. Herr Prof. Dr. Portune gab einige Hinweise, wie die Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Schule aufrechtzuerhalten ist und wie das Ministerium versuchen sollte, die Lehrer zu stimulieren, damit sie in voller Verantwortung die Zusammenarbeit mit dem Ministerium im Hinblick auf die Implementierung der Standards wahrnehmen.

2. Der Einfluss der Evaluationsergebnisse auf den Prozess der Entwicklung von Curricula und auf die Methoden des Lehrens und Lernens. Die Evaluationsergebnisse sind eine gute Grundlage, auf der Curricula und die Methoden des Lehrens aufgebaut werden können, erklärte Frau Dr.Stenke. Denn diese Ergebnisse geben Informationen über die Schwachstellen der bisherigen Curricula, sodass sie gezielt verbessert werden können.

3. Überforderung der Schüler durch zu anspruchsvolle Curricula. Es bestand die Frage, ob Schritte unternommen werden sollen, wenn zu viele Schüler die Tests nicht bestehen und sie die Standards nicht erreichen, weil sie zu hoch sind. In dem Fall ist das Ministerium gefordert, eingreifen, um die Fehler zu beheben. Diese liegen aber sel-ten an den festgelegten Standards. Denn sie wurden nicht willkürlich festgelegt, sondern in einem Prozess entwickelt. Sie richten sich an den Notwendigkeiten und Möglichkeiten aus. Deshalb muss das Ministerium vor allem prüfen, ob die Lehrer in Übereinstimmung mit den Curricula unterrichtet haben und der Schulunterricht die Umsetzung der Curricula möglich macht.

4. Bildungsberichtererstattung: wie wird die Öffentlichkeit über die Entwicklungen im Bildungssystem informiert – welche Diskussionsprozesse sind erforderlich. Am Ende wurde von den Referenten die Bedeutung eines Bildungsberichtes erklärt und erläutert, welche Inhalte dieser haben sollte. Er ist eine kontinuierliche, da-tengestützte Information der Öffentlichkeit über Rahmenbedingungen, Verlaufsmerkmale, Ergebnisse und Erträge von Bildungsprozessen. Hier verknüpfen sich die vorhandenen Informationsquellen aus Bildungsstatistik, Bildungsverwaltung und Bildungsforschung, um eine Qualitätssteigerung zu erzielen. Der Bildungsbericht dient dabei nicht nur der Information, sondern hilft den politischen Entscheidungsträgern, ihre Bildungs-strategien besser zu steuern.

Das Beispiel Deutschland und hier speziell das Beispiel des Freistaates Sachsen ist eine große Hilfe für die Mitarbeiter des Bildungsministeriums im Kosovo, die für die Organisation der Bildungs- und Nationaltest verantwortlich sind. Sie konnten Erfahrungen sammeln, um die Ergebnisse aus den Tests dafür zu verwenden, um die Bildungscurricula zu verbessern.

Herr Prof. Dr. Portune und Frau Dr.Stenke ermunterten die Teilnehmer, sich frei zu fühlen, auch in Zukunft sich an sie zu wenden, wenn sie Fragen oder Beratungsbedarf haben.

Im Ergebnis der vielen Seminare in der Vergangenheit, einschließlich des Informationsprogramms in Dresden (Sachsen, Deutschland), konnten die Mitarbeiter des Bildungsministeriums sich erheblich fortbilden, was der Arbeit sichtbar zugute kommt. Mit dem letzten Workshop im November wird die Zusammenarbeit der KAS mit dem Bildungsministerium ihren Abschluss finden, da die KAS ihr Projektziel erreicht hat.

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Venue

Kosovo

Contact

Kameri Bukurije