Deutscher Lokaljournalistenpreis

Demokratie beginnt im Kleinen

Konrad Adenauer beim Zeitunglesen KAS
Der Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung wird bereit seit 1980 verliehen.

Der „Oscar“ für Lokaljournalistinnen und -journalisten

Lokaljournalistinnen und -journalisten moderieren das Gespräch vor Ort, sie dienen der Gesellschaft und der Demokratie. Ihre Leistungen und die Bedeutung ihrer Arbeit will der Lokaljournalistenpreis fördern. Der Bezug zum Namensgeber der Stiftung erinnert daran, dass Konrad Adenauer stets der Kommunalpolitik eng verbunden war.

»In einer von Informationen überfluteten Welt orientiert der Lokalredakteur den Bürger auf seine eigentliche, sein Leben bestimmende Umwelt, macht sich darin zum Anwalt des Bürgers. Er bringt Nähe und bürgerliches Verant­wortungs­bewusstsein in die Städte und Gemeinden. Er trägt wesentlich dazu bei, die demokratische Kultur in unserem Land zu pflegen und weiter zu entwickeln.« Aus dem Gründungsdokument des Deutschen Lokal­journalisten­preises


 

Ausschreibung

Die Konrad-Adenauer-Stiftung zeichnet Journalistinnen, Journalisten und Redaktionen aus, die Vorbildliches für den deutschen Lokaljournalismus geleistet haben. Dazu gehören:

  • Einzelbeiträge zu beliebigen lokalen Themen
  • kontinuierliche Berichterstattung zu ausgewählten lokalen Themen
  • bürgernahe Redaktionskonzeptionen zu beliebigen Themen
  • engagierter Leserservice und leserfreundliche Aufmachung
  • beispielhafte Initiativen und Aktionen
  • Konzepte und Serien
  • Komposition von Text und Bild
  • multi- und crossmediale Konzepte von lokalen Themen

Wichtige Fragen zur Ausschreibung

Wer kann sich bewerben?

Festangestellte und freie Journalistinnen und Journalisten sowie Volontäre können ihre Arbeiten selbst einreichen, ebenso Autorenteams. Vorschlagsberechtigt sind auch Ressortleiter, Chefredakteure, Verleger und Leser.

 

Wo und wann muss der Beitrag erschienen sein?

Die Arbeiten müssen in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Wettbewerbsjahrgangs in einer in Deutschland erscheinenden Zeitung bzw. deren Onlineauftritt veröffentlicht worden sein. Jahresübergreifende Serien sind ebenfalls teilnahmeberechtigt.

 

Kann ich mehrere Beiträge einreichen?

Autorinnen und Autoren können sich mit einem oder mehreren Beiträgen bewerben.

 

Kann ich bei Serien einzelne Teile auswählen?

Das ist grundsätzlich möglich. Allerdings ist es besser, die komplette Serie einzureichen, weil die Jury damit einen besseren Gesamteindruck bekommt.

 

Welche Unterlagen werden benötigt?

Die Arbeiten sollen als pdf-Datei, Original oder gute Kopie eingesandt werden. Hilfreich ist zusätzlich eine Beschreibung der Idee hinter der Story, des Konzepts, der Hintergründe, Umsetzung, Reaktionen etc. Besonders bei Serien und Redaktionskonzeptionen ist dies unerlässlich. Es erleichtert der Jury die Bewertung.

 

Wie reiche ich Online-Geschichten oder Konzepte ein? Welche Formate werden benötigt?

Bei multi- und crossmedialen Beiträgen URL und ggf. Zugangsdaten angeben.

 

Welche Angaben sind erforderlich?

Der Preis spricht nicht nur gut ausgerüstete Großstadtredaktionen an, auch Lokalredaktionen mit knapper Besetzung bekommen ihre faire Chance. Bei der Preisvergabe berücksichtigt die Jury diese Unterschiede in der redaktionellen Ausstattung. Deshalb ist folgendes erforderlich: Name des Einsenders, Funktion, Kontaktangaben, Name des Mediums, Auflagenhöhe/Reichweite, Verbreitungsgebiet, Anzahl der Lokalausgaben usw. Ganz wichtig und hilfreich für die Einschätzung: Wie ist die Geschichte/Serie/Aktion entstanden, wie ist sie konzipiert und umgesetzt worden, wer war alles beteiligt, wie war die Publikumsresonanz, gab es Schwierigkeiten, die überwunden wurden usw. All diese Angaben knapp, präzise und übersichtlich.

 

Wann ist Einsendeschluss?

Einsendeschluss ist der 31. Januar.

 

Wohin soll ich meine Bewerbung schicken?

Bitte nutzen Sie unser Online-Bewerbungsverfahren unter www.deutscher-lokaljournalistenpreis.de.

Wann fällt die Entscheidung über die Preisträger?

Die Jury wählt aus den eingegangenen Arbeiten bis zum Frühsommer die Preisträger aus.

 

Wie hoch ist das Preisgeld?

Der 1. Preis ist mit 6.000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 3.000 Euro, der 3. Preis mit 1.500 Euro, der Sonderpreis für Volontärsprojekte mit 2.000 Euro. Werden mehrere Bewerber in einer Kategorie ausgezeichnet, werden die Preisgelder auf die Gewinner verteilt.

 

Was ist der Sonderpreis für Volontärprojekte?

Er wird seit 2013 vergeben. Der Sonderpreis richtet sich an junge Journalistinnen und Journalisten, vorrangig mit Volontärstatus. Sie können sich bewerben mit ihren Ideen, Texten und Projekten, vor allem solche mit einem interaktiven Ansatz, mit Veranstaltungen, Online-Foren und Leserkontakten aller Art.


 

Unsere Kriterien

Die Kriterien sind anspruchsvoll. In die Auswahl kommen nur Zeitungen, die bürgernahe Konzepte umsetzen, schwierige Themen aufgreifen, sich zum Anwalt der Leser machen oder engagierten Service bieten. Vorbildliche Einzelbeiträge sind ebenso preiswürdig wie Serien und Redaktionskonzepte sowie leserfreundliche Aufmachung.


 

Unsere Jury

Die Auszeichnung, die seit 1980 vergeben wird, hat sich längst als wichtigster Medienpreis Deutschlands etabliert. Dies liegt vor allem an der unabhängigen Jury, die seit Anbeginn journalistische Qualität und keine Gesinnung auszeichnet. Die Meinungsbildung der Jury erfolgt frei, unabhängig und allein auf der Grundlage ihrer fachlichen Kompetenz.

Mitglieder der Jury im Überblick

Jana Klameth

Jana Klameth ist seit 2011 stellvertretende Chefredakteurin der Freien Presse in Chemnitz. Sie ist dort in erster Linie für Inhalte und Organisation der 19 Lokalredaktionen sowie die Ausbildung der Volontärinnen und Volontäre verantwortlich. Nach dem Studium der Journalistik in Leipzig begann sie 1987 ihre berufliche Laufbahn bei der Sächsischen Zeitung, wo sie ab 1998 in der Chefredaktion Lokales und Gesamtausgabe miteinander verband. Seit 2021 ist sie Sprecherin der Jury.

 

Inken Boyens

Inken Boyens ist Verlegerin und Geschäftsführerin der Boyens Medien GmbH & Co. KG in Heide. Das Medienhaus gibt unter anderem die Dithmarscher Landeszeitung sowie deren Mantelausgaben Brunsbütteler Zeitung, Marner Zeitung und Dithmarscher Kurier heraus. Außerdem ist sie stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Deutscher Lokalzeitungen. Seit 2018 ist sie Mitglied der Jury.

 

Dr. Jost Lübben

Dr. Jost Lübben ist seit 2015 Chefredakteur der Westfalenpost und der Westfälischen Rundschau. Zuvor war er Chefredakteur der Nordsee-Zeitung, bei der er auch volontiert hatte, sowie der Zevener Zeitung und der Kreiszeitung Wesermarsch. Er arbeitet unter anderem mit beim Journalistenprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung und ist Speaker bei der Wiener Medienstiftung fjum. Seit 2018 ist er Mitglied der Jury.

 

Jasmin Off

Jasmin Off ist seit 2018 stellvertretende Chefredakteurin der zur Madsack Mediengruppe gehörenden Lübecker Nachrichten. Nach dem Studium in München und Washington, D.C. volontierte die ehemalige Stipendiatin der Journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung bei Süddeutsche.de. Von 2016 bis 2018 leitete sie die Online-Redaktion der Schwäbischen Zeitung. Seit 2021 ist sie Mitglied der Jury.

 

Uwe Conradt

Uwe Conradt ist seit 2019 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken. Zuvor war er Direktor der Landesmedienanstalt Saarland. Von 2009 bis 2019 war er Mitglied im Stadtrat von Saarbrücken und von 2012 bis 2016 Mitglied des Saarländischen Landtags sowie medien- und jugendpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Seit 2021 ist der Altstipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung Mitglied der Jury.

 

Dr. Jochen Blind

Dr. Jochen Blind ist seit 2019 Pressesprecher der Konrad-Adenauer-Stiftung und leitet das Medienzentrum. Der ausgebildete Journalist und Altstipendiat war von 2010 bis 2018 in der Pressestelle der CDU Deutschlands beschäftigt, die letzten vier Jahre als Sprecher der Partei. Danach arbeitete er im Leitungsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung. Seit 2020 ist er Mitglied der Jury.

 

© Fotos: privat


 

Unsere Preisträger

Der Deutsche Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung wird seit 1980 verliehen. In den nunmehr 40 Jahren seines Bestehens sind etwa 200 Lokalredaktionen bzw. Lokalredakteurinnen und -redakteure mit ihm ausgezeichnet worden.

2020

Die Jury des von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebenen Deutschen Lokaljournalistenpreises unter dem Vorsitz von Jana Klameth, stellvertretende Chefredakteurin der Freien Presse in Chemnitz, hat unter den insgesamt 354 Einsendungen des Preisjahrgangs 2020 ihre Entscheidung getroffen (Lokaljournalistenpreis 2020 - ausführliche Jurybegründung folgt).

 

Die Preisträger

1. Preis: Südkurier für die Coronaberichterstattung mit dem Schwerpunkt der Grenzschließung zur Schweiz

Anfang 2020 hätte das niemand für möglich gehalten - doch am Montag, dem 16. März 2020 wurden in Deutschland die Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark geschlossen. Für die Redakteurinnen und Redakteure des Südkurier war klar: Das ist für die 900.000 Menschen in den Landkreisen in der Grenzregion zur Schweiz ein einschneidendes, mitunter traumatisierendes Ereignis. Und so haben sie es sich vom ersten Tag der Grenzschließung zur Aufgabe gemacht, für das Miteinander an der Grenze zu kämpfen. Man sieht an der Aufarbeitung des Südkuriers, wie nicht nur das selbstverständliche Zusammenleben der Menschen in Grenzregionen massiven Schaden genommen hat. In Wort, Bild und Grafik, gedruckt in der Zeitung und online in einem großen Dossier widmete sich die Redaktion allumfassend diesem Thema. Die Grenzschließungen waren selbstverständlich auch in vielen anderen Redaktionen in Corona-Zeiten ein Thema, doch mit der Vielfalt der Aspekte, der Tiefe der Recherche, der gelungenen optischen Umsetzung und der crossmedialen Aufbereitung hat der Südkurier Außergewöhnliches geleistet und Maßstäbe im Lokaljournalismus gesetzt. Die Redaktion verstand sich als Verbündeter der Leserinnen und Leser, nahm sich der alltäglichen Sorgen und Nöte an, beantwortete drängende Fragen, lieferte Service, ging der Frage nach, ob diese Grenzschließungen überhaupt rechtens sind und sie reflektierte auch die nicht immer störungsfreien Beziehungen zwischen den Einwohnern beiderseits der Grenze. Fazit der Jury: Das ist Lokaljournalismus vom Feinsten.

 

2. Preis: Hamburger Morgenpost für die Serie „Jüdisches Leben in Hamburg“

In Hamburg soll die in der Reichspogromnacht 1938 zerstörte Bornplatzsynagoge wieder aufgebaut werden. Das Vorhaben wird heiß diskutiert und ist umstritten. Für die Hamburger Morgenpost war das der Anlass für die Serie „Jüdisches Leben in Hamburg“, in dem vor allem Menschen im Mittelpunkt stehen. Die Jury sagt: Die Redaktion hat Mut bewiesen, sich in diesem Umfang und mit dieser Intensität dem Thema zu widmen. Und das auf eine Art und Weise, die Spaß macht, die Geschichten zu lesen. Die Beiträge sind optisch hervorragend umgesetzt, die Texte zeichnen sich durch eine wohltuende Sachlichkeit und zugleich einen hohen Unterhaltungswert aus. Hervorzuheben ist, dass die Serie von einer Volontärin – Nicola Daumann – gemeinsam mit der Redakteurin Nina Gessner entstanden sind. Beide haben ein relevantes Thema frühzeitig erkannt und hervorragend umgesetzt. Sie haben agiert statt zu reagieren. Auch wenn die Jury eine digitale Umsetzung des Themas vermisste, hält sie diese Serie für absolut preiswürdig.

 

3. Preis: Hanauer Anzeiger für die erste Ausgabe nach dem Terror-Anschlag (21. Februar 2020), bei dem elf Menschen getötet worden waren

Am 20. Februar 2020 war in Hanau nichts mehr wie vorher. Der 43-jährige Sportschütze Tobias R. hatte in der Nacht zuvor neun Menschen mit ausländischen Wurzeln, seine Mutter und sich selbst erschossen. In der Stadt gab es kein anderes Thema mehr – und die ortsansässige Zeitung, der Hanauer Anzeiger, reagierte entsprechend: Alle redaktionellen Kräfte – Online, Print, Layout und freie Fotografen – erarbeiteten ein Konzept und stemmten eine Ausgabe, die die Jury mit dem dritten Preis auszeichnet. Dem kleinen Team ist es von der ersten bis zur letzten Seite der Ausgabe eins nach dem Terroranschlag gelungen, ein allumfassendes Bild der Ereignisse zu zeichnen. Dabei ist es dank einer sehr guten Bildarbeit und sensibler Berichterstattung gelungen, die Opfer des Attentats und das Leid der Angehörigen in den Mittelpunkt der Berichterstattung zu stellen. Die Redaktion hat den Opfern ein Gesicht und Würde gegeben.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Rheinische Post für das Projekt „Die RheinStories“

Wo und wann informieren sich heutzutage junge Leute? Maren Könemann (28) und Marie Ludwig (29) – beide Volontärinnen bei der Rheinischen Post – haben da offensichtlich klare Vorstellungen. Instagram wird genutzt, vielleicht auch ein Podcast gehört – wenn denn die Themen wirklich auf Interesse stoßen. Die beiden Journalistenschülerinnen haben von diesen Überlegungen ausgehend das Konzept der „RheinStories“ entwickelt, mit denen sie junge Menschen zwischen 24 und 45 erreichen wollten. Dabei setzten sie auf die Themen Nachhaltigkeit, Heimatliebe und Freiheit. Acht Wochen lang sind die beiden mit einem elektrisch angetriebenen T1-Bulli durchs Rheinland getourt und haben täglich Stories produziert – locker, unterhaltsam, spannend, lehrreich. Erschienen sind die Geschichten letztlich auf allen möglichen Kanälen – neben Instagram und Podcast auch auf RP-Online und in Print. Das Urteil der Jury lautet: Das Projekt ist glänzend gemacht, gut durchdacht und super strukturiert. Ein gelungenes Beispiel für guten Lokaljournalismus der Zukunft.

2019

Die Jury des von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebenen Deutschen Lokaljournalistenpreises unter dem Vorsitz von Heike Groll, leitende Redakteurin in der Chefredaktion der Volksstimme, hat unter den insgesamt 362 Einsendungen des Preisjahrgangs 2019 ihre Entscheidung getroffen (Lokaljournalistenpreis 2019 - ausführliche Jurybegründung).

 

Die Preisträger

1. Preis: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag sh:z für das multimediale Langzeitprojekt „Man kann nicht jedes Kind retten - Wie eine Grundschule gegen Gewalt unter den Kleinsten kämpft“

Der Ausgangspunkt waren immer zahlreicher werdende Berichte über Gewaltvorfälle an Grundschulen. Aber wie stellt sich Gewalt konkret dar, und wie begegnet man ihr? sh:z- Reporterin Dana Ruhnke begleitete ein halbes Jahr lang einmal wöchentlich die dritte Klasse einer Grundschule, die als Brennpunktschule gilt. Ihre multimediale Serie beleuchtet einen Mikrokosmos, in dem Kinder mehrerer Nationen, mit unterschiedlicher sprachlicher, emotionaler und sozialer Kompetenz zusammenkommen und in dem vor Lesen, Schreiben und Rechnen erst einmal Grundlagen für das Zusammenleben erlernt werden müssen. Ohne die gebotene journalistische Distanz zu verlieren, zeigt die Autorin mit großem Einfühlungsvermögen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beispielhaft die Herausforderungen und Chancen, Erfolge und Rückschläge, denen Schüler, Lehrer und Eltern tagtäglich gegenüberstehen. Das Projekt setzt sich auf Basis einer außergewöhnlich fundierten Recherche und unter klugem Einsatz multimedialer Darstellungsformen mit einem hochrelevanten gesellschaftlichen Thema auseinander – herausragender Lokaljournalismus.

 

2. Preis: Zeitungsverlag Waiblingen für die Serie „Der Amoklauf in Winnenden - Zehn Jahre danach“

Mit ihrer Berichterstattung über den Amoklauf in Winnenden am 11. März 2009 hatte die Lokalzeitung bereits damals Maßstäbe gesetzt und bis heute nachwirkende Debatten in der Gesellschaft, Politik und Medien befördert. Zum zehnten Jahrestag greift sie das Thema noch einmal in einer 15-teiligen Serie auf, und erneut wählt die Redaktion einen Weg, der die lokale Berichterstattung fundamental von der überregionalen und internationalen Darstellung unterscheidet. Ihre Maxime: die Opfer und die ihnen nahestehenden Menschen nicht ein zweites Mal zu Opfern zu machen. Nüchtern und sachlich erzählen die Journalisten, was geschehen ist, wie es den Menschen heute geht und – vor allem – welche Lehren aus dem Amoklauf gezogen wurden und wo nach wie vor Defizite bestehen. Ein Lehrbeispiel für verantwortungsvollen, professionellen Lokaljournalismus.

 

3. Preis: Badische Neueste Nachrichten für die investigative Recherche "Das Gift in uns – der PFC-Skandal in Mittelbaden"

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist Mittelbaden zur Kulisse eines der größten Umweltskandale in der Geschichte der Bundesrepublik geworden, mit fast 1000 Hektar belasteten Ackerflächen und Gift im Grundwasser. Die Redakteure Julia Weller und Markus Pöhlking und die freie Journalistin Patricia Klatt stellen in ihrem Print- und Online-Dossier umfassend dar, welche Auswirkungen das Gift für die Region hat und warum die Schuldfrage schwer zu klären ist. Zudem machen sie deutlich, warum die Tragweite des Falles weit über Mittelbaden hinausgeht. Den Journalisten gelingt es, ihre akribische und detailreiche Recherche eines komplexen, auf Anhieb schwer zugänglichen Themas anschaulich und nachvollziehbar aufzubereiten – eine gelungene Vereinigung von Wissenschafts- und Lokaljournalismus.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: die Volontäre der Südwest Presse, der Märkischen Oderzeitung und der Lausitzer Rundschau für ihr gemeinsames Wende-Magazin „Ein Land“ zu 30 Jahren Mauerfall

Drei Zeitungen – ein Projekt: 22 Volontärinnen und Volontäre, alle nach 1989 aufgewachsen, schauen 30 Jahre nach dem Mauerfall mit „Ostblick“ und „Westblick“ auf unser Land. Was sie sehen, erleben und erfragen, fließt in ein 60-seitiges „Wende-Magazin“, das auch buchstäblich zum Umdrehen gedacht und in beide Richtungen lesbar ist. Das Konzept überzeugt, ebenso die differenzierte, von schnellen Vorurteilen freie Auseinandersetzung mit der Frage, wie es um das Zusammenwachsen von Ost und West heute bestellt ist. Facettenreich, sorgfältig recherchiert, frisch präsentiert – eine gelungene Kooperation der jüngsten Journalistengeneration.

2018

Die Jury des von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebenen Deutschen Lokaljournalistenpreises unter dem Vorsitz von Heike Groll, leitende Redakteurin in der Chefredaktion der Volksstimme, hat unter den insgesamt 390 Einsendungen des Preisjahrgangs 2018 ihre Entscheidung getroffen (Lokaljournalistenpreis 2018 - ausführliche Jurybegründung).

 

Die Preisträger

1. Preis: Freie Presse Chemnitz für das Leserdebatten-Format „Chemnitz diskutiert“

Nach einer Messerattacke kommt es in Chemnitz zu gewaltsamen Ausschreitungen. In diesem Ausnahmezustand übernimmt die Redaktion Verantwortung. Sie organisiert den Dialog und bringt die Bürger ins Gespräch.

 

2. Preis: Pforzheimer Zeitung für das crossmediale Projekt „50 Jahre Tornado“

Im Juli 1968 fegte ein verheerender Tornado durch Pforzheim und die Region. Die Redakteure sprechen mit Zeitzeugen und Experten und arbeiten das Drama in bewegenden Bildern, Texten, Tönen und Videos auf.

 

3. Preis: Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für für die investigative Recherche zu „Pannen bei der Landtagswahl in Hessen“

Nach der Landtagswahl in Hessen im Oktober 2018 entdecken die Redakteure gravierende Unstimmigkeiten. Sie recherchieren akribisch und hartnäckig und finden heraus: Die Stimmenauszählung war ein Chaos.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Kreiszeitung Syke für das Projekt „Klimawandel in der Region. Wie sich die Umwelt in Niedersachsen verändert.“

Die Volontärin beschreibt in ihrem Multimedia-Dossier den Klimawandel in der eigenen Region. Sie schafft ein fundiertes und überzeugend umgesetztes Gesamtbild über die lokalen Auswirkungen eines globalen Problems.

2017

Die Jury des von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebenen Deutschen Lokaljournalistenpreises unter dem Vorsitz von Heike Groll, leitende Redakteurin in der Chefredaktion der Volksstimme, hat unter den insgesamt 396 Einsendungen des Preisjahrgangs 2017 ihre Entscheidung getroffen (Lokaljournalistenpreis 2017 - ausführliche Jurybegründung).

 

Die Preisträger

1. Preis: Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten für die Investigativrecherche über einen Bandenkrieg zwischen türkischen und kurdischen Rockerclubs

Seit 2016 tobt in Stuttgart und Ludwigsburg ein blutiger Kampf zwischen türkischen und kurdischen Rockerclubs. Es ist ein Bandenkrieg buchstäblich vor der Haustür, mit bundesweiten und internationalen Verflechtungen. Rafael Binkowski aus der Lokalredaktion Ludwigsburg deckt, gemeinsam mit Kollegen, auf, wie der Kampf um die Vorherrschaft im Drogen- und Türstehermilieu, um Gebietshoheit und Fragen der „Ehre“ von innenpolitischen Konflikten in der Türkei motiviert wird. Der Journalist dringt in eine kriminelle, hochpolitisierte und ideologisch unterfütterte Szene ein, die für Außenstehende kaum zugänglich ist. Mehrere Monate recherchiert er im Untergrund, spricht mit Informanten und Ermittlern, verfolgt Gerichtsprozesse. Auch massive Drohungen für Leib und Leben bringen ihn nicht zum Schweigen. Stück für Stück legt er Strukturen offen und nennt Akteure beim Namen. Eine mutige, überragende journalistische Leistung und ein beeindruckendes Beispiel für den Wert der Pressefreiheit.

 

2. Preis: Pforzheimer Zeitung für die Serie „Verschwiegene Verbrechen“

Wie sicher fühlen wir uns in unserem Alltag, und wie sicher leben wir tatsächlich? Was und wie Medien berichten, beeinflusst in hohem Maße, wie Menschen die Wirklichkeit wahrnehmen. Verantwortung dafür trägt – neben den Medien selbst - auch die wichtigste Quelle für Informationen über Kriminalität, die Polizei. Sie entscheidet mit der Themenauswahl für ihre Pressemitteilungen, von welchen Delikten und Tatverdächtigen die Öffentlichkeit erfährt und von welchen nicht. Die Journalisten Julia Falk und Simon Walter haben 4000 Pressemitteilungen aus dem für die Region zuständigen Polizeipräsidium und 70000 Straftaten analysiert. Sie stellen die – für viele Leser überraschende - Diskrepanz zwischen veröffentlichter und realer Kriminalität dar und machen die Kriterien deutlich, nach denen Informationen in die Öffentlichkeit gelangen. Nicht Polizei-Bashing ist ihr Anliegen, sondern journalistische Selbstreflexion durch Transparenz über grundlegende Mechanismen medialer Vermittlung. Ein gelungenes Beispiel für lokalen Datenjournalismus und ein wichtiger Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Informationen.

 

Kategorie Kommunalpolitik:Tölzer Kurier für die Berichterstattung über die Kläranlage Benediktbeuern-Bichl

In der Kläranlage Benediktbeuern-Bichl wird das Abwasser von 7000 Bürgern aus drei Gemeinden gereinigt; verwaltet wird die Anlage von der Kämmerei in Benediktbeuern. Die Kosten steigen kontinuierlich. Es geht um öffentliche Gelder, also recherchiert Christiane Mühlbauer. Sie entdeckt, was ganz und gar nicht sauber gelaufen ist: Unkontrollierte Einleitungen von Fäkalien, Auftragsvergabe ohne Ausschreibung und Beschluss, ein womöglich überdimensionierter Neubau. Seit anderthalb Jahren bringt sie immer neue Ungereimtheiten ans Tageslicht. Rathaus- und Verwaltungsspitze gefällt das gar nicht. Die Redakteurin macht unbeirrt weiter, sachlich und unaufgeregt erfüllt sie ihren journalistischen Auftrag. Aufgrund der Berichterstattung nimmt die Staatsanwaltschaft erneut Ermittlungen auf, die staatlichen Rechnungsprüfer schalten sich ein. Lokaler Investigativjournalismus mit spürbaren Folgen auch für die Bürger: Mittlerweile läuft die Anlage im verkleinerten Betrieb, die Gebühren in einer Gemeinde sind gesunken.

 

Kategorie Wächteramt: Main-Post, Redaktion Ochsenfurt für die Berichterstattung über das Bauprojekt Öchsner-Villa in Tauberrettersheim

Im Außenbereich eines Dorfes, ehemals Landschaftsschutzgebiet, soll eine Villa gebaut werden. Die Bauherrin bekommt die erforderliche Ausnahmegenehmigung, weil sie ankündigt, auch einen Pferdestall zu planen, und der soll wegen befürchteter Emissionen Abstand zur Wohnbebauung halten. Pikant: das Grundstück gehört dem Bürgermeister. Die Bauherrin ist seine Tochter. Und der Pferdestall bleibt leer. Seit vier Jahren berichtet Thomas Fritz und fügt der Geschichte Kapitel um Kapitel hinzu. Er legt die Fakten auf den Tisch und kommentiert, lässt sich nicht einschüchtern. Nach seiner Berichterstattung nahm auch das Landratsamt den Fall genauer unter die Lupe. Leser erwarten, dass ihre Zeitung den Akteuren der Lokalpolitik kritisch auf die Finger schaut. Der Journalist nimmt sein Wächteramt vorbildlich wahr, unabhängig und beharrlich.

 

Kategorie Recherche: Kieler Nachrichten für die Langzeitrecherche in der „Rocker-Affäre“

Die Vorwürfe klingen unglaublich: Hat der ranghöchste Polizist der Landespolizei unbequeme Mitarbeiter gemobbt, gar bespitzelt? Waren wichtige Aussagen zu einem Rockerüberfall bewusst nicht in Ermittlungsakten aufgenommen worden? Und hat man im Kieler Innenministerium die Ergebnisse einer internen Untersuchung jahrelang unter den Teppich gekehrt? Offiziell will sich fast niemand dazu äußern. In mühevoller Kleinarbeit recherchieren Bastian Modrow und Christian Longardt die Hintergründe, belegen Vorwürfe mit Fakten. Sie decken auch bislang sorgsam verborgene Seilschaften mächtiger Polizeiführer auf. Trotz heftigster Anfeindungen und Widerstands aus Polizei und Politik bleiben sie auf Kurs. Ihre Arbeit führt dazu, dass ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden soll und die Hauptverantwortlichen ihre Posten verlieren. Der Rechtsstaat setzt sich am Ende durch - nicht zuletzt dank der herausragenden Leistung der Journalisten vor Ort.

 

Kategorie Wirtschaft: Nordwest-Zeitung, Oldenburg, für die Print- und Multimedia-Reportage „Dangast – das gespaltene Dorf“

Dangast, ein Dorf mit 540 Einwohnern, ist das älteste Nordseebad Deutschlands, man lebt vor allem vom Tourismus. Am Projekt Nordseepark manifestiert sich ein Konflikt, wie er auch andernorts schwelt. Der Komplex mit über 50 Neubauten spaltet das Dorf, manche reden nicht einmal mehr miteinander. Die einen sagen: Wir brauchen das Projekt dringend, um den Anschluss nicht zu verlieren. Die anderen befürchten, dass Massentourismus die Tradition und das Flair des Ortes zerstört. In seiner Reportage fasst Karsten Krogmann die über die Jahre weit verzweigten Handlungsstränge zusammen und macht die Hauptdarsteller dieses großen Dramas im Kleinen sichtbar. Sein Kollege Christian Ahlers erzählt die Geschichte multimedial, mit Videos, Audiobeiträgen und interaktiven Karten. Im Dorf bekommen die Journalisten viel Lob von beiden Seiten, die Jury schließt sich an: Ein lokales Wirtschaftsdrama, ausgezeichnet recherchiert und dicht erzählt.

 

Kategorie Gesellschaft: Nordkurier, Neubrandenburg, für die Analyse „Gespaltenes Deutschland – wo verläuft die neue Grenze?“

Es geht ein Riss durch Deutschland, westlich davon ist es hell, östlich düster. Das ist die landläufige Meinung. Aber stimmt das überhaupt? Carsten Korfmacher macht sich ein eigenes Bild. Er spricht mit Menschen, die in Neubrandenburg, Gelsenkirchen und Münster leben, vergleicht Zahlen zur ökonomischen und politischen Entwicklung. Auf seiner Suche nach Ursachen und Erklärungen findet er den deutschen Osten im Westen und den deutschen Westen im Osten. Dabei entdeckt er Grenzen, die weniger vom Wohnort als vom Verlust von Heimat und der Suche nach Identität markiert werden. Vergangenes Unrecht wird nicht verleugnet, doch im Mittelpunkt steht das Verbindende. Der Beitrag steht in einer Reihe von Beiträgen seit 2015, die konsequent dagegen angehen, Menschen aufgrund ihrer Ansichten in Schubladen einzusortieren. Nur ein offener Dialog, so das Credo der Redaktion, ist geeignet, auch das Vertrauen der Leser zu gewinnen. Eine kluge Analyse, die mehr für das Verständnis zwischen Ost und West leistet als ein belehrender Leitartikel.

 

Kategorie Datenjournalismus: Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten für das crossmediale Projekt „Feinstaubradar“

Das Neckartor in Stuttgart ist wegen der hohen Feinstaubbelastung als die „dreckigste Kreuzung Deutschlands“ bekannt. Kaum im Blick hingegen ist die Situation in den Stadtteilen und den Orten im Umland. Mit dem „Feinstaubradar“ schließt die Redaktion diese Informationslücke und liefert ihren Lesern zugleich handfesten Nutzwert für den Alltag. Eine Live-Karte visualisiert die Partikelbelastung, die Daten stammen u.a. von der Stuttgarter Ortsgruppe der Open Knowlegde Foundation (OK Lab). Zu jedem Standort gibt es täglich aktuelle, von einer Text-Software verfasste Feinstaubberichte. Was die Automatik nicht kann, leisten die Journalisten mit Bravour: In der Printzeitung und in einem aufwändigen Multimedia-Dossier stellen sie Hintergründe dar und ordnen ein. Eines der Ergebnisse: im Umland ist die Belastung teilweise deutlich höher als am Neckartor. Mit Erfolg regt die Redaktion die Leser an, sich zu beteiligen, Videoanleitung zum Selbstbau eines Messgeräts inklusive. So wird die Datenlage stetig besser. Inzwischen hat das Radar 2000 Nutzer täglich. Die Redaktion nutzt moderne Technik und datenjournalistische Mittel als Werkzeuge, um ihre journalistische Kompetenz bei einem politisch brisanten Thema auszuspielen: Big Data im Lokalen.

 

Kategorie Inklusion: Zeitungsverlag Waiblingen für die Serie „Was bedeutet Inklusion?“

„Was bedeutet Inklusion?“ Eine ganz einfache Frage. Nicht so guter Journalismus würde es nun möglicherweise ganz einfach bei einer zu Herzen gehenden Schicksalsreportage belassen. Sehr guter Journalismus macht es sich schwer und betrachtet ein so komplexes Thema aus vielen Perspektiven. Pia Eckstein spricht nicht über, sondern mit allen Betroffenen, dem schwerstbehinderten Schüler Dimitrios und seine Mutter, mit Mitschülern, Lehrerinnen, den vielen Fachleuten in Institutionen und Ämtern. In ihrer Serie schildert die Redakteurin, was notwendig ist, um Inklusion zu organisieren und zu finanzieren; sie führt vor Augen, was gelingt und wo guter Wille an praktischen Problemen scheitert. Mit großem Einfühlungsvermögen und klarem Blick gelingt es ihr, ein vielschichtiges Thema differenziert und anschaulich darzustellen. Die Reaktionen aus der Leserschaft sind so kontrovers, wie in Deutschland insgesamt über Inklusion diskutiert wird. Die Autorin liefert ihren Lesern die Basis, sich eine eigene Meinung zu bilden.

 

Kategorie Gesundheit: Weser-Kurier, Bremen, für die Serie „Ein Leben“ aus dem Leben eines Schwerkranken

Ein Mann, 35 Jahre alt, drei Kinder, hat ALS. Die Ärzte gehen davon aus, dass er bald sterben wird. Christian Weth stellt in seiner Serie dar, was es für einen Menschen bedeutet, wenn seine Zeit extrem begrenzt ist. Und was dies für das Umfeld, Frau, Kinder, Freunde, Verwandte heißt. Er lässt die Betroffenen sprechen und Experten zu Wort kommen. Der Journalist ist bei Situationen der tiefen Verzweiflung und des großen Glücks dabei. Er kommt den Menschen, über die er berichtet, sehr nahe, bleibt jedoch immer als Journalist erkennbar, der sicher auf dem schmalen Grat zwischen Nähe und Distanz balanciert. Bei den Lesern findet die Serie starke Resonanz, bis hin zu konkreten Hilfsangeboten. Eine bewegende Serie über eine beeindruckende Familie.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Allgemeine Zeitung Mainz für die Serie „Auf der Bank“

Das Prinzip ist simpel: Ein junger und ein alter Mensch treffen sich und sprechen über brennende Fragen der Zeit. Schaffen wir es, das Flüchtlingsthema zu bewältigen? Soll man heute noch Kinder kriegen? Wie viel medizinischen Fortschritt verträgt unsere Gesellschaft? Haben sich Jugend und Politik auseinandergelebt? Intensive Gespräche legen die Basis für das Projekt; die ansprechende visuelle Umsetzung, dazu eine stilistisch eigene Handschrift sind die Bausteine, aus denen die Volontäre den Dialog der Generationen zu einer sehr besonderen Serie wachsen lassen. Videos und Multimediareportage ergänzen die Printserie. Die Volontäre meistern, was auch für erfahrene Interviewer eine Herausforderung ist. Sie lassen echte Gespräche entstehen und geben dem Leser mit scheinbar leichter Hand viel Stoff zum Nachdenken über Grundfragen der Zeit.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Badische Zeitung, Freiburg, für die Serie „Digital vernetzt“

Digitalisierung ist allgegenwärtig, Zukunftsdebatten bewegen sich oft zwischen Technikeuphorie und düsteren Szenarien. Hilfreicher als ein Schwelgen in Extremen ist der genaue Blick darauf, was Digitalisierung konkret bedeutet, in diesem Falle: wie sie das Leben der Menschen in Südbaden verändert. Mit ihrer Serie, im Print und als digitales Magazin umgesetzt, treffen die Volontäre den Nerv der Leser, 5000 Downloads allein der Digitalversion sprechen für sich. Die Themen reichen vom Familienleben über Job- und Partnersuche bis zum Geldverdienen im Netz oder den Einfluss sozialer Medien auf unseren Umgang mit dem Tod. Die jungen Journalisten machen Funktionsweisen in der digitalen Welt transparent, sie zeigen Chancen und Risiken einer rasanten Entwicklung auf. Die Serie legt ein ausgezeichnetes Fundament dafür, wie sich diese Entwicklung aktiv gestalten lässt.

2016

Die Jury des von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebenen Deutschen Lokaljournalistenpreises unter dem Vorsitz von Heike Groll, leitende Redakteurin in der Chefredaktion der Volksstimme, hat unter den insgesamt 335 Einsendungen des Preisjahrgangs 2016 ihre Entscheidung getroffen (Lokaljournalistenpreis 2016 - ausführliche Jurybegründung).

 

Die Preisträger

1. Preis: Landeszeitung für die Lüneburger Heide für das crossmediale Projekt „Aufwachsen als Flüchtlingskind“

Mehr als 800 Flüchtlingskinder leben in und um Lüneburg. Sie sind meist die Ersten, die Deutsch lernen und ihren Familien das Tor zum Leben in Deutschland öffnen. Zu selten wird realisiert, welch große – zu große? - Verantwortung sie als Übersetzer bei Ärzten, in Schulen, bei Behörden tragen. Ohne ihre Kinder hätten viele erwachsene Flüchtlinge keinen Zugang zu Informationen, die über die weitere Zukunft der ganzen Familie entscheiden können. Da es zu wenige professionelle Dolmetscher gibt, kompensieren diese Kinder zudem Lücken im staatlichen Hilfesystem. Die Redaktion beleuchtet aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln, was Kinder und Jugendliche für den Integrationsprozess insgesamt leisten. Sie zeichnet persönliche Schicksale nach, ordnet sie in einen breiten Kontext ein und wagt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung. Eine Themenwoche in der Printausgabe, ein Multimedia-Dossier und ein Online-Blog verbinden sich zu einem vielschichtigen Gesamtpaket, das durch ausgezeichnete Recherche und sensible Herangehensweise überzeugt und die Leser mit neuen Erzählformen zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit der Thematik einlädt. Dies gelingt hervorragend, wie die starke Resonanz beweist. Ein kleines Team macht vor, wie Lokaljournalismus der Spitzenklasse geht.

 

2. Preis: Kölner Stadt-Anzeiger für die „Kölner Botschaft"

Die Redaktionen des Kölner Stadt-Anzeigers und des Express hatten sehr früh die Tragweite der Vorfälle in der Silvesternacht 2015/16 erkannt. Mit ihren Recherchen trieben sie die Aufklärung der Ereignisse wesentlich voran. Inmitten einer hochemotional geführten Debatte über die Flüchtlingsthematik generell und über ein Versagen von Behörden, Politik und Medien initiiert der Stadt-Anzeiger den Aufruf, der später als „Kölner Botschaft“ in fünf rheinischen Zeitungen veröffentlicht wird. Die Redaktion gewinnt den renommierten Schriftsteller und Friedenspreisträger Navid Kermani als Mitautor und holt zahlreiche prominente Bürger als Unterstützer ins Boot. Sie verschafft der Botschaft gegen Gewalt und Polarisierung Gehör – und damit den vielen Stimmen der Vernunft, die im Konzert der Schreihälse unterzugehen drohten – und leitet so die Versachlichung der öffentlichen Debatte ein. Die Redaktion bewegt sich bewusst aus der reinen Beobachterrolle heraus und übernimmt als Akteur Verantwortung für die Grundwerte der Demokratie.

 

Kategorie Geschichte: Augsburger Allgemeine Zeitung für die Serie „Auf Spurensuche: Das geheime Waldwerk Kuno“

Die Serie macht erstmals einer breiten Öffentlichkeit bekannt, was viele bislang allenfalls vom Hörensagen wussten: im Waldwerk Kuno, einer geheimen Rüstungsanlage im Dritten Reich, ließen die Nazis den ersten serienreifen Düsenjäger der Welt bauen. Dafür setzten sie auch Zwangsarbeiter und Häftlinge aus dem Konzentrationslager Burgau in Schwaben ein. 71 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus erinnert der Redakteur an das Leiden der Opfer; er ehrt aber auch die stillen Helfer, die unter Lebensgefahr ein Stück Menschlichkeit in einem unmenschlichen System bewahrten. Die Recherchen fanden starkes Echo bei den Lesern, der Serie folgten ein umfangreiches Magazin, Vorträge und eine Sonderausstellung. Ein großartiges Stück Erinnerungsarbeit, fern jeder oberlehrerhaften Attitüde.

 

Kategorie Verkehr: General-Anzeiger, Bonn, für die Serie „Mobil in der Region“

Alle wollen doch nur eines: Von A nach B gelangen, schnell, kostengünstig und bequem. Stattdessen Stau, Umwege, Verspätungen. Die Zeitung greift auf, was ihre Leser jeden Tag ärgert, doch sie geht weit über die Beschreibung des Status quo hinaus. Die Redaktion schildert und testet, welche Vor- und Nachteile Auto, Rad, Leihsystem, Bus und Bahn im Alltag bieten. Sie gibt zudem weniger bekannten Themen wie Mobilstationen, Faltrad oder Mobilitätsmanagement breiten Raum. Und sie fragt, wie heute noch exotisch anmutende Verkehrsmittel wie Seilbahnen und selbstfahrende Autos die Mobilität revolutionieren werden. Indem sie sich konsequent von der Suche nach Lösungen leiten lässt, leistet die Zeitung im Interesse ihrer Leser einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsgestaltung in der Region, inhaltlich und visuell vorbildlich umgesetzt.

 

Kategorie Gesundheit: Mitteldeutsche Zeitung, Halle, für die crossmediale Serie „Gesundes Sachsen-Anhalt“

Relevant, nah an den Menschen dran, hilfreich – diesem Dreiklang hat sich die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Gesundheitsserie verpflichtet. Mit Hilfe von regionalen Experten aus Wissenschaft und Politik analysiert sie die wichtigen Gesundheitsthemen und erklärt fundiert auch für Nicht-Mediziner verständlich den neuesten Forschungsstand. An konkreten Beispielen zeigt sie Wege auf, wie Betroffene ihre Krankheit in den Griff bekommen können. Die Printserie beeindruckt durch kompetent recherchierte, informativ und unterhaltsam geschriebene Reportagen, die durch das Layout wirkungsvoll in Szene gesetzt werden. Ein Digitaldossier und eine Gesundheitsmesse komplettieren das Angebot.Praktische Lebenshilfe mit hervorragend eingesetzten journalistischen Mitteln.

 

Kategorie Alltag: Stuttgarter Nachrichten für die Kolumne „Stadt des Lächelns“

Journalisten sollen die Welt abbilden, wie sie ist. Missstände publik zu machen, ist ihr Auftrag. Der Redakteur der Stuttgarter Nachrichten tut das, was weniger selbstverständlich ist, er rückt die andere Seite der Wirklichkeit ins Licht. Dafür holt er sich kompetente Unterstützer: er bittet die Leser, ihm wahre Geschichten von freundlichen Erlebnissen und von Begegnungen zu schildern, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern. In mehr als 120 Folgen erzählt er diese Geschichten weiter, und er illustriert sie mit Zeichnungen aus eigener Feder. Ein charmantes Kontrastprogramm des spektakulär Erfreulichen in einer Zeit, die von bedrückenden Nachrichten dominiert wird.

 

Kategorie Soziale Medien: Süddeutsche Zeitung für die Reportage „Schrille Post“

Eine Millionenstadt gerät binnen weniger Stunden in einen völligen Ausnahmezustand, weil sich Gerüchte wie eine Lawine ausbreiten und den Amoklauf eines Einzeltäters als Terroranschlag mit 67 Zielen erscheinen lassen. So geschehen am 22. Juli 2016 in München. Wie konnte das passieren? Die Redaktion untersucht, welchen Einfluss Polizei, Medien und User auf die Massenpanik hatten. In langwieriger Kleinarbeit rekonstruiert sie, wie sich Meldungen über Twitter entfalten, und vergleicht sie mit den tatsächlichen Geschehnissen. Das Protokoll dieses Abends macht die verheerende Wucht der digitalen Gerüchteküche bewusst und zeigt, wie rasch der Punkt erreicht werden könnte, ab dem sie womöglich nicht mehr zu beherrschen wäre. Ein Lehrstück über die Mechanismen sozialer Medien und den hohen Wert professioneller journalistischer Arbeit.

 

Kategorie Kultur: Hamburger Abendblatt/Harburger Nachrichten für das Projekt „Ein Song für Harburg“

Auf den ersten Blick eine Leseraktion, die einfach Spaß machen soll – bei näherem Hinsehen ein hochpolitisches Projekt. Die Redaktion der Harburger Nachrichten bringt in nur vier Monaten Menschen aus vielen Nationen, Bürger aus 17 Stadtteilen, zusammen, gewinnt Musiker, Sponsoren und weitere Unterstützer. Am Ende lässt sie 17 000 Menschen buchstäblich mit einer Stimme sprechen und die eigens für das Projekt komponierte Stadtteil-Hymne „Ich bin Harburg“ singen. Die Redaktion zeigt, wie bunt und stark der in vieler Hinsicht kritisch gesehene Stadtteil tatsächlich ist. Das Projekt stiftet Identifikation, es gibt den Harburgern neues Selbstvertrauen und beweist eindrucksvoll, was Bürger – ermutigt von ihrer Lokalzeitung - durch ihr Engagement in Bewegung setzen können.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: General-Anzeiger, Bonn, für die Serie „Bonn macht erfinderisch“

Porträtserien über Existenzgründer gibt es viele. Die Volontäre des Bonner General-Anzeigers wählen einen originellen Ansatz. In ihrer Serie folgen sie der Dramaturgie einer wirklichen Existenzgründung, von der Produktidee über Finanzierung und Marketing bis zum Alltag eines Jungunternehmers. Am Beispiel von Start-Ups in der Region gehen sie den großen Fragen nach, auf die Unternehmer Antworten finden müssen. Sie erzählen Geschichten von ehrgeizigen Visionen, vom Scheitern und dem Mut zum Weitermachen. Ein gelungenes Beispiel für modernen lokalen Wirtschaftsjournalismus.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Rheinische Post für die investigative Reportage im Altenheim „Füttern. Waschen. Weiter.“

Das Thema Pflege gehört zu den größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Über die Zustände in Alten- und Pflegeheimen kursieren teils erschreckende Berichte. Die Journalistenschülerin will wissen, wie es wirklich ist. Sie bewirbt sich als Praktikantin in einem Altenheim und erlebt dort, unerkannt als Reporterin, elf Tage lang den Pflegealltag. Schon am zweiten Tag kommt sie an ihre Grenzen. Ihre Erlebnisse und Beobachtungen, Gespräche mit Mitarbeitern und Heimbewohnern gleicht sie mit Faktenrecherchen und Experteneinschätzungen ab, sie konfrontiert schließlich die Verantwortlichen des Heims mit ihren Recherchen. Probleme und Widersprüche werden sichtbar. Das Feature dramatisiert nicht, es klagt nicht an, gerade darum berührt es.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: WAZ für das crossmediale Projekt „DIe A 40 – so bunt, so atem(be)raubend und so lebendig wie das Revier“

Ruhrschnellweg oder Ruhrstauweg? Diese Autobahn lässt keinen kalt. Die Volontärinnen begeben sich für die WAZ auf die Reise entlang der A 40 und besuchen Menschen, die täglich auf ihr unterwegs sind, dort arbeiten oder neben der Autobahn zu Hause sind. Herzstück des Projekts ist ein dynamisch aufgebautes und visuell anspruchsvolles Online-Special, das dem Nutzer unter anderem interaktive Grafiken und Zeitreisen bietet. Über Facebook und Twitter steuern User ihre persönlichen Geschichten bei. Die Macherinnen lieben das Ruhrgebiet, die A 40 und die Menschen im Pott. Sie setzen virtuos die Möglichkeiten ein, die multimedialer Journalismus eröffnet, um den Funken auf ihr Publikum überspringen zu lassen. Multimedia trifft Heimat, mitten ins Herz.

2015

Die Jury des von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgeschriebenen Deutschen Lokaljournalistenpreises hat unter den insgesamt 531 Einsendungen des Preisjahrgangs 2015 ihre Entscheidung getroffen (Lokaljournalistenpreis 2015 - ausführliche Jurybegründung).

 

Die Preisträger

1. Preis: Freie Presse/Sächsische Zeitung/Leipziger Volkszeitung für ihr gemeinsames Projekt „Ambulant operieren. So zufrieden sind Patienten in Sachsen.“ 

Erstmals haben sich die drei Regionalzeitungen zusammengeschlossen und die bislang größte Fragebogen-Umfrage zur Patientenzufriedenheit bei ambulanten Operationen gestartet. Dazu haben sie alle wichtigen Akteure aus dem Gesundheitswesen einbezogen und Wissenschaftler der TU Dresden mit der Auswertung beauftragt. In einer fünfwöchigen Serie haben sie Qualitätsbewertungen von Ärzten und Krankenhäusern in Sachsen präsentiert, eingeordnet und um Service-Themen ergänzt. Alle drei Zeitungen verzichteten bewusst auf Anzeigen, um Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit zu gewährleisten.

 

2. Preis: Süddeutsche Zeitung für die Serie „Stadt der Frauen“

In München leben mehr Frauen als Männer, doch an den zentralen Stellen in der Stadt sitzen vor allem Männer. Die Redaktion hat Verwaltung, Kommunalpolitik, Unternehmen und andere gesellschaftliche Bereiche unter die Lupe genommen, das eigene Haus inklusive, und nach den Gründen geforscht. Porträts, Analysen und Infografiken sind in eine 17-teilige Serie geflossen, die weitreichende Debatten und sogar Änderungen angestoßen hat.

 

Kategorie Integration: Neue Presse, Hannover, für die Serie „Geflüchtet. Geblieben. Geschafft.“

Die Not ist groß, die Menschen in die Flucht treibt. In der neuen Heimat Fuß zu fassen, den Start in ein neues Leben zu schaffen, ist ungewiss und schwierig. Flüchtlinge brauchen Hilfe, die bekommen sie. Sie brauchen Zuversicht, die liefert die Serie der Zeitung. Sie stellt Erfolgsgeschichten vor, die Flüchtlinge in den vergangenen Jahrzehnten geschrieben haben. Die 19 Porträts machen vor allem den Deutschen Mut, die sich engagieren. Denn für sie ist das Motto der Serie Programm: „Geflüchtet. Geblieben. Geschafft.“.

 

Kategorie Integration: Zeitungsverlag Waiblingen für die Serie „Die Flüchtlinge kommen“

Der Reporter geht dahin, wo es weh tut. Er packt mit an in einer Notunterkunft – eine Woche lang. Aus nächster Nähe erfährt er alle Nöte, die der Flüchtlinge und die der Helfer, die der staatlichen Bürokratie und die der Sozialbetreuung. Seine Reportagen liefern den Einstieg in eine 40teilige Serie. Die Texte sind nahe dran an den Menschen, sie beschönigen nichts. Wer beschönigt, hilft nicht. Aufgabe der Zeitung ist es, Probleme beim Namen zu nennen. Die Zeitung tut es – vorbildlich – und findet die richtigen Worte für das beispielhafte Engagement der Vielen, die helfen, ohne große Worte zu machen.

 

Kategorie Datenjournalismus: Berliner Morgenpost für das Digitalprojekt „M 29 – Berlins Buslinie der großen Unterschiede“

Die Buslinie M 29 verbindet die Bezirke Grunewald und Kreuzberg - Villengegend, soziale Brennpunkte und Szeneviertel. Das Interaktiv-Team der Berliner Morgenpost sammelt für jede der 45 Haltestellen überraschende Daten zu den Menschen, die entlang der Strecke leben. In Statistiken, Texten, Video- und Audioreportagen werden Gegensätze deutlich, zum Beispiel im Wahlverhalten oder beim Einkommen. User steigen in den virtuellen Bus und fahren mit ihm durch das soziale Universum Berlins. Die Webreportage lädt zu einer Entdeckungsreise in den Alltag ein, und sie demonstriert, was Lokaljournalismus in seiner modernsten Form zu leisten vermag.

 

Kategorie Digitale Innovation: Nürnberger Nachrichten für das Wochenendmagazin „Samson“

Die Zeitung traut sich was. Das Wochenendmagazin „Samson“ tritt bewusst als Kontrastprogramm zur gedruckten Zeitung auf - es erscheint nur digital. Es ist nicht gratis. Für die Beiträge müssen sich die Leser Zeit nehmen. Eine eigene Redaktion realisiert pro Ausgabe rund 20 Beiträge, von der Polizeimeldung im fränkischen Dialekt bis zu regionalen Videobeiträgen. Die Macher lassen sich von drei Grundsätzen leiten: regional müssen die Themen sein, die ganze Palette der multimedialen Darstellung wird genutzt, alle Inhalte erscheinen exklusiv zuerst bei „Samson“. Pfiffig und frisch, ein gelungenes Experiment.

 

Kategorie Interaktion: Braunschweiger Zeitung für das Portal „alarm38.de“

Mit dem Aufregerportal samt App hat die Redaktion ihr 2008 begonnenes Konzept der Bürgerzeitung als tägliches Forum der Leser konsequent weiterentwickelt. Wer sich über vermüllte Spielplätze oder Verkehrschaos ärgert, meldet dies per PC, Tablet oder Smartphone schnell und unkompliziert. Die Redaktion nimmt die Beschwerden auf, hakt bei den zuständigen Stellen nach und sorgt dafür, dass nichts versandet. Nicht allen Kommunen gefällt das, bei den Lesern kommt es hervorragend an. Manches Thema, das die Redaktion sonst vielleicht nicht erreicht hätte, findet einen Platz in der Print- und Online-Ausgabe. Die Redaktion nutzt die Stärken moderner Medien, um für die Leser zu kämpfen - Wächteramt auf digitale Art.

 

Kategorie Geschichte: Express, Köln, für die Serie „Kölns letzte Kriegstage“

Auf nur 120 Stunden konzentriert sich die Geschichtsserie der Zeitung. Sie beschreibt die schrecklichsten Tage der Stadtgeschichte. Am 2. März 1945 schießen die Flugzeuge der Alliierten die Stadt sturmreif, am 6. März stehen die US-Soldaten am Dom. Der den Krieg sinnlos verlängernde militärische Widerstand ist gebrochen. Die Texte erinnern an die Leiden der Kölner in diesen Tagen, sie erinnern genauso an alle Opfer der Schreckensherrschaft der Nazis in Köln. Die Serie kommt ohne große Kommentierungen aus. Die Texte bewegen, weil sie Tatsachen sprechen lassen. Das reicht.

 

Kategorie Wohnen: Mitteldeutsche Zeitung, Halle, für die Serie „Lebens(T)räume“

Was wichtig ist und was interessant: Beides zu liefern ist Auftrag der Zeitung. Das Wichtige ist Pflicht, das Interessante mehr als nur Kür. Der Leser will unterhalten werden. Er hat eine Schwäche für das Außergewöhnliche, für Menschen, Begebenheiten, Orte, die aus dem sprichwörtlichen Rahmen fallen. Die Zeitung hat das Besondere in Räumen, in Häusern aufgetan, mit denen die Besitzer sich Lebensträume erfüllt haben. Die Redaktion nimmt die Leser – print wie online - mit auf ihre Entdeckungstouren durch die Region und präsentiert Menschen mit einem ausgefallenen Hobby. Sie lässt Menschen und Häuser erzählen, bietet Unterhaltung im besten Sinne.

 

Kategorie Alltag: Vilshofener Anzeiger für das Konzept Kurz-Interviews

Die Zeitung hat zu übermitteln, was wichtige Leute zu wichtigen Themen zu sagen haben. Solche Interviews sind der Normalfall. Die Redaktion bezieht alle Leser in ihre Interviews ein. Sie stellt ihre Fragen dem berühmten Mann, der berühmten Frau auf der Straße. So holt sie den Alltag und seine Themen in die Zeitung. Sie gibt Lesern eine Stimme, die Ärger loswerden wollen oder ihre guten Ideen, die Ärgernisse ansprechen oder Verbesserungsvorschläge machen. Die Zeitung wird auf originelle Weise ihrem Auftrag gerecht, Forum zu sein. Nicht nur einige wenige Prominente kommen zu Wort, sondern alle Bürger, denen das Wohl und Wehe ihrer Stadt am Herzen liegt.

 

Kategorie Menschen: Südkurier, Konstanz, für die Serie „Heimathelden“

Zehn Menschen befördert die Zeitung zu Heimathelden. Sie sind keine Prominenten, sie sind Bestandteil unseres Alltags. Sie tun ihre Pflicht, sie tun sie gern, das Bewusstsein, Held zu sein, ist ihnen fremd. Aber sie sind wichtig: der Mann im Schiffsbauch, die Frau am Krankenbett, der Mann für den Teig, die Frau mit den 21 Kindern. Die Zeitung setzt diesen Menschen ein Denkmal. Das multimediale Projekt macht bewusst, wie wir abhängig sind von Menschen, die der Gemeinschaft ihre guten Dienste leisten. Meist tun sie es still und unerkannt. Ihr Wirken der Anonymität zu entreißen, ist vornehmer Auftrag für die Zeitung.

 

Kategorie Kommunalpolitik: Westfalenpost, Hagen, für das Projekt „Was braucht Hagen?“

Jede Veränderung beginnt mit Ideen – die Hagener Stadtredaktion sammelt viele Hundert Ideen von Bürgern und Experten zu Themenbereichen wie Sauberkeit, Wirtschaft und Familienfreundlichkeit. Sie schafft eine Plattform, die fern jeder Besserwisserei Probleme benennt und eine Diskussion über mögliche Lösungen in Gang setzt. Die Hagener machen mit, per Post, Mail und vor allem Facebook. Die Botschaft der Bürger ist so laut, dass Verwaltung, Politik und Verbände sie nicht überhören können: Ein Aktionsplan für mehr Sauberkeit ist der Anfang. Die Zeitung wird zum Motor und Moderator für breite Bürgerbeteiligung und eine permanente Debatte zu den zentralen Herausforderungen der Stadt.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Pforzheimer Zeitung für das Projekt „Azubi des Monats“

Wer ist der beste, originellste, kreativste Azubi in der Region? Die Antwort finden die Volontäre der Pforzheimer Zeitung mit ihrem crossmedialen Mitmachprojekt. Azubis und Firmen können sich bewerben. Die Volontäre besuchen ihren „Azubi des Monats“ am Arbeitsplatz. Leser lernen den Gewinner auf einer Themenseite in der Print-Zeitung kennen, User per Video online und auf Facebook. Aus allen Monatssiegern wählt das Publikum den „Azubi des Jahres“, der bei einer von den Volontären selbst organisierten Gala gefeiert wird. Junge Menschen rücken in den Fokus, die regionale Wirtschaft findet sich wieder, die Leser bestimmen mit – Lokaljournalismus, der überzeugt und Freude macht.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Rhein-Zeitung, Koblenz, für die Serie „Gut bei Stimme – Auf den Flügeln des Gesangs“

Keine Lokalzeitung ohne Berichte über Chöre. Die Volontärin schaut genau hin und erkundet die Vielfalt dieser Welt für eine 13-teilige Serie. Sie bringt den Lesern Ensembles aus der ganzen Region nahe, sie fragt Experten, warum wir singen und was Musikunterricht leisten kann. Die Seitenoptiken zeigen Gesichter des Gesangs, online erhalten sie in Audio-Slideshows eine Stimme. Amateur-Kultur wird selten so ernst genommen: eine gut recherchierte und unterhaltsam präsentierte Serie.

 

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Süddeutsche Zeitung für die Serie „Unter 30“

Wer macht Kommunalpolitik? Meistens sind es die Über-50-Jährigen, die in den Gemeinderäten sitzen. Nur sehr wenige Jüngere engagieren sich dort. Das ist für die Volontärin der Anlass, sechs junge Gemeinderäte vorzustellen. Selbst gefilmte VideoKurzporträts auf Facebook runden die Serie ab. Die Jungpolitiker schildern, was sie antreibt. Sie berichten von Erfolgen und Ernüchterungen, von der Freude am Gestalten und den Mühen der lokalen Ebene. Ein gelungenes Psychogramm des kommunalen Politikbetriebs.

2014 und früher

Die Preisträger

1. Preis: Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung für ihr Infopaket „Zerreißprobe“

2. Preis: Berliner Morgenpost, Deister- und Weserzeitung, Stuttgarter Zeitung für ihre Berichte zum Thema Erster Weltkrieg

Kategorie Innovationen: Der Tagesspiegel für das Projekt täglicher Newsletter „Checkpoint“

Kategorie Landwirtschaft: Nordbayerische Kurier für die Serie „Wir ackern“

Kategorie Investigative Recherche: Nordwest-Zeitung für die Recherche im Skandalfall „Pizzafabrik“

Kategorie DDR-Geschichte: Sächsische Zeitung für die Serie „Die Stasi in Riesa“

Kategorie Inklusion: Süderländer Tageblatt für Berichte und Aktionen zum Thema Förderschule

Kategorie Gesellschaft: Südkurier für das Projekt „Rolltreppe des Lebens“

Kategorie Integration: Westdeutsche Zeitung für die Serie „Michas Klasse“

Kategorie Alltag: Weser-Kurier für das Projekt „Hinrichs im Hochhaus“

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Cellesche Zeitung für die Serie zum Thema Flüchtlinge

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Münchner Merkur für die Serie „Wohnung gesucht – und gefunden?“


 

2013

Die Preisträger

1. Preis: Sächsische Zeitung für ihren „Familienkompass“

2. Preis: Braunschweiger Zeitung für ihre „Antworten-Seite“ und der Zeitungsverlag Waiblingen für die Serie „Christentum heute“

Kategorie Alltag: Der Tagesspiegel mit der Rubrik „Fünf Minuten Stadt“

Kategorie Foto: Oberhessische Presse für die crossmediale Serie „Ich und Ich“

Kategorie Infografik: Berliner Zeitung für die Rubrik „Kopf & Zahl“

Kategorie Katastrophenberichterstattung: Der Prignitzer für die Hochwasserberichterstattung

Kategorie Kultur: Nordbayerischer Kurier für die Berichterstattung „Wie Wagner in Bayreuth funktioniert“

Kategorie Regionale Wirtschaft: Rhein-Zeitung für die Aktion „Kauf lokal!“

Kategorie Stadtreport: Kölner Stadt-Anzeiger für die Serie „Auf den Punkt“

Kategorie Verbraucher: Deister- und Weserzeitung für die Serie „Dewezet-Test“ und die Stuttgarter Nachrichten für die Serie „Wohn-Wahnsinn Stuttgart“

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Neue Westfälische für ihre Reportagen-Serie

Sonderpreis für Volontärsprojekte: Thüringer Allgemeine für ihre interaktive Wahlkampfberichterstattung


 

2012

Die Preisträger

1. Preis: Thüringer Allgemeine für die Serie „Treuhand in Thüringen“ und das Hamburger Abendblatt für seinen digitalen Straßenratgeber

Kategorie Leser-Blatt Bindung: Zeitungsverlag Aachen für die Aktion „Lesernähe“

Kategorie Marketing: Berliner Zeitung für die Ausgabe „Uff Berlinisch“

Kategorie Alltag: Berliner Morgenpost für die Serie „Wahre Werte“

Kategorie Investigativer Journalismus: Bonner General-Anzeiger für die Berichterstattung zum Fall Trudel Ulmen

Kategorie Inklusion: Express für die Berichte zu „Sarah und Sarah – die Schülerpraktikanten“

Kategorie Integration: Pforzheimer Zeitung für die Serie „Integration unter der Lupe“

Kategorie Heimat: Stuttgarter Nachrichten für das Konzept „Auf gut schwäbisch“

Kategorie Geschichte: Südkurier für das Projekt „Geheimnisse der Heimat“

Kategorie Kontinuität: Leipziger Volkszeitung für die Serie „Warum? - 10 Jahre danach“

Kategorie Recherche: Zeitungsverlag Waiblingen für die Serie „Was passiert in unseren Moscheen?“


 

2011

Die Preisträger

1. Preis: General-Anzeiger Bonn für das Konzept einer Familienzeitung

2. Preis: Mittelbayerische Zeitung für das Konzept der Themenwochen und Westfälische Rundschau für das Konzept der Themenpräsentation

Kategorie Geschichte: Augsburger Allgemeine für die Serie „Augsburgs starke Geschichte“

Kategorie Service: Badische Zeitung für das Projekt „BZ-Stadtteilcheck“

Kategorie Alltag: Deister- und Weserzeitung für die Serie „Zeitgeschichten“

Kategorie Reportage: Rhein-Zeitung für die Reportage „Lobo, der Wolf vom Zentralplatz“

Kategorie Wirtschaft: Süderländer Tageblatt für die Serie „Höchst elektrisierend – die neue Mobilität“

Kategorie Integration: Saarbrücker Zeitung für die Serie „Nix verstehen?!“

Kategorie Alltag: Stuttgarter Zeitung für die Serie zur Zeit

Kategorie Zeitgeschichte: Thüringer Allgemeine für die Serie „Auf dem Kolonnenweg“

Kategorie Verbraucher: Weser Kurier für das Projekt „Ein Schweineleben“


 

2010

Die Preisträger

1. Preis: Südkurier für sein Relaunch-Konzept

2. Preis: Sächsische Zeitung für den „SZ-Krankenhausführer 2010“

Kategorie Kommunalpolitik: Badische Zeitung für die crossmediale Berichterstattung zur Oberbürgermeisterwahl

Kategorie Freizeit: Berliner Morgenpost für das Konzept „Berlin live“

Kategorie Schule: Braunschweiger Zeitung für die Serie „Der große Schultest“

Kategorie Investigativer Journalismus: Hamburger Abendblatt für die Berichterstattung zu einem Abschiebeskandal

Kategorie Wirtschaft: Neue Presse Hannover für die Serie „Unternehmensporträts“

Kategorie Zeitgeschichte: Oranienburger Generalanzeiger für die Serie „20 Jahre Wiedervereinigung“ sowie die Thüringer Allgemeine für die Serie „Meine Wende“

Kategorie Lokalsport: Westfälische Rundschau für die Sonderveröffentlichungen „Unsere Sportschau“


 

2009

Die Preisträger

1. Preis: Weser-Kurier für das Konzept „Überraschend nah“

2. Preis: Berliner Morgenpost für ihr Serienkonzept unter besonderer Berücksichtigung der Serie 20 Jahre Mauerfall: „Wir sind ein Volk – wir sind Berlin“

Kategorie Lebenshilfe: Augsburger Allgemeine für die Serie „Integration als Chance“

Kategorie Investigativer Journalismus: General-Anzeiger Bonn für die kontinuierliche Berichterstattung zur WCCB-Affaire „Die Millionenfalle“

Kategorie Heimat: Reutlinger General-Anzeiger für die Serie „Innenansichten zum Thema Heimat“

Kategorie Serie: Neue Presse Hannover für das Konzept speziell der 13 teiligen Serie „2049 – die Zukunft beginnt jetzt“

Kategorie Zeitgeschichte: Berliner Kurier für Serie und Magazin „20 Jahre Mauerfall“

Kategorie Zeitgeschichte: Berliner Zeitung für Berichte und Aktionen zu 20 Jahre Mauerfall

Kategorie Zeitgeschichte: Fränkischer Tag für das crossmediale Projekt „Grenzenlos - 20 Jahre Mauerfall“

Kategorie Zeitgeschichte: Süderländer Tageblatt für die Serie „Vereint in der Vereinigung“

Kategorie Demokratie: Braunschweiger Zeitung für die Serie „60 Jahre Grundgesetz“

Kategorie Journalistisches Verantwortungsbewusstsein: Zeitungsverlag Waiblingen für den sensiblen Umgang mit einer Katastrophe im Rahmen der Berichterstattung zum Amoklauf von Winnenden.


 

2008

Die Preisträger

1. Preis: Braunschweiger Zeitung für das Konzept einer „Bürgerzeitung“

2. Preis: Stuttgarter Zeitung für die Reportage-Serie „Nachgeforscht“

Kategorie Journalistische Erzählung: Berliner Morgenpost für Lesestücke mit Tiefgang

Kategorie Text-Bild-Komposition: Abendzeitung München für das Konzept der Report-Seite

Kategorie Crossmediale Serie: Bocholter-Borkener Volksblatt für Erinnerungsstücke aus den 60er Jahren und Stuttgarter Zeitung für die Geschichtswerkstatt

Kategorie Umwelt: Fränkischer Tag für umfassende und faire Berichterstattung

Kategorie Kontinuität: Hannoversche Allgemeine für umfassende Berichterstattung in einem Altlastenskandal

Kategorie Magazin: Neun7 für das Zielgruppenkonzept

Kategorie Aktion: Reutlinger Generalanzeiger für den Kunst-GEA vom 08. November 2008

Kategorie Redaktionelles Marketing: Zeitungsverlag Waiblingen für das Konzept der Familien-Zeitung

Kategorie Wahlen: Passauer Neue Presse für eine ideenreiche Wahlkampfberichterstattung


 

2007

Die Preisträger

1. Preis: Hamburger Abendblatt

2. Preis (geteilt): Badische Zeitung und Freie Presse in Zwickau

Kategorie Serie: Hamburger Morgenpost

Kategorie Serie: Leipziger Volkszeitung (Lokalredaktion Muldental)

Kategorie Sonderveröffentlichungen: Trierischer Volksfreund

Kategorie Investigativer Journalismus: Tölzer Kurier

Kategorie Investigativer Journalismus: Stuttgarter Zeitung (Ausgabe Ludwigsburg)

Kategorie Investigativer Journalismus: Friedberger Allgemeine

Kategorie Innovation: Braunschweiger Zeitung

Kategorie Leser-Blatt-Bindung: Fränkischer Tag

Kategorie Text-Bild-Komposition: Stuttgarter Zeitung

Kategorie Konzept: Schwäbische Zeitung


 

2006

Die Preisträger

1. Preis: Zeitungsverlag Waiblingen

2. Preis: Mainpost

3. Preis (geteilt): Braunschweiger Zeitung und Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung

Sonderpreise: Der Tagesspiegel, Mendener Zeitung, Zeitungsgruppe Lahn-Dill, Süddeutsche Zeitung, Hamburger Abendblatt


 

2005

Die Preisträger

1. Preis: Elmshorner Nachrichten

2. Preis: Berliner Zeitung

3. Preis (geteilt): Badische Zeitung und Kölner Stadt-Anzeiger

Sonderpreise: Schweriner Volkszeitung, Mindelheimer Zeitung, Neue Westfälische, Der Tagesspiegel


 

2004

Die Preisträger

1. Preis: Neue Württembergische Zeitung

2. Preis: Zeitungsgruppe Lahn-Dill

3. Preis: Stuttgarter Zeitung

Sonderpreise: Berliner Zeitung, Braunschweiger Zeitung, Hamburger Abendblatt, Kölner Stadtanzeiger, Potsdamer Neueste Nachrichten, Der Westallgäuer, Berliner Morgenpost


 

2003

Die Preisträger

1. Preis: Trierischer Volksfreund

2. Preis: Der Tagesspiegel

3. Preis: Süddeutsche Zeitung

Sonderpreise: Oeffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach, Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung, Märkische Allgemeine, Main-Post-Redaktion Kitzingen, Weser-Kurier/Bremer Nachrichten

Sonderpreis 17. Juni 1953: Sächsische-Zeitung-Redaktion Görlitz


 

2002

Die Preisträger

1. Preis: Leipziger Volkszeitung

2. Preis: Braunschweiger Zeitung

3. Preis (geteilt): Leine-Zeitung und Oldenburgische Volkszeitung

Sonderpreise: General-Anzeiger Bonn, Trierischer Volksfreund, Saarbrücker Zeitung, Tölzer Kurier


 

2001

Die Preisträger

1. Preis (geteilt): Saarbrücker Zeitung und tz München

2. Preis: 

3. Preis: Berliner Morgenpost

Sonderpreise: Badische Zeitung, Nordbayerischer Kurier, Pforzheimer Zeitung, Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung, Westfalenpost Hagen


 

2000

Die Preisträger

1. Preis: Süddeutsche Zeitung

2. Preis: Sächsische Zeitung

3. Preis: Peiner Allgemeine Zeitung

Sonderpreise: Badische Zeitung, Der Tagesspiegel, Haller Kreisblatt Westfalen, Hamburger Morgenpost, Südkurier Konstanz


 

1999 und frühere Jahrgänge

Eine Liste aller Preisträger der Jahrgänge vor 2000 finden Sie im Artikel "Deutscher Lokaljournalistenpreis" auf Wikipedia.

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Deutscher Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung
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Ausgezeichnet (Cover) v_1
Rezepte für die Redaktion 2015
Deutscher Lokaljournalistenpreis - Ergänzungsband 11
Kas.de
„Eine gute Wahl“
Gewinner des Lokaljournalistenpreises 2015 feiern in Chemnitz
Kas.de
Freie Presse / Sächsische Zeitung / Leipziger Volkszeitung gewinnen den Deutschen Lokaljournalistenpr...
Jährliche Verleihung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung
Rezepte für die Redaktion (Cover)
Rezepte für die Redaktion 2014
Deutscher Lokaljournalistenpreis - Ergänzungsband 10
Kas.de
Projekt „Zerreißprobe“ mit Deutschem Lokaljournalistenpreis 2014 ausgezeichnet
Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung erhält bei Festakt in der Sindelfinger Stadthalle den 1. Preis
Kas.de
"Verstehen uns als 24-Stunden-Medium"
Interview mit Jürgen Haar, Chefredakteur der Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung
Kas.de
Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung gewinnt den Deutschen Lokaljournalistenpreis 2014
Jährliche Verleihung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung
Kas.de
Journalistische Qualität und sonst nichts
Dieter Golombek, Erfinder des Lokaljournalistenpreises, verlässt die Jury – Heike Groll tritt Nachfolge an
Kas.de
Sächsische Zeitung für Familienkompass mit dem Lokaljournalistenpreis ausgezeichnet
Nach 34 Jahren übergibt Jurysprecher Golombek an seine Nachfolgerin Heike Groll

Mediateca

Jubiläum des Deutschen Lokaljournalistenpreises
Rückblick auf 40 Jahre Deutscher Lokaljournalistenpreis
Seit 40 Jahren verleiht die Konrad-Adenauer-Stiftung den Lokaljournalistenpreis für guten Lokaljournalismus.
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40-Jähriges Jubiläum/Deutscher Lokaljournalistenpreis 2019
Der Deutsche Lokaljournalistenpreis 2019 geht an den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag sh:z
In Berlin wurden das Jubiläum des Journalistenpreises gewürdigt und zugleich die Preisträger 2019 geehrt. Der 1. Preis wurde für ein multimediales Langzeitprojekt an sh:z vergeben.
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Deutscher Lokaljournalistenpreis 2018
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2018 geht an Chemnitzer Zeitung FREIE PRESSE
Mit dem Gesprächsformat „Chemnitz diskutiert" sowie einem großen Leserforum mit der Bundeskanzlerin ermöglichte die Redaktion einen kontroversen, respektvollen Austausch.
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Deutscher Lokaljournalistenpreis 2017
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2017 geht an die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten
Die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten erhalten für die Investigativrecherche über einen Bandenkrieg zwischen türkischen und kurdischen Rockerclubs den 1. Preis.
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Deutscher Lokaljournalistenpreis 2016
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2016 geht an die Landeszeitung für die Lüneburger Heide
Die Konrad-Adenauer-Stiftung würdigt exzellenten Lokaljournalismus und zeichnet „Landeszeitung für die Lüneburger Heide“ mit dem 1. Preis aus.
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Deutscher Lokaljournalistenpreis 2015
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2015 geht an Freie Presse/Sächsische Zeitung/Leipziger Volkszeitung
Für ihr Projekt „Ambulant operieren. So zufrieden sind Patienten in Sachsen.“ erhalten die Freie Presse, die Sächsische Zeitung und die Leipziger Volkszeitung den 1. Preis.
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KAS
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2014
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2014 geht an Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung
Bei der Preisverleihung in Sindelfingen wurde die Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung für ihr Projekt „Zerreißprobe“ mit dem 1. Preis geehrt.
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Deutscher Lokaljournalistenpreis 2013
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2013 geht an die Sächsische Zeitung
Die Sächsische Zeitung erhält für ihren kommunalpolitisch relevanten und zukunftsweisenden „Familienkompass“ den 1. Preis.
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Deutscher Lokaljournalistenpreis 2012
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2012 geht an die Thüringer Allgemeine und das Hamburger Abendblatt
Der zweigeteilte 1. Preis wird an die Thüringer Allgemeine für die Serie „Treuhand in Thüringen“ und an das Hamburgerr Abendblatt für seinen digitalen Straßenratgeber vergeben.
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Deutscher Lokaljournalistenpreis 2011
Deutscher Lokaljournalistenpreis 2011 geht an den General-Anzeiger Bonn
Der General-Anzeiger Bonn wurde bei der Preisverleihung im Bonner Plenarsaal für das Konzept einer Familienzeitung mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
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