Notas de acontecimientos

The Mediterranean Women Digital Summit

MED Women Shaping the Internet

For its third edition, the Mediterranean Women Digital Summit brought together female experts, entrepreneurs and activists in a unique hybrid format with a main conference studio in Tunis and connected participants throughout the southern Mediterranean region as well as in Europe. From 28th to 29th September 2020, this particular edition was nourished by extremely rich discussions on the place of women in the Internet and on how they can further invest this space and use it for a wider socio-economic development of the region.

Der Mediterranean Women Digital Summit, der seit 2018 in Tunis stattfindet, versammelt jedes Jahr Aktivistinnen, Unternehmerinnen und Akademikerinnen aus den Ländern des südlichen Mittelmeerraums, aber auch aus Europa. Ziel dieser Plattform ist es, die Möglichkeiten zu erkunden, die die Digitalisierung für die Stärkung der Rolle der Frau bietet. Die diesjährige Ausgabe konzentrierte sich insbesondere auf das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern, welches im Internet beobachtet wird und wie es in unseren Gesellschaften nach wie vor dem Fall ist. Durch eine Reihe von Podiumsdiskussionen und Peer-Konsultationen sollte ein Reflexionsprozess darüber in Gang gesetzt werden, wie das Internet zu einem Ort der Gleichstellung der Geschlechter gemacht werden kann.

Der erste Teil der Diskussionen machte deutlich, dass die Frage der geschlechtsspezifischen Verzerrung im Internet weit über rein technische Überlegungen hinausgeht. In der Tat prägen die Erfahrungen, die die Nutzerinnen und Nutzer im Internet machen, wesentlich ihre soziale Wirkung und ihre Sensibilität für die Sichtbarkeit aller Segmente der Gesellschaft, einschließlich Frauen und junger Frauen. Daher muss die Frage des Geschlechts im Internet in erster Linie als eine Frage der öffentlichen Politik für Regierungen und als eine Frage des Rechts für Justizsysteme betrachtet werden.  Häufig wiederkehrende Empfehlungen in den Diskussionen konzentrierten sich auf die Schaffung von sicheren Räumen für Frauen im Internet mit Meldemechanismen für sexuelle Belästigung und Anlaufstellen für die wichtigsten Internet-Akteure, damit die Koordination mit den Regierungen besser koordiniert werden kann.

Der Mediterranean Women Digital Summit brachte auch technische Experten zu sehr spezifischen Themen wie künstliche Intelligenz zusammen. In diesem Punkt machten die Diskussionen deutlich, wie wichtig es ist, sich vor Augen zu halten, dass die künstliche Intelligenz mit einer menschlichen Sichtweise konzipiert ist und in gewisser Weise unsere eigenen Widersprüche widerspiegelt. Letztlich sollten KI-Systeme auf menschlichen Werten beruhen und nicht umgekehrt. Ein interessanter Vorschlag, um diesem Ziel näher zu kommen, ist die Schaffung von Kanälen für den Austausch zwischen Geisteswissenschaften und Technologie. So integrieren in diesem Bereich immer mehr Forschungsteams Soziologen und Politologen in ihre Reihen.

Angesichts des Reichtums des Austauschs während der dritten Ausgabe des Mediterranean Women Digital Summit und des großen Interesses der Online-Teilnehmerinnen wird das KAS-Regionalprogramm Politischer Dialog Südliches Mittelmeer auch im Jahr 2021 eine Reihe von Diskussionen beginnen. Als Vorgespräche gedacht, werden diese Diskussionen hauptsächlich die Funktion einer Konsultation haben, um eine vierte Ausgabe zu entwickeln, die interaktiver ist und das Produkt des wachsenden Netzwerks ist, das diese Veranstaltung seit 3 Jahren unterstützt.

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Personas de contacto

Amine Ben Naceur

Amine Ben Naceur

Projektkoordinator

amine.bennaceur@kas.de +216 70 029 460 +216 71 962 381

Sobre esta serie

La Fundación Konrad Adenauer, sus talleres de formación, centros de formación y oficinas en el extranjero ofrecen anualmente miles de eventos sobre temas cambiantes. Le informamos en www.kas.de acerca de una selección de conferencias, eventos, simposios etc. , de forma actual y exclusiva. Aquí, usted encuentra, además de un resumen en cuanto al contenido, materiales adicionales como imágenes, manuscritos de diálogos, vídeos o grabaciones de audio.