Notas de acontecimientos

Perspektiven und Ausblick

de Juliane Liebers

Herausforderungen der honduranischen Regierung unter Präsident Hernández Alvarado

„Ein besonderer Dank gilt der Konrad-Adenauer-Stiftung für die langjährige Begleitung unserer Partei“, erklärte der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández Alvarado bei einem Gespräch in der Akademie der Stiftung in Berlin. Nun habe zum ersten Mal seit 64 Jahren die nationale Partei von Honduras zwei Mal hintereinander Wahlen gewonnen. „Das politische Denken – die Prinzipien die wir durch die Konrad-Adenauer-Stiftung kennengelernt haben, sind ein Schlüsselelement für das politische Denken unserer Partei.“

Heute müsste die Wirkung politischer Parteien effektiv genutzt werden und politische Institutionen gestärkt, „damit unsere Visionen Wahrheit werden“. Der neuen Regierung von Honduras geht es vor allem um eine Wiederherstellung des Friedens. Auch strebt Alvarado ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum durch Investitionen und Exportförderung an. Zudem will er Möglichkeiten schaffen, um die Würde und Lebensqualität der Honduraner zu verbessern und damit die Armut zu verringern.

Mit der Amtsübernahme Alvarados habe die Regierung als einzige der Welt ein Abkommen mit Transparency International unterzeichnet – „ein wichtiger Schritt bei der Umgestaltung unseres Landes“. Die wichtigsten Bereiche Honduras‘ würden damit durchleuchtet und die Fortschritte des Landes analysiert. 2009 bis 2011 sei Honduras das gewalttätigste Land der Welt gewesen. Nun sei die Gewalt von 86 auf 57 Morde pro 10.000 Einwohner reduziert worden. 80 bis 90 Prozent der gesetzwidrigen Handlungen in Mittelamerika stünden unmittelbar mit Drogenhandel im Zusammenhang. Um sich vor diesem zu schützen, habe die Regierung ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfond unterzeichnet. Dadurch konnten die Steuereinnahmen um 21 Prozent erhöht und somit mehr Gelder für „Benachteiligte, Ausgegrenzte, von Honduras Vergessene“ zur Verfügung gestellt werden. „Es gilt das Prinzip der Menschenwürde. Wir sind alle gleich.“ Wenn jedoch die Situation eines Landes dazu führe, das unter unwürdigen Bedingungen gelebt werden muss, dann müsse der Staat handeln, betonte Alvarado. Durch Sozialleistungen und gesundheitliche Betreuung würde nun auch diesen Menschen eine Chance gegeben. In Anbetracht des Ausmaßes der Unsicherheit habe die Regierung zudem beschlossen, das gesamte Gesetzsystem, die Justiz des Landes umzustrukturieren. Neue Institutionen wie der Nationalrat für Sicherheit und Verteidigung wurden ins Leben gerufen. Jedoch war ein „besonderes Budget für ein besonderes Problem nötig“. Dafür wurde eine viel diskutierte zusätzliche Steuer eingeführt - die Sicherheitssteuer. „ Jedoch hat es sich gelohnt“, bestärkte Alvarado. Durch mehr Sicherheit gebe es nun mehr Investitionen.

Außerdem wurde ein Abkommen mit dem Privatsektor geschlossen, um ein neues Sozialsystem einzuführen. Zuvor stünden nur 5 Prozent der Bevölkerung von Honduras unter dem Schutz des Sozialsystems. Durch das Rahmenabkommen mit den Unternehmen, hofft Alvarado, das in etwa acht bis zehn Jahren alle Honduraner versichert sind.

„Wir haben einen großen Sprung geschafft“, betonte der Präsident.

„Wenn wir gemeinsam anpacken, schaffen wir die Gewalt zu verringern.“ Denn Gewalt sei der Hauptgrund für Abwanderung, vor allem in Richtung USA, obgleich die Bürger ihre Potenziale in ihrem eigenen Land nutzen wollten. Wenn das Problem ganzheitlich mit einer regionalen Sichtweise angegangen würde, könne in Mittelamerika eine Zone des Friedens und Wohlstands geschaffen werden. „Wir müssen gemeinsam arbeiten für ein Wirtschaftliches Wachstum, die Ausbildung unserer Arbeitskräfte und die Stärkung unseres Produktionsapparates.“ Dazu sei mit El Salvador und Guatemala die Allianz für Wohlstand entwickelt worden. Ein Plan der derzeit im Kongress der USA diskutiert und entsprechende Mittel beschlossen würden.

Im Rahmen des Besuchs in Deutschland auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel habe die Regierung unter Alvarado in einem Bündnis mit den Sparkassen geprüft, wie das Finanzmodell Honduras‘ angepasst und umgestaltet werden kann. Zudem sehe Alvarado ein großes Potenzial in dem dualen Ausbildungssystem Deutschlands. „Es wird uns in die Lage versetzen, eines der wichtigsten Probleme - das der Arbeitslosigkeit - zu lösen.

In einem Abkommen mit Guatemala würde das Thema der Zollunion besprochen, um aus den Erfahrungen Europas zu schöpfen. Zudem habe Honduras ein Modell der Wirtschaftszonen angenommen, wie es Hong Kong entwickelt habe. Die Verfassung Honduras‘ wurde abgeändert, um dieses innovative Modell für Zonen zur wirtschaftlichen Entwicklung mit eigenem politischem, administrativem und rechtlichem System zu schaffen und den Wettbewerb mit Asien auf dem amerikanischen Markt aufnehmen zu können. „Wir wollen aus der geographischen Lage Honduras‘ den größten Nutzen ziehen“ - Im Zentrum Mittelamerikas mit 390 km Entfernung zwischen dem Pazifischen und dem Atlantischen Ozean. Mit dem Bau eines Logistikzentrums und erstem Einsatz im Jahr 2017 sollen Waren von einem zum anderen Ozean transportiert werden. Die Häfen würden zu einem Handelsdreieck verbunden- zwei am Atlantik sowie ein Hafen am Pazifik. Ein regionaler Flughafen würde für die Luftfracht entwickelt.

Mit seinem archäologischen Park der Mayas sei Honduras das Land mit der größten Fläche von Naturreservoirs in Mittelamerika. Trotz der Hoffnung ein beliebtes Tourismusziel mit wirtschaftlichem Aufschwung, in Frieden und Wohlstand zu werden, „bleibt es unsere Aufgabe, unser eigenes Erbe zu schützen.“

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