Conferencia especializada

Landwirtschaftspolitik aus christlich-demokratischer Perspektive

- die Problematik kleinbäuerlicher Betriebe

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Detalles

Zweck des Seminars war es, Probleme des ländlichen Sektors und der indigenen Gemeinschaften in einem Dialog zwischen Politikern, landwirtschaftlichen Kleinunternehmern, Mitarbeitern von Regierungsbehören und -programmen in der Region (INDAP, CONAIE, ORIGENES), Mapuche-Dirigentes, Bürgermeistern und verschiedenen Interest groups zu analysieren und konkrete Politikvorschläge für eine Landwirtschaftspolitik der PDC in der Regierungsverantwortung zu machen. Dieses Ziel wurde erreicht. Aus allen diesen Gruppen waren Teilnehmer anwesend. Sie waren entweder Mitglieder oder Sympathisanten der Partei.

Bereits im Vorfeld hatte eine Kommission unter dem Titel „Trabajo de Análisis y Evaluación de Políticas Públicas y Propuestas para el Tema Indígena en el Marco del Programa ORIGENES“ ein Dokument erstellt. Dieses wurde dann vor allem durch Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Indígenas“ erweitert. Dieser direkte Bezug des Dialogs verschiedener gesellschaftlicher Segmente zum Parteiprogramm des PDC ist sehr positiv zu bewerten. Als Empfänger für die Vorschläge waren hochrangige Parteivertreter anwesend, etwa Senator Rafael Moreno oder Diputado Eduardo Saffirio. In drei Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern „Pequeña Empresa Agropecuaria“, „Desarollo Social“ und „Sector Indígena“ wurden Vorschläge für die Politik erarbeitet. Diese wurden dann anschließend im Plenum vorgestellt und diskutiert. Dazu gab es Vorträge von Rafael Moreno (als Ersatz für den ursprünglich vorgesehenen Adolfo Zaldívar), Eduardo Saffirio, Claudio Torres (Regionalpräsident PDC), etc. Hier wurde vor allem der Zusammenhalt als PDC beschworen. Rafael Moreno sprach sich unter Anderem gegen die Oligopolisierung der Exportwirtschaft und für eine Stärkung der PYMEs aus, kritisierte die staatlichen Förderungen für die Großunternehmer und forderte Unterstützung für die Kleinunternehmer, sich zu organisieren.

Immer wieder wurden durch die Teilnehmer folgende Forderungen laut: eine effektive Dezentralisierung, eine bessere Koordination zwischen den verschiedenen Programmen und Behörden und damit verbunden eine Ent-Bürokratisierung, eine eindeutige und integrale Indigenenpolitik, mehr Bedeutung der Indigenenfrage auch in ihrer kulturellen Dimension, mehr Beratung der häufig indigenen landwirtschaftlichen Kleinunternehmer beim Einsatz der Kredite, eine Revision der Politik von INDAP, eine bessere Erziehung und Gesundheitsfürsorge in indigenen Gebieten, Abbau des Assistentialismus, verstärkter Umweltschutz. Wiederholt wurde die – nach Meinung vieler – zu zauderliche Concertacións-Regierung kritisiert und die Hoffnung auf die Durchsetzung dieser Forderungen in ihrem Inneren vor allem auf die DC ausgerichtet.

In seinen Abschlussworten brachte Rafael Moreno die Wertfragen ins Spiel und forderte die Christdemokraten auf, bei Themen wie Abtreibung, Homo-Ehe, Euthanasie ihren christlichen Grundsätzen treu zu bleiben. Er zog eine Verbindung zwischen den Werten und der Lebenswelt der Mapuches. Er lobte das Dokument des PDC-Präsidenten Adolfo Zaldívar „Una Mirada al Presente para Pensar el Futuro“. Die Teilnehmer verließen hochmotiviert den Saal.

Das Seminar war auch sinnvoll, um Kontakte zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren zu knüpfen und Vernetzungen zu schaffen. Die Teilnehmer wiesen darauf hin, dass es wichtig sei, solche Tagungen weiterzuführen und dass es nicht bei diesem einen Mal bleiben dürfe. Aus dem Seminar erwuchsen auch spontane Ideen. Beispielsweise wollen einige Frauen einen Arbeitskreis „Mujeres Mapuches Demócratacristianas“ gründen.

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Lugar

Temuco

Altavoces

  • Rafael Moreno
    • Senator
      • Eduardo Saffirio
        • Abgeordneter
          • Claudio Torres
            • Regionalpräsident des PDC
              • Mitarbeiter von Regierungsbehörden
                • Führungsfiguren der Mapuche-Indianer
                  • Kleinunternehmer aus dem landwirtschaftlichen Sektor
                    Contacto

                    Dr. Helmut Wittelsbürger

                    Former Resident Representative of the Konrad-Adenauer-Stiftung in Chile