Publicaciones

Verfassungsreformen in Nicaragua bis zur nächsten Regierung eingefroren

Löst die Vereinbarung Bolaños – Ortega die politische Krise?

Die politische Vereinbarung zwischen Staatspräsident Bolaños und dem Generalsekretär der Sandinistischen Befreiungsfront (FSLN), Daniel Ortega, vom Wochenbeginn verschiebt die Gültigkeit und Rechtmäßigkeit der Teilreformen der Verfassung des Landes auf den 10. Januar 2007, wenn der neugewählte Präsident seine Amtsgeschäfte aufnimmt. Formal wird eine Rahmenvereinbarung in den parlamentarischen Gesetzgebungsprozess eingebracht. Als unmittelbare Folge verlieren sämtliche im Zuge der Verfassungsteilreform vom Parlament ausgesprochenen Ernennungen von staatlichen Funktionsträgern ihre Gültigkeit.

Verhandlungen zum Assoziierungsabkommen zwischen EU und Zentralamerika vorerst stillgelegt

Mit der Verlautbarung vom 1. April 2009, sich aus den Verhandlungen zum Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Zentralamerika zurückzuziehen, hat Nicaragua die Verhandlungen erst einmal zum Stillstand gebracht. Man wolle und könne mit einer „Pistole am Kopf“ nicht weiter diskutieren, so Daniel Ortega, Präsident von Nicaragua. Die anderen zentralamerikanischen Staaten wurden von dem Schritt ebenso überrascht wie die EU, obwohl es sich wohl schon seit einiger Zeit angebahnt hatte, dass Nicaragua die Verhandlungen nicht weiterführen will.

Vom autoritären System zur offenen Diktatur

Nicaragua nach den Wahlen

Zum dritten Mal in Folge wählten die Nicaraguaner in einer zweifelhaften Wahl Daniel Ortega zu ihrem Präsidenten. Mit seiner Frau Rosario Murillo als Vizepräsidentin befindet sich Nicaragua nun am Übergang von einer Autokratie zu einer Familiendynastie, wie sie zuletzt unter dem Diktator Anastasio Somoza Debayle bestand, dessen System die sandinistische Revolution mit ihrem Triumph am 18. Juli 1979 hinwegfegte.

Wahlen in Honduras

José Manuel Zelaya Rosales von der Liberalen Partei neuer Präsident

Mit der knappsten Differenz in der demokratischen Geschichte des Landes wurde der Oppositionskandidat José Manuel Zelaya von der Liberalen Partei (PL) gegenüber seinem Gegenspieler Porfirio Lobo von der regierenden Nationalen Partei (PN) zum neuen Präsidenten Honduras gewählt. Die Amtsübergabe erfolgt am 27. Januar 2006.

Wiederaufforstung im Blätterwald

Costa Rica Mediareport 2/2015

Der Costa Rica Mediareport informiert darüber, welche Themen aktuell in den costa-ricanischen Medien berichtet und in den sozialen Netzwerken diskutiert werden.

Ingmar Zahorsky / Flickr / CC BY-NC-ND 2.0

Überraschende Ergebnisse bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Costa Rica

Am 1. April 2018 kommt es zur Stichwahl

Die historisch hohe Zahl der Unentschiedenen und Wechselwähler bestimmte die Monate und besonders die letzten Tage vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Costa Rica am 4. Februar 2018 und machte selbst einigermaßen verlässliche Prognosen über den Wahlausgang unmöglich.

Epizentrum Brasilien

Die Schockwellen des Odebrecht-Korruptionskandals in Lateinamerika und deren Auswirkungen in den einzelnen Ländern

Der unter den Namen Lava Jato beziehungsweise Caso Odebrecht bekannt gewordene Korruptionsfall rund um Brasiliens größten Baukonzern Odebrecht hat in Brasilien bereits weite Kreise gezogen. Immer mehr kommt durch Zeugenaussagen und das Auswerten sichergestellter Dokumente zu Tage. Es handelt sich um den bei weitem größten Korruptionsskandal des Landes. Seit einigen Wochen wird nun zudem das Ausmaß immer deutlicher, welches das Korruptionsnetzwerk des Baukonzerns auch außerhalb Brasiliens angenommen hat.