Ausgaben

2011

"Gepeinigte Christen"

Ihrem Schwerpunkt „Gepeinigte Christen“ hat die "Politische Meinung" im April die aktuelle Rubrik „Arabischer Ruf nach Freiheit“ vorangestellt. Einblicke in den Verlauf und die Struktur der Revolution in Ägypten, die Rolle der Jugend in den arabischen Gesellschaften, die Ausrichtung der Muslimbrüder und die Positionierung Europas gegenüber seinen südlichen Nachbarn ermöglichen eine breite Reflexion der Hintergründe des Umbruchs in den maghrebinischen Staaten.Eine bestürzend umfassende Verfolgung von Christen greift weltweit in zunehmendem Maße um sich. Der Begriff der Religionsfreiheit droht von kollektiven Ansprüchen zu Ungunsten individueller Rechte umdefiniert zu werden. Die enge Verknüpfung von demokratischem Freiheitsverständnis und Respekt vor der christlichen Religion steht hier ebenso im Focus der Aufmerksamkeit wie ein Überblick über die dramatischen Fakten weltweit, die reglementierende Politik gegenüber den christlichen Kirchen in China und die Praxis in der Türkei. Ein Blick auf die friedensstiftende Funktion der Religionen empfiehlt gelebte Solidarität – wie sie in Ägypten für einen Moment zu sehen war – als Mittel gegen Instrumentalisierung und fundamentalistische Gewaltexzesse.In weiteren Rubriken geht die Aprilausgabe auf die Katastrophe in Japan mit einem Augenzeugenbericht ein, thematisiert die rechtlichen, technischen und strategischen Herausforderungen einer modernen Kriegsführung sowie die Problematik einer gerechteren Finanzbeziehung zwischen den deutschen Bundesländern.Außerdem erläutert eine kritische Bestandsaufnahme der Methoden von Facebook und anderen Netzwerken deren Vereinbarkeit mit den Prinzipien des demokratischen Rechtsstaates.

2010

"Wir sind ein Volk!"

Unter dem Motto „Wir sind ein Volk“ bereitet die Septemberausgabe der Politischen Meinung auf das zwanzigjährige Jubiläum der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 vor.Die Beiträge zu diesem Schwerpunkt blicken sowohl auf die bewegenden Ereignisse, die mit überraschender Dynamik zur Wiedervereinigung führten, als auch auf den so begonnenen Weg, der bis heute ungekannte mentale, internationale und europäische, kulturelle und ökonomische Herausforderungen zu bewältigen hat. Die Wertschätzung der deutschen Revolution und ihrer Konsequenzen wird auch in der zunehmenden Thematisierung durch die Literatur deutlich – ihr ist eine eigene Reflexion gewidmet. Eine exklusive Übersetzung erst vor wenigen Jahren geöffneter sowjetischer Geheimdokumente offenbart schließlich die unverstellte Haltung des Kreml zur deutschen Entwicklung in den Jahren 1987 bis 1990.Diese wichtige Ausgabe der Politischen Meinung wird mit einem persönlich gehaltenen Beitrag der Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeführt und im Editorial des Präsidenten des Europäischen Parlamentes a.D. und Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung Hans-Gert Pöttering vorgestellt.Die weiteren Rubriken „Sicherheitskonzepte auf dem Prüfstand“ und „Würdigung“ beschäftigen sich mit der neuen NATO-Strategie, der Haltung Russlands zum Westen, insbesondere zu den USA, sowie mit dem 100. Geburtstag des ehemaligen Innen-, Außen-, und Verteidigungsminister Gerhard Schröder.

2000

10 Jahre deutsche Einheit

Die Oktoberausgabe der Politischen Meinung widmet sich neben einer Stellungnahme zu den jüngsten rechtsradikalen Attacken und grundsätzlichen Überlegungen zum Begriff Toleranz in ihrem Themenschwerpunkt dem Jubiläum der Deutschen Wiedervereinigung unter innenpolitische und außenpolitischen Aspekten. Letztere beleuchten vor allem die Rolle der Supermächte und des Papstes im gesamten Prozess der Auflösung der Blöcke. Die innenpolitische Betrachtung erfolgt sowohl aus westlicher wie aus östlicher Perspektive. Ein Rückblick auf die Geschichte der Mauer macht den Wert der Einheit als wiedergewonnene Freiheit besonders anschaulich. In Reaktion auf einen Beitrag der August-Ausgabe wird die Bedeutung einer christlichen Grundhaltung für die politische Bewußtseinsbildung in der DDR dargestellt. Ein Beitrag zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zeigt, daß politische oder moralische Einmischung durch Literaten nur noch eine Ausnahmeerscheinung darstellen. Eine Würdigung Volker Brauns, dem diesjährigen Büchner-Preis-Träger nähert sich diesem Thema zudem durch die Betrachtung eines herausragenden Autors. Gewürdigt wird auch der US-Schriftsteller Thomas Wolfe, der am 3. Oktober 100 Jahre alt geworden wäre. Sein von außen auf Deutschland gerichteter Blick enthält interessante Aspekte für das deutsche Selbstverständnis. Im internationalen Bereich wird in der Oktoberausgabe der Zustand der jungen indonesischen Demokratie focussiert. Zur Kontroverse soll ein Beitrag über die ethischen Grundlagen der Demokratie anregen, der der Nation den Primat vor der Verfassungsstruktur einräumt.

2001

1968 und die Mythen der Linken

Die Mai-Nummer der Politischen Meinung setzt sich mit den Mythen der 68er in doppelter Perspektive auseinander: einerseits mit dem Mythos, der sich um die Studentenrevolte rankt und in ihr die Funktion einer Vitalisierung der Bundesrepublik zu sehen versucht; andererseits werden diejenigen Mythen und Utopien thematisiert, die selbst Movens des Aufruhrs waren und bis heute fortwirken.Eine Analyse intellektuellen Ringens um die symbolische Gewalt stellt die Debatte in den breiten Kontext der Problematik fundamentalistischer Bestrebungen. Die Diskussion wird ergänzt um die persönliche Sicht eines ehemaligen DDR-Dissidenten und einem Blick auf die Impulse, die 1968 von dem Katholikentag in Essen, ausgingen. Weitere Themen sind im Maiuniversitäre Strukturen, die gegenwärtige Sozial- und Wirtschaftspolitik, der Arbeitsmarkt, der Beitrag der Kirche zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit sowie 70 Jahre Subsidiaritätsprinzip. Ein Kommentar focussiert Italien vor der Wahl und die Rolle Berlusconis. In Anlehnung an die von Camus aufgegriffene antike Gestalt des Sisyphos schildert ein philosophischer Beitrag schließlich die Möglichkeit des Denkens zur Sinnhaftigkeit menschlichen Tuns zurückzuführen.

2014

2015 - Was vor uns liegt

Jahreswidmungen haben saisonale Konjunktur - falls eine „Zahl des Jahres 2015“ noch zu küren wäre, dann gäbe es spätestens seit den Haushaltsbeschlüssen des Bundestages Ende November einen heißen Titelaspiranten: die „schwarze Null“ („Zerum niger“). Schließlich ist ein ausgeglichener Bundeshaushalt, wie er für 2015 angestrebt wird, deutschland- und europaweit seit Jahrzehnten so etwas wie eine bedrohte Art – ein Schattengewächs, bis heute mitunter tief verachtet. Angesichts der großen Veränderungen unserer Zeit – Globalisierung, Europäisierung, Digitalisierung, Migration –, der Vielzahl der neuen Bedrohungen auf internationaler Ebene und einer noch weitgehend diffusen Diskussionslage in vielen grundlegenden Fragen sind Pflöcke der Verlässlichkeit rar. Eigentlich bräuchte es mehr „schwarze Nullen“. Man wird sie sich auch über das kommende Erdenjahr hinaus hart erarbeiten müssen.

2015

Adenauer - Der bürgerliche Revolutionär

Die Sonderausgabe "Adenauer - Der bürgerliche Revolutionär" nimmt die demokratischen Neuanfänge vor 70 Jahren, die frühen Jahre der Bundesrepublik und ihren politischen Gestalter in den Blick. Der Neubeginn nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete einen revolutionären Einschnitt in der deutschen Geschichte, und die Veränderungen, die er mit sich brachte, waren so tiefgreifend, dass sie Deutschland und Europa bis heute prägen. Dabei gab die von Konrad Adenauer bestimmte Politik den Deutschen wiederKraft und Hoffnung. Sie vermochte die Menschen „mitzunehmen“.Als Online-Leseprobe bieten wir unseren Leserinnen und Lesern das Editorial, ein Interview mit Libet Werhahn-Adenauer sowie den Essay von Hildigund Neubert "Niemand wagte, ihn zu lieben. Das Adenauerbild in der DDR" an.Die Sonderausgabe der "Politischen Meinung" ist ab dem 19. Juni 2015 im Presseeinzelhandel zum Preis von 5,00 Euro erhältlich.

Afrika - Im Dialog mit dem Nachbarkontinent

Die Coronakrise bindet zurzeit verständlicherweise unsere gesamte Aufmerksamkeit. Dass sie derartige Ausmaße erreichen würde, hat unsere Redaktion Anfang März, als die aktuelle Ausgabe in den Druck ging, nicht für möglich gehalten. Unsere Leserinnen und Lesern werden sich vielleicht fragen, warum wir angesichts der völlig veränderten Lage an der Produktion und Auslieferung dieses Heftes festgehalten haben. Einerseits geht es uns um einen Restbestand an Verlässlichkeit gegenüber unseren Produktionspartnern wie Agentur und Druckerei. Andererseits hoffen wir, dass ein Blick ins Weite hilfreich sein kann, wenn sich jeder von uns, soweit es eben geht, ins Private zurückziehen muss. Die Folgen der Coronakrise sind nicht absehbar, deutlich zeichnet sich jedoch heute schon ab, dass die Welt weniger offen sein könnte, als wir es bisher gewohnt waren. Teils drehen sich die Perspektiven um: Nicht Afrika, Europa ist – zumindest jetzt noch – der Katastrophenkontinent! Es gibt alte und neue Gründe, mit Afrika in Dialog zu treten. Aber am Wichtigsten erscheint uns, selbst in der größten und unvermeidlichen Isolierung, wenn irgend möglich, nicht das Verbindende aus den Augen zu verlieren.

2007

Afrika - Nachbar und Partner

Mit Blick auf den EU-Afrika-Gipfel in Lissabon am 8./9. Dezember beleuchtet die Politische Meinung in ihrer Dezemberausgabe das Verhältnis der zwei benachbarten Kontinente. José Manuel Barroso beschreibt die Neubestimmung einer strategischen Partnerschaft fernab des anachronistischen Geber-Nehmer-Musters. Die Dringlichkeit der Demokratieförderung im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit betont Andrea Kolb in ihrem Beitrag. Frank Spengler stellt Handlungsempfehlungen der Konrad-Adenauer-Stiftung an die Politik vor, die im Rahmen einer Mitarbeiterkonferenz für Afrika und Nahost erarbeitet wurden. Das Engagement in Afrika als Bewährungsprobe für die G8-Staaten betrachtet Peter Molt in seinem Essay, das Engagement des Deutschen Roten Kreuzes in Sudan schildert Rudolf Seiters.Zum 75. Geburtstag von Bernhard Vogel als Herausgeber der Politischen Meinung gratulieren im Vorwort Angela Merkel und Helmut Kohl mit einem Rückblick auf gemeinsame politische Wege, ein Gespräch mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Thüringen führt Günter Müchler.In der Rubrik „Gedanken zur Zeit“ äußert sich Dieter Stolte über einen „zeit-gemäßen“, das heißt verantwortungsvollen Journalismus und Benno Kirsch über die Widersprüchlichkeiten der Evolutionstheoretiker im Umgang mit Kreationisten. „Mildernde Umstände“ lautet die Weihnachtsgeschichte von Gabriele Wohmann.

2010

Afrika ist im Spiel

Die erste Doppelnummer der nun mit zehn Ausgaben jährlich erscheinenden Politischen Meinung für Juli und August 2010 setzt den Schwerpunkt "Afrika ist im Spiel".Sie versammelt entwicklungs- und außenpolitische Perspektiven auf den "jungen" Kontinent, Reflexionen auf die Chancen der panafrikanischen Demokratie und ihrer Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, eine Analyse der Rolle digitaler Medien in Afrika, einen exemplarischen Einblick in den von Auflösung bedrohten Staat Nigeria, und eine Einschätzung der Bedeutung des Fußballs.Das Editorial führt in die Thematik ein und wagt dabei einen Rückblick auf eine afrikanische Menschenrechtserklärung aus dem 13. Jahrhundert. Die Rubrik "Europäische Perspektiven" beschäftigt sich mit den Konsequenzen des Vertrages von Lissabon. Sie blickt zudem nach Italien und in die Türkei. "Parteien im Focus" stellt die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung der CDU in Niedersachsen vor, beleuchtet die Situation der LINKEn am Scheideweg und das bedenkliche Verhältnis der SPD zu den Medien. Die Regulierung der internationalen Finanzmärkte im Spannungsfeld zwischen populistischer Beruhigung und genauer Ursachenanalyse reflektiert die Rubrik "Finanzmarkt in der Kritik". "Kultur - Relikte und Zeichen" führt zu den diesjährigen Kulturhauptstädten Europas, dabei insbesondere in das Ruhrgebiet, zu einem literarischen "Turm" mit dem der Schriftsteller Uwe Tellkamp die bizarren Seiten des Lebens in der DDR lebendig werden läßt und zu der nationalsozialistischen Hinterlassenschaft des KdF-Seebades Rügen, das heute ein Dokumentationszentrum beherbergt.

2005

Alter als Chance

„Wie kann man dem demografischen Wandel in Deutschland begegnen?“ lautet die zentrale Frage der Juniausgabe der Politischen Meinung zum Thema „Alter als Chance“.Dabei werden die Konsequenzen der Entwicklung im Hinblick auf die Zukunft der Sozialsysteme und den Arbeitsmarkt erörtert sowie die Ursachen der gesellschaftlichen Veränderungen in der Logik der Produktivitätssteigerung analysiert.In bezug auf die individuelle Lebensführung zeigen weitere Beiträge Möglichkeiten und Chancen einer hohen gesellschaftlichen Mitverantwortung im Alter auf, die auf einem insgesamt neuen Bild des Alters basieren. Vielfältige Anstöße hierzu gehen auf Ursula Lehr zurück, deren Werk anlässlich ihres 75. Geburtstages besonders gewürdigt wird.Unter der Rubrik „Europa aktuell“ werden die innen- und europapolitischen Ereignisse in Österreich und Frankreich vorgestellt und kommentiert.Zeitgeschichtliche Beiträge beschäftigen sich im Nachgang zu der Maiausgabe nochmals mit dem 8. Mai 1945 als dem Tag der Befreiung sowie mit dem spektakulären DDR-Schauprozess gegen den RIAS vor fünfzig Jahren.Die Rubrik „Würdigungen“ ehrt im Juni Papst Benedikt XVI., Wulf Kirsten als Literaturpreisträger der KAS sowie den französischen Literaten Jean d’Ormesson.

Dr. Bernd Löhmann

Chefredakteur "Die Politische Meinung"

Bernd.Loehmann@kas.de +49 30 26996-3603

Konstantin Otto

Geschäftsführer "Die Politische Meinung"

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Dr. Ralf Thomas Baus

Referent "Die Politische Meinung"

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