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Reportajes internacionales

Breves informes políticos de las oficinas internacionales de la KAS

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Neuer Jemen, neuer Golf

Der Krieg im Jemen und das Zerwürfnis zwischen Riad und Abu Dhabi

Im Zuge der dramatischen Ereignisse im jemenitischen Bürgerkrieg über den Jahreswechsel haben sich die Karten im regionalen Machtgefüge zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) neu gemischt. Die Militäroffensive von emiratisch-unterstützten Separatisten und der Gegenschlag der mit Saudi-Arabien verbündeten jemenitischen Regierung sind mehr als nur ein weiteres Kriegskapitel – sie brachten das Fass der Spannungen zwischen den beiden Golf-Monarchien zum Überlaufen. Nicht nur trat erstmals die lange schwelende Animosität zwischen Riad und Abu Dhabi offen zu Tage, die Auseinandersetzung macht auch eine weitere Runde an Konfrontationen am Golf wahrscheinlicher und wirft grundlegende Fragen über die Stabilität im Nahen Osten auf, für welche die Golf-Staaten noch vor kurzem als Garantiemächte galten. Nun könnte eine neue Phase der Politik am Golf eintreten, mit zwei konträren Polen des Golf-Kooperationsrates (GCC), die mithilfe unterschiedlicher Koalitionäre gegensätzliche regionale Visionen verfolgen. Ebenso bleibt der Bruch des einstigen Bündnisses Saudi-VAE nicht ohne Konsequenzen für Europas Außenpolitik in Nahost, welche eigentlich auf beide Protagonisten als Stabilitätsanker setzt.

IMAGO / Zoonar

Panorama de México 2026

México bajo una prueba de estrés: presión de intervención de EE. UU., retroceso democrático y seguridad frágil

Desde la intervención militar estadounidense en Venezuela, posibles operaciones de EE. UU. en México ya no se perciben como una mera amenaza retórica. Anuncios en ese sentido desde Washington son vistos hoy también en México como un escenario de riesgo político real y colocan a la presidenta Sheinbaum ante una prueba de liderazgo tanto en política exterior como interna. Al mismo tiempo, el país atraviesa una fase de profundos cambios institucionales. Tras el amplio debilitamiento de las estructuras del Estado de derecho en 2025, en 2026 la anunciada reforma electoral podría llevar a que el Poder Legislativo quede, en la práctica, bajo el control del partido gobernante. De concretarse, este proyecto dañaría de manera sustantiva el ya frágil equilibrio democrático. En paralelo, la situación de seguridad muestra un panorama heterogéneo. Mientras disminuye el número de homicidios registrados, la cifra de personas desaparecidas continúa en aumento. A la vez, la percepción de inseguridad entre la población se mantiene elevada.

Der 14. Parteikongress der Kommunistischen Partei Vietnams

Neues Mandat, neue Maßstäbe - Generalsekretär To Lam und seine epochale Reformagenda

Der 14. Nationale Parteikongress der Kommunistischen Partei Vietnams fand vom 19. bis 23. Januar 2026 in Hanoi statt. Beim wichtigsten politischen Großereignis des Landes wählen über 1500 Delegierte für die nächsten fünf Jahre ein neues Zentralkomitee mit 200 Mitgliedern, aus dessen Reihen die Mitglieder des Politbüros hervorgehen. Der diesjährige Parteikongress war für die Entwicklungsstrategie Vietnams richtungsweisend, denn zur Probe standen die umfassendsten Reformen seit Vietnams wirtschaftlicher Öffnung im Jahr 1986.

IMAGO / Xinhua

Rechtspopulismus gewinnt Wahlen in Costa Rica

Kontinuität des „Chavismo“ als epochale Zäsur

Laura Fernández von der Partei Pueblo Soberano („Souveränes Volk“) gewinnt die Präsidentschaftswahl in der ersten Wahlrunde mit 48,33% der Stimmen (bei bisher 93,79% Stimmauszählung) und schafft es mit ihrer Partei auf eine Mehrheit der Sitze im Parlament. Der Kandidat der traditionsreichen Partido Liberación Nacional (PLN) erzielte zwar ein historisch gutes Ergebnis, aber war dennoch der Erstplatzierten deutlich unterlegen. Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom 1. Februar 2026 markieren somit einen historischen Wendepunkt in der politischen Geschichte Costa Ricas. Das Land, das über Jahrzehnte als demokratische Ausnahmeerscheinung in Mittelamerika galt, hat eine Wahl erlebt, die weit über die Entscheidung über Personen und Parteifarben hinausgeht. Es ging um die grundlegende Frage, wie Costa Rica künftig regiert werden soll: durch institutionellen Dialog, Gewaltenteilung und Konsens – oder durch eine machtkonzentrierte Politik, die auf Konfrontation und strukturellen Systemumbau setzt. 

Michael Rimmel

Israels Narben nach dem 7. Oktober: Die Rückkehr der Geiseln und das nationale Trauma

Wie der Angriff der Hamas gesellschaftliche Bruchlinien offenlegt und alte Prinzipien infrage stellt

Am 26. Januar 2026 kamen die sterblichen Überreste von Ran Gvili, der letzten israelischen Geisel in den Händen der palästinensischen Terroristen, zurück nach Israel. Der Polizeioffizier einer Eliteeinheit hatte am 7. Oktober 2023 gegen die Hamas gekämpft, wurde dabei von Terroristen getötet und in den Gazastreifen verschleppt.  Mit der Rückgabe seines Leichnams ist nun seit 2014 erstmals keine israelische Geisel in den Händen der Hamas. Nun kann seine Familie und die gesamte Gesellschaft Abschied nehmen. Ran Gvili steht symbolisch für die zwei Traumata, die Israel seit dem 7. Oktober 2023 erlitten hat. Dem ersten Trauma, der Angriff am 7. Oktober mit über 1.200 Toten, folgte das zweite, eine Geiselnahme von 251 Geiseln, zum Teil zwei Jahre gefangen in den Händen der Hamas.  Es wird deutlich, dass der 7. Oktober nicht der Beginn, sondern eine dramatische Zuspitzung eines bereits bekannten Musters ist.

IMAGO / Avalon.red

US-Meinungen nach dem ersten Jahr in Trumps zweiter Amtszeit

“Move Fast and Break Things”

Stärke zeigen, Traditionen in Frage stellen, die Interessen Amerikas – und die eigenen – in den Mittelpunkt stellen: Das erste Jahr der zweiten Amtszeit von Präsident Trump war ein Wirbelwind an nationalen und internationalen Veränderungen. Besonders außenpolitisch hat er die Rolle der USA tiefgreifend verändert – und die bestehende Ordnung in Frage gestellt.

EU-Jordanien-Gipfeltreffen

Symbolischer Schritt für eine strategische Partnerschaft

Mit dem ersten bilateralen Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union (EU) und Jordanien setzten beide Akteure ein Signal für die Vertiefung ihrer Partnerschaft in Zeiten regionaler Instabilität im Nahen Osten. Mit ihrer Unterstützung für Jordanien möchte die EU das Partnerland in seiner wichtigen stabilisierenden Rolle in der Region stärken und entsprechend zur internen Stabilität des Landes beitragen, insbesondere durch die Ankurbelung der Wirtschaft. Für die EU bietet die vertiefte Partnerschaft außerdem eine Gelegenheit, sich im Kontext der zunehmend unberechenbaren US-Außenpolitik als verlässlicher Partner und Akteur im Nahen Osten zu profilieren. 

IMAGO / ABACAPRESS

Frankreich 2026

Ein herausforderndes Jahr im Schatten der Präsidentschaftswahlen

Frankreich blickt auf ein Jahr 2025 zurück, das von politischer Instabilität mit einem Regierungswechsel, zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung sowie wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung geprägt war. Auch das Jahr 2026 verspricht kaum stabiler zu werden. Neben der schwierigen Haushaltslage stehen Kommunal- und Senatswahlen an, und die Präsidentschaftswahl 2027 wirft bereits ihre Schatten voraus. In diesem Umfeld muss es der aktuellen Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu gelingen, klug zu navigieren, ein drohendes Misstrauensvotum zu vermeiden und entscheidende Reformen für das Land auf den Weg zu bringen. Diese innenpolitische Instabilität steht im Kontrast zum Bild, das Präsident Macron auf internationaler Ebene von Frankreich vermitteln möchte: ein starkes Frankreich, das sich für Europa engagiert und seine Rolle in der Welt stärken will. Wo steht Frankreich also zu Beginn des Jahres 2026 wirklich und können die Verantwortlichen das Land wieder in ruhigere Fahrwasser lenken?

IMAGO / Matrix Images

Parlamentswahl in der Côte d’Ivoire

Machtkonsolidierung von Allasane Ouattara

Die Parlamentswahl in Côte d‘Ivoire fand am 27. Dezember 2025 kurz nach der Präsidentschaftswahl statt und war stark von dieser Dynamik geprägt. Sie folgte nur wenige Wochen nach der Wiederwahl von Präsident Alassane Ouattara (RHDP), der die Wahl am 25. Oktober 2025 unter Ausschluss der aussichtsreichsten Oppositionskandidaten mit 89,77% der Stimmen im ersten Wahlgang gewonnen hatte und nun für eine vierte Amtszeit in Folge das Land regiert. Knapp 8,7 Millionen Wähler waren aufgerufen, die 255 Abgeordneten der Nationalversammlung zu wählen. Die Wahlen fanden zudem in einer Situation statt, in der zentrale Oppositionskräfte fragmentiert sind. Kurz nach der Präsidentschaftswahl hatte die Oppositionspartei PPA-CI unter Laurent Gbagbo zum Boykott der Parlamentswahl aufgerufen.

IMAGO / Xinhua

Zurück zur verfassungsmäßigen Ordnung? Präsidentschaftswahl in Guinea

General Mamady Doumbouya bleibt an der Macht

Die Präsidentschaftswahl am 28. Dezember 2025 markiert institutionell einen entscheidenden Wendepunkt in der jüngeren politischen Geschichte Guineas. Vier Jahre nach dem Militärputsch im September 2021, mit dem General Mamady Doumbouya den gewählten Präsidenten Alpha Condé stürzte, sollte der Urnengang offiziell den Übergang zurück zur verfassungsmäßigen Ordnung vollenden. In der Praxis werfen Ablauf, Kandidatenfeld und institutioneller Rahmen der Wahl jedoch Zweifel an ihrem demokratischen Charakter auf. Die Wahl erscheint weniger als Wettbewerb politischer Alternativen, sondern vielmehr als Instrument zur Legitimation einer bereits etablierten militärischen Machtstruktur.

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Sobre esta serie

La Fundación Konrad Adenauer está representada con oficina propia en unos 70 países en cinco continentes . Los empleados del extranjero pueden informar in situ de primera mano sobre acontecimientos actuales y desarrollos a largo plazo en su país de emplazamiento. En los "informes de países", ellos ofrecen de forma exclusiva a los usuarios de la página web de la fundación Konrad Adenauer análisis, informaciones de trasfondo y evaluaciones.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.