Manipulieren will gelernt sein: Linksextremistische Täuschungstechniken

Extremisten haben allen Anlass, ihre Fernziele zu verbergen. Würden sie offen verkünden, dass am Ende ihres politischen Weges eine rechte Diktatur („Volksgemeinschaft“) oder eine linke („Kommunismus“) stehen soll, hätten sie im politischen Wettbewerb kaum Chancen, in einer demokratisch gefestigten Gesellschaft Mehrheiten zu gewinnen.

Sie haben daher bestimmte Techniken entwickelt, ihre einfachen Botschaften so zu vertreten, dass sie gefällig wirken und Zustimmung erheischen können. Eine Reihe dieser Techniken wird hier vorgestellt. Sie zu kennen bedeutet, sich ihnen gegenüber kritisch verhalten zu können. Kompetenz zur kritischen Hinterfragung von veröffentlichter Meinung wiederum ist unabdingbarer Bestandteil demokratischer Kultur.

Und vorab: Die hier vorgestellten Täuschungstechniken findet man nicht nur bei Linksextremisten. Auch Rechtsextremisten und Islamisten nutzen sie. Damit nicht genug: Selbst demokratische Politiker sind nicht davor gefeit, sich gelegentlich manipulativer Tricks zu bedienen. Mit Sprache und Botschaften kritisch umgehen zu können, also nicht automatisch alles zum Nennwert zu nehmen, was verkündet wird, kann deshalb über die Auseinandersetzung mit dem politischen Extremismus hinaus gewinnbringend sein.

Tatsächlich aber haben Linksextremisten eine besonders fundierte Tradition der Manipulation von Meinungen. Sie haben die Täuschung geradezu zu einer ihrer Handlungsmaximen gemacht. Für die sprachliche Verpackung von Botschaften an die Öffentlichkeit haben sie sogar einen besonderen Begriff gebildet: „Agitation“ lautet der kommunistische Fachbegriff für die Vermittlung „einfacher Wahrheiten“ an das Volk. Darauf, dass die Wahrheiten dabei auch wahr sind, kommt es nicht so an. Hauptsache, sie erfüllen ihren Zweck.

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