Externe Effekte, externe Kosten

Von externen Effekten spricht der Ökonom, wenn der wirtschaftlich Tätige entweder nicht alle Kosten tragen muss, die er verursacht (negative externe Effekte – externe Kosten), oder wenn er nicht in der Lage ist, alle durch ihn erzeugten Vorteile für sich zu reservieren (positive externe Effekte – externe Vorteile). Negative externe Effekte sind Umweltkosten, wenn Flüsse und die Umwelt verschmutzt werden, ohne dass in der Kostenkalkulation der Unternehmen diese Wirkungen berücksichtigt werden. Die Umweltpolitik hat die Aufgabe, derartige Folgen eines Marktversagens zu verhindern bzw. nachträglich zu korrigieren (Umweltpolitik: Instrumente). Ebenso liegt Marktversagen vor, wenn positive externe Effekte entstehen. Wenn ein Erfinder keinen Patentschutz erhält, jeder also die Erfindung nutzen kann, erhält der Erfinder keinen fairen Gegenwert für seine Leistung. Dies bremst die Suche nach neuen technologischen und wirtschaftlichen Lösungen.