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"Aus Tragödie im Mittelmeer lernen"

Pöttering fordert im NOZ-Interview schärfere Maßnahmen gegen Schlepper und Solidarität innerhalb der EU

Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments und Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, hat im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung mit Blick auf das Flüchtlingsdrama vor Lampedusa schärfere Maßnahmen gegen Schlepper gefordert.

In einem Gespräch mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Samstag) verlangte der CDU-Politiker, das gesamte Überwachungssystem im Mittelmehr weiter zu verbessern. “Man muss aus einer solchen Tragödie lernen. Wir müssen mit den Ländern im Norden Afrikas noch stärker zusammenarbeiten, damit die Schlepper nicht mehr so viele Flüchtlinge auf die Schiffe und Boote bringen können.”

Auf Fragen nach einer fairen Verteilung von Lasten und Flüchtlingen in Europa sagte Pöttering: “Wir sind eine Solidargemeinschaft. Wenn ein Mitgliedsstaat mit einem Problem allein überfordert ist, dann muss die Solidarität der anderen Partner wirksam werden. Es darf niemand in der EU allein gelassen werden.” Der CDU-Politiker betonte, über konkrete Schritte müsse in einem geordneten Konsultationsprozess gesprochen werden: “Das muss sicher eine Kombination von Maßnahmen sein, finanzieller Art und bei der Verteilung von Flüchtlingen.”

Mit freundlicher Genehmigung der Neuen Osnabrücker Zeitung.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

erscheinungsort

Berlin Deutschland