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Présentations & compte-rendus

Die Energiewende als "Operation am offenen Herzen"

de Daniel Schranz, Loretta von Plettenberg

Umweltminister Peter Altmaier sprach beim Grevenbroicher Schlossgespräch

„Eine Energiewende macht man eben nicht mit links. Das ist wie eine Operation am offenen Herzen einer Volkswirtschaft.” So hatte Bundesumweltminister Peter Altmaier im Interview mit der Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung die Herausforderung umschrieben. Über diese Herausforderung sprach er beim Grevenbroicher Schlossgespräch.

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Seine Rede beim Grevenbroicher Schlossgespräch der Konrad-Adenauer-Stiftung machte Bundesumweltminister Peter Altmaier zu einem nachdrücklichen Plädoyer für eine gemeinschaftliche Umsetzung der Energiewende. Die Energiewende sei für ihn das wichtigste Thema Deutschlands seit der Wiedervereinigung, das raus aus den Hinterzimmerdiskussionen müsse. Vor der Veranstaltung hatte der Bundesminister getwittert: "Altmaier kommt in die deutsche Energiehauptstadt." Dort erwarteten ihn im Rittersaal des Alten Schlosses knapp 250 interessierte Gäste.

Veranstaltungsschirmherr und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe verwies in seinem Grußwort darauf, dass Altmaier bereits zur Einweihung des Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik BoA in Grevenbroich war, was ein "Statement" gewesen sei. Angesichts des in letzter Zeit immer deutlicher gewordenen Zielkonfliktes nach immer verfügbarer, verantwortbarer und gleichzeitig bezahlbarer Energie sei ein Bekenntnis zur technischen Erneuerung der Energiegewinnung aus fossilen Energieträgern wichtig.

KAS-Landesbeauftragter Daniel Schranz hatte Altmaier im Namen der Konrad-Adenauer-Stiftung willkommen geheißen und mit der Erinnerung an die Reaktorkatastrophe von Fukushima auf die ethische Dimension der Energiewende hingewiesen. Gerne bemühe sich auch die Stiftung, mit ihrer politischen Beratung und politischen Bildung zum Erfolg der Energiewende beizutragen.

In seinem Vortrag gab Altmaier einen engagierten Einblick in die "immense Herausforderung, das Energiesystem der vergangenen 200 Jahre innerhalb von zwei Generationen umzubauen". Deutschland sei die erste Volkswirtschaft, die sich dieser Herausforderung stelle. Der Bundesminister rief dazu auf, nicht noch Jahre über den Ausstieg aus der Kernenergie zu diskutieren; er sei froh, dass dieser gesellschaftliche Konflikt beendet und nun auch ein Konsens zur Atomendlagersuche gelungen sei.

Bei der Umsetzung der Energiewende sei die Frage der Bezahlbarkeit für ihn kein Nebenthema, sondern ein Schlüsselthema. Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands dürfe nicht durch hohe Strompreise gefährdet werden. Dies bedeute auch, so Altmaier, dass auf die herkömmliche Energiegewinnung in den nächsten Jahrzehnten nicht verzichtet werden könne. Mit Blick auf das neue Neurather Kraftwerk warnte er davor, Energieformen zu verteufeln: "Ein sauberes Braunkohlekraftwerk ist mir allemal lieber als ein schmutziges.“

Viele technologische Neuerungen werden aus Sicht des Bundesumweltministers in den nächsten Jahren noch zum Erfolg der Energiewende beitragen. Die Forschung habe viele gute Ideen, die u. a. noch bezahlbar gemacht werden müssten. Die technischen Herausforderungen beunruhigten ihn mit Blick auf das Ingenieurland Deutschland nicht. „Die Energiewende ist auch ein riesiges Investitionsprogramm für die deutsche Wirtschaft.“

In der von der Leiterin der Wirtschaftredaktion der Rheinischen Post, Dr. Antje Höning, moderierten Diskussion bezog Altmaier noch zu zahlreichen Fragen vom Hochtemperaturreaktor über Biogasanlagen bis zu Pumpspeicherkraftwerken Position. Am Ende stand sein Bekenntnis, er wolle die Energiewende – anders als manches aktuelle Infrastrukturprojekt in Deutschland – von Anfang an zu einem Erfolg machen.

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Daniel Schranz

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