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AfriKAS II

Berichte, Analysen, Eindrücke aus der Konrad-Adenauer-Stiftung in Afrika

Mit der zweiten Ausgabe von „AfriKAS” erhalten Afrika-Interessierte und Freunde der Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung diesmal ein Werk, das neben entscheidenden Beiträgen zu Sachthemen auch politische Kurzberichte unserer Auslandsbüros enthält. Jeweils nach Ländern geordnet, werden die wichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Ereignisse im Sinne eines Almanachs skizziert und dargestellt. Mit der Kenntnis und Expertise unserer Auslandsmitarbeiter erhalten Sie somit einen einzigartigen Einblick in die Entwicklungen in Afrika.

Alter Wein in alten Schläuchen?

Côte d’Ivoire: Eine aktuelle Bestandsaufnahme mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2020

Côte d’Ivoire wird 2019 voraussichtlich zu den globalen Top 10 der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften gehören. Erneut werden knapp 7% Wirtschaftswachstum prognostiziert. Vor allem die westafrikanische Metropole Abidjan boomt. Die makroökonomischen Kennzahlen werden von zahlreichen internationalen Institutionen in höchsten Tönen gelobt. Das Land klettert in verschiedenen internationalen Indices weiter nach oben. Doch unter der Oberfläche sieht es nicht nur rosig aus. Das Wachstum kommt nicht bei der Bevölkerung an, die junge Generation fühlt sich ungehört und orientierungslos. 18 Monate vor den Präsidentschaftswahlen ist die innenpolitische Lage angespannt, alte und neue Trennlinien rufen Erinnerungen an die schweren politischen Krisen der letzten zwei Jahrzehnte wach. Allseits beschwört man Frieden und die nationale Versöhnung. Doch niemand kann derzeit mit Gewissheit sagen, ob den vermeintlich weisen Worten der politischen Schlüsselakteure auch die entsprechenden Taten folgen werden und sich die Stabilität im Land dauerhaft halten kann.

Anfang ohne Zauber

Januar 2017 in der Elfenbeinküste

Die Parteivorsitzenden der Regierungskoalition in der Elfenbeinküste hatten klare Vorstellungen vom Ablauf der Wahlen zum Parlament im Dezember 2016 und von den Nominierungsverfahren innerhalb der Parteien. Die Parteimitglieder folgten diesen jedoch nur sehr bedingt. Die allgemeine Unzufriedenheit brach sich erst recht nach Jahresbeginn Bahn.

AU-EU-Gipfel in Abidjan – Aufbruch in eine neue Ära?

Am 29. und 30. November trafen sich in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, die Führungsspitzen der Europäischen Union (EU), der Afrikanischen Union (AU) sowie die Staats- und Regierungschefs der jeweiligen Mitgliedstaaten, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Motto des Gipfels lautete „Investitionen in die Jugend für eine nachhaltige Zukunft“. Ein Bericht von Sabina Wölkner, Leiterin des Multinationalen Entwicklungsdialogs in Brüssel.

Benin/Deutschland: KAS-Vorsitzender Dr. Vogel trifft Staatspräsident Kérékou

Am 16. Mai 2003 trafen Thüringens Ministerpräsident und Vorsitzender der Stiftung Dr. Bernhard Vogel und Benins Staatspräsident Mathieu Kérékou zu einem einstündigen Meinungsaustausch in Berlin zusammen.

Benin: Besuch aus Berlin: Conny Mayer MdB

11. - 18. Mai 2003

Teilnahme an der internationalen Konferenz „Politische Stabilität und Entwicklung: Der Beitrag der christlichen Soziallehre“

Benin: Dezentralisierung in ihrer Umsetzungsphase

Die Bürgermeister sowie die Stadt- und Gemeinderäte wurden im Dezember 2002 gewählt und haben ihre Arbeit aufgenommen. Damit tritt die Dezentralisierung in ihre eigentliche Phase. In dieser Umsetzungsperiode ist der Beratungsbedarf besonders groß.

Benin: Nach Geburtswehen - Neues Kabinett steht fest

Seit dem 12. Juni 2003 steht die neue beninische Regierung nach erheblichen Geburtswehen und heftigem Tauziehen – teilweise hinter den Kulissen, teilweise vor den interessierten Augen der Nation (über die recht gut informierte Presse des Landes) – fest. Auf der Strecke geblieben ist das Ansehen von Staatspräsident Mathieu KÉRÉKOU und vor allem aber das von PRD-Chef Adrien HOUNGBÉDJI. Der hatte einige Zeit geglaubt, sogar als starker Mann (Staatsminister) in die Regierung eintreten zu können. Vorausgegangen war sein spektakulärer Wechsel aus der Opposition in "den Schoß" der Mouvance Présidentielle – nach den Parlamentswahlen, versteht sich. Einige Zeit sah es so aus, dass Kérékou, aus welchen Beweggründen auch immer, seinen Eintritt in die Regierung durchsetzen könne. Nun titeln einige Zeitungen: „Kérékou drible Houngbédji“

Benin: Parlamentswahlen vom 30.03: Amtliches Endergebnis

vom 8. April 2003

Die Parlamentswahlen sind friedlich verlaufen. Die Wahlbeteiligung war gegenüber den Kommunalwahlen erheblich geringer. Die Zeitungen schreiben: das Wahlvolk ist müde. Es gibt ca. 3,5 Mio. Wahlberechtigte. Davon hatten sich zu den Kommunalwahlen im Dezember 2002 ca. 2,64 Mio. Menschen eingeschrieben. Bei den Parlamentswahlen wurden die selben Wahllisten verwandt. Ca. 1,5 Mio. Menschen gingen jetzt zur Wahl, das sind knapp 57 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Burkina Faso im Ausnahmezustand

Proteste gegen geplante Verfassungsänderung eskalieren

Das westafrikanische Land, in dem Präsident Blaise Compaoré seit 27 Jahren an der Macht ist, erlebte bereits seit Anfang der Woche vehemente Proteste der Bevölkerung. Diese richteten sich gegen eine geplante Verfassungsänderung, die dem amtierenden Präsidenten eine weitere und nunmehr fünfte Amtszeit ermöglicht hätte. Am 30. Oktober kam es schließlich zu einer Eskalation der Proteste in der Hauptstadt Ouagadougou und einem Einschreiten der Militärs.