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Flucht und Migration

Weltweite Reaktionen

Die Themen Flucht und Migration stehen bereits seit längerem im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung Deutschlands und Europas und haben mit der jüngsten Zuspitzung der Flüchtlingsproblematik eine rasante Dynamik entwickelt. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat zusammengetragen, wie das Thema in anderen Regionen der Welt wahrgenommen wird und welche eigenen Erfahrungen es dort gibt. Darüber hinaus haben unsere Auslandsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen die aktuelle Stimmung und den Tenor politischer Diskussionen in den Mitgliedsstaaten der EU und ihren Anrainer-Staaten eingefangen.

Fortschritt oder Stillstand?

Ein Statusbericht achtzehn Monate nach den Präsidentschaftswahlen in Togo

Vor eineinhalb Jahr wurde der togoische Präsident Gnassingbé Faure in einer von internationalen Beobachtern als frei und transparent bezeichneten Wahl zum zweiten Mal im Amt bestätigt. Bei der Bewertung der Politik des seit elf Jahren regierenden Sohns des früheren Diktators Gnassingbé Eyadema gehen die Meinungen weit auseinander. Manche sehen in Togo ein Vorbild für Frieden, Demokratisierung und Entwicklung in Afrika, andere bezeichnen die Fortschritte als marginal und die ökonomische Misere der Menschen als anhaltend. Wohin also steuert die kleine Republik am Golf von Guinea?

Fünf Jahre mehr für den Löwen – Der nigrische Präsident Issoufou liegt bei den Wahlen vorn

Seit Dienstag werden die Stimmen von etwas mehr als 7 Millionen Nigrern ausgezählt, die mit einer Wahlbeteiligung von 69% über einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament entschieden haben. Die politische Situation im Niger steht unter besonderer Aufmerksamkeit bei der internationalen Gemeinschaft, da das Land eine Schlüsselposition bei der Abwehr von religiösem Extremismus und Terrorismus in der Sahelregion einnimmt.

Fünf weitere Jahre mit Ouattara

Die Elfenbeinküste behält ihren Präsidenten

Als am Mittwoch, dem 28. Oktober, ab vier Uhr morgens die Ergebnisse durch die Wahlkommission veröffentlicht werden, steht fest, dass der alte Präsident der neue sein wird – Alassane Dramane Ouattara (im Wahlkampf abgekürzt zu ADO) hat mit verkündeten 83, 66 Prozent aller Stimmen ein überzeugendes Mandat des ivorischen Volkes erhalten, seinen politischen Kurs, die Côte d’Ivoire bis 2020 zu einem Schwellenland zu machen, fortzusetzen.

Gemischte Halbzeitbilanz der Regierung Yahi Boni

Regierungsumbildung soll neuen Schwung bringen

Gut zweieinhalb Jahre nach dem grandiosen Wahlsieg von Yahi Boni ist die Euphorie in Benin verschwunden. Wurde die Präsidentenwahl mit dem Slogan „ Changement“ gewonnen, so gab man später das Ziel an, Benin zum Schwellenland zu machen. „Benin émergent“ wurde zum Schlagwort der Regierung Yahi Bonis.

Im rechtsfreien Raum: Neue Sicherheitsherausforderungen im Sahel

Mehrere Monate Krieg in Libyen haben die Sicherheitssituation im ohnehin schon fragilen Sahel-Raum merklich verschärft. Die jüngsten Gefechte zwischen nach Unabhängigkeit strebenden Tuareg-Kämpfern und dem Militär im Norden Malis sind Zeugnis einer zunehmenden Eskalation. Die Situation im Sahel-Raum bleibt unübersichtlich. Weite Teile sind nahezu rechtsfreie Gebiete, die kriminellen Netzwerken und al-Quaida im Islamischen Maghreb einen willkommenen Unterschlupf bieten. Der Sahel-Raum birgt eine Reihe von Sicherheitsrisiken, die sich durch das Ende des Libyenkriegs zu potenzieren drohen.

Klimareport 2011

Politik und Wahrnehmung

Im KAS-Klimareport 2011 sind Stimmungsbilder zur nationalen Umwelt- und Klimapolitik für eine Vielzahl von verschiedenen Ländern zusammengetragen worden. Die Beiträge der Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung geben einen Eindruck davon, wie sich der Klimawandel regional auswirkt, wie er öffentlich und politisch wahrgenommen wird und welche klimarelevanten innen- und außenpolitischen Konsequenzen damit im Einzelnen verbunden sein können.

Krise in Mali weitet sich aus

Präsident ATT setzt auf Politik der Starken Hand im Tuareg-Konflikt

Nach dem Niger gerät nun auch Mali immer tiefer in die Tuareg-Krise.Mit dem Abkommen von Algier im Juli 2006 glaubte man, die Tuareg-Krise beendet zu haben. Damals gelang es Mali auf dem Verhandlungswege, den Frieden im Norden wieder herzustellen. Geradezu beispielhaft, verglichen mit dem Niger, löste der malische Präsident Amadou Toumani Touré (genannt ATT) damals die Rebellion im Norden des Landes auf.

Liberia: Chronologie 1980 - 2003

Kurze Übersicht

Zum besseren Verständnis der derzeitigen Konfliktsituation in Liberia erscheint es sinnvoll, chronologisch die Entwicklung des Konflikts seit der Machtergreifung Samuel Does in Liberia in 1980 bis heute zu beschreiben. Aufgrund der regionalen Verflechtungen hat sich dieser in Liberia entstandene Konflikt entlang der Grenzen der früheren Mano River Union zu einem regionalen Konflikt ausgeweitet, der zum Schluss sogar noch den Westen der Elfenbeinküste tangierte.

Liberia: Fact-Finding-Mission

vom 29.10. bis 02.11.2003

Auf Anfrage des Special Representative des UN Generalsekretärs für Liberia, Jacques P. Klein, führte das Regionalbüro Westafrika der KAS eine kurze Projektreise nach Monrovia durch. Ziel war es, sich vor Ort ein Bild über die Arbeitsmöglichkeiten mit Organisationen der Zivilgesellschaft zu verschaffen. Obwohl die Bevölkerung auf dem Lande noch von marodierenden Banden terrorisiert wird, herrscht in Monrovia aufgrund der starken Präsenz von ECOWAS Truppen (UNMIL) weitestgehend Ruhe.