Freiburger Ordo-Kreis

Bezeichnung einer Gruppe von Wirtschaftswissenschaftlern und Juristen (W. Eucken, F. Böhm, H. Großmann-Doerth), die sich in den 30er Jahren an der Universität Freiburg i. Br. bildete. Ihre Grundidee ist es gewesen, in einer Zeit des zunehmenden Verfalls der internationalen Wirtschaftsordnung (Weltwirtschaftskrise), zunehmender staatlicher Interventionen und Planung die Grundlagen einer Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft (Interdependenz der Ordnungen) zu erforschen. Im Mittelpunkt steht die Freiheit des Individuums als politischer und wirtschaftlicher Bürger. Diese Grundlagen haben nach 1945 großen Einfluss bei der Beendigung der staatlichen Planung und bei der Realisierung der Marktwirtschaft in der Ausprägung der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland gehabt. (Wirtschaftsordnung: Begriff, Ausprägungen von Marktwirtschaft).