Protektionismus

Protektionismus umschreibt die Situation einer Welthandelsordnung, in der private und vor allem staatliche Maßnahmen (Zölle, nicht-tarifäre Hemmnisse, mengenmäßige Beschränkungen) den internationalen Austausch von Waren und Dienstleistungen beschränken. Der ideale Zustand ohne derartige Hemmnisse ist der Freihandel. Wenn ähnliche, staatliche Maßnahmen im Zahlungs- und Kapitalverkehr eingesetzt werden, spricht man von Kapitalverkehrskontrollen bzw. von Devisenbewirtschaftung. Wenn die freie Wahl des Arbeitsplatzes im Ausland eingeschränkt wird, spricht man von Einschränkungen der Freizügigkeit. Ähnliches gilt, wenn die Niederlassungsfreiheit für Unternehmen verboten oder Kontrollen unterworfen wird, die nur für Ausländer gelten. In der EU wird der Binnenmarkt bzw. eine Wirtschafts- und Währungsunion realisiert (Europäische Wirtschafts- und Währungsunion). Es wird ein Zustand ohne Diskriminierung und Protektionismus angestrebt.

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