Hartz-Reformen

Nach Peter Hartz, einem Vorstandsmitglied der Volkswagen AG, benanntes Paket von

Reformen auf dem Arbeitsmarkt, die zwischen 2003 und 2005 in Kraft traten („Hartz I – IV“)

und seither mehrfach geändert wurden. Ziel war es, die Effizienz der Arbeitsmarktpolitik und

der Arbeitsvermittlung zu verbessern und die Arbeitslosigkeit drastisch zu senken. Die

Grundidee war: „Fordern und Fördern“ von Arbeitsuchenden. Dafür wurden auch geringfügige

Beschäftigung, Leiharbeit und die Aufnahme von selbständiger Tätigkeit durch Arbeitslose

sowie die Leistungsfähigkeit der Arbeitsämter bei der Arbeitsvermittlung gefördert, und die

Kriterien für zumutbare Arbeit bei Job-Angeboten wurden verschärft. Zudem erfuhr die in die

Kritik geratene Arbeitsverwaltung mit der Schaffung der Bundesagentur für Arbeit eine

Reorganisation und Neuausrichtung. Um das Nebeneinander von Arbeitsverwaltung (Bund) und

Sozialämtern (Kommunen) bei der Betreuung von Hilfsbedürftigen zu beenden, wurden

Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II zusammengefasst und werden

inzwischen „aus einer Hand“ angeboten. Mit dem ALG II („Hartz IV“) ist vielfach eine

schmerzhafte Verminderung der Unterstützungsleistungen verbunden.

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