Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

2003

Sozialer Protest und politische Stabilität

von Hans-Hartwig Blomeier

Seit dem Amtsantritt des Präsidenten Kirchner im Mai 2003 zeichnet sich jenseits der positiven Umfragewerte die nach wie vor (wenn auch mit leicht abnehmender Tendenz) die Arbeit der Regierung stützen, in einigen Bereichen bedenkliche Tendenzen ab. Neben einen konfusen Außenpolitik, einer fehlenden v.a. mittelfristigen wirtschaftspolitischen Perspektive und den ausstehenden Machtkämpfen des Präsidenten mit den Gouverneuren und insbesondere mit der Provinz Buenos Aires (Duhalde), zeichnet sich immer deutlicher ein Konflikt ab, der der Regierung aus den Händen zu gleiten und sich zu einem sozialpolitisch und innenpolitisch äußerst explosiven Problem zu entwickeln droht.

2003

Treffen von KAS und ANN-Chefredakteuren mit Japans Premierminister Koizumi

von Thomas Bernd Stehling

Japan steht offensichtlich am Beginn einer deutlich aktiveren Aussenpolitik, die teilweise auch mit dem Bruch bisheriger Traditionen einhergeht.

2003

Deutlicher Erfolg der Opposition auf dem Weg zu einem Referendum gegen Präsident Chávez

von Michael Lingenthal

Die Opposition hat die für das Abberufungsreferendum gegen Chávez notwendige Zahl der Unterschriften um gut ein Drittel übertroffen. Wenn die Oberste Wahlbehörde nicht mehr als dieses Drittel für ungültig erklärt, beginnt der Weg ins „revocatorio“. Die Schlüsselposition hat jetzt die Wahlbehörde. Sie muss binnen Monatsfrist über die Zulässigkeit aller Referenden entscheiden. Sie hat jede Unterstützung der OAS. Wird sie angesichts der massiven Angriffe auf die Opposition auch genügend Selbständigkeit bewahren?

2003

Auch nach dem Abschluss der Unterschriftenaktionen – mehr Fragen als Perspektiven zur friedlichen Zukunft des Landes

von Michael Lingenthal

Der Tag der Opposition. Sie hat in einer großen Mobilisierung ihre Unterschriftenaktion gegen Präsident Chávez abgeschlossen. Sie ist überzeugt, weit mehr als die notwendigen 2,5 Millionen Unterschriften gesammelt zu haben, die sie zur Einsetzung des Abberufungsreferendums braucht.

2003

Bericht der EU-Kommission über die Vorbereitung der Slowakei auf die EU-Mitgliedschaft

von Frank Spengler, Gabriela Tibenska

Anfang November 2003 veröffentlichte die EU-Kommission den letzten regelmäßigen Bericht über die Vorbereitung der EU-Beitrittskandidatenländer.

2003

Der gescheiterte Parteitag von „Nascha Ukraina“ in Donezk

von Ralf Wachsmuth †, Juri Silvestrow

Ein Lehrstück in Sachen Demokratie auf Ukrainisch
Am 31. Oktober 2003, genau ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine, wurde der ukrainischen und internationalen Öffentlichkeit anläßlich eines geplanten Parteitags des oppositionellen Bündnisses „Nascha Ukraina“ in Donezk ein Trauerspiel in Sachen Demokratieverständnis aufgeführt. Hatte Präsident Kutschma vor einigen Wochen auf dem Höhepunkt der Tusla-Krise noch stolz feststellen können, dass jeder Meter russischen Damms die Ukraine näher an die Europäische Union heranrücken läßt, so ist nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Donezk mühsam gewonnenes Terrain wieder verloren gegangen und dem Image der Ukraine ein gewaltiger Schaden zugefügt worden.

2003

Gründung der SDKÚ - Plattform „Freies Forum“

von Frank Spengler, Gabriela Tibenska

Am 16. November 2003 verkündete Ivan Šimko, Parlamentsabgeordneter und Mitbegründer der Slowakischen Demokratischen und Christlichen Union (SDKÚ) die Etablierung des „Freien Forums“, einer politischen Plattform innerhalb der SDKÚ.

2003

Nordirland wählt die Blockade

von Thomas Bernd Stehling

Aus den Wahlen zum Regionalparlament in Nordirland sind die extremen Repräsentanten der Unionisten und der Republikaner als Gewinner hervorgegangen. Der mühsame Friedensprozess in diesem Teil Großbritanniens hat damit einen herben Rückschritt erfahren. Ob das Friedensabkommen von 1998 („Good Friday Agreement“) Bestand haben wird, erscheint fraglich. Der Wahlsieger der letzten Woche, die radikale „Democratic Unionist Party“ (DUP) erklärte jedenfalls sofort: “The Agreement is over – that is the message of this election.“

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.