Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Europäische Union

2019

KAS-Ratsbericht - Vorbereitung für eine Zeit der Entscheidungen

von Hardy Ostry, Mathias Koch

Informeller Ratsgipfel am 09. Mai 2019 in Sibiu
Der informelle Europäische Rat am 09. Mai 2019 im rumänischen Sibiu bot den Staats- und Regierungschefs die Möglichkeit, noch vor den Europawahlen erstmals die damit verbundenen wichtigen thematischen und personellen Ent-scheidungen zu diskutieren. Zunächst ging es um den Entwurf der strategischen Agenda, mit welcher der Europäische Rat auf die Prioritätensetzung der Europäischen Union für die nächsten Jahre Einfluss nehmen möchte. Wenngleich nicht offiziell auf der Tagesordnung, ging es zudem um die Besetzung der europäischen Spitzenposten.

2019

Research Report: The Kenyan Digital Economy

The research report on Kenya’s digital economy presents a brief history of the events and technological developments that lead to and shaped the digital revolution in Kenya since the 1990s until today. What follows is a collection of different measures of the digital economy in Kenya. Despite greatly varying estimates depending on data source and methodology, the general picture that emerges is that Kenya’s ICT sector is smaller than in most developed but larger than in many developing countries and has accounted for a substantial share of Kenya’s economic growth in the last 15 years, outperforming all other sectors in terms of GDP growth. The sub-sectoral analysis reveals that the internet access, mobile money, IT hardware and audio and video content (incl. broadcasting) markets are the largest sub-sectors.
mzmo / flickr / CC BY-NC-ND 2.0

2019

Zwischen Unruhe und Euphorie: Neue Gasfunde im Lichte der Zypernfrage

von Henri Bohnet, Jeroen Kohls

Aktuelle Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf Südeuropas am längsten währenden Konflikt
Vor der zyprischen Küste sind neue Erdgasvorkommen entdeckt worden, die in Nikosia Hoffnungen auf einen Wirtschaftsboom wecken. Ankara, das seit Jahrzehnten den Nordteil der Insel besetzt, will nicht außen vor bleiben und entsendet ein Forschungsschiff zwecks Probebohrungen in die Region. Die Politik ist in Aufruhr – und Brüssel alarmiert. Wieder ist die Zypernfrage Ursprung der Spannungen. Höchste Zeit, einen neuen Versuch für deren Lösung zu unternehmen.
Wikimedia / Alavergne25 / CC BY-SA 4.0

2019

Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Panama

von Winfried Weck, Marcee Gómez Marín

Laurentino Cortizo Cohen ist der Mann der Stunde in Panama. Mit ca. 33 Prozent der gültigen Stimmen setzte sich „Nito“ gegenüber seinen sechs Mitbewerbern durch und wurde bei den Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen am 5. Mai 2019 zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der 66-jährige Geschäftsmann, der für die im politischen Spektrum als Mitte-Links einzuordnende Demokratische Revolutionäre Partei (PRD) ins Rennen ging, war bereits zwischen 1994 und 2004 Mitglied des panamaischen Parlaments und von 2000 bis 2001 dessen Präsident.
Matias Cruz / pixabay

2019

Argentiniens ungewisse Zukunft

von Olaf Jacob, Carmen Leimann-López

Die Polarisierung der argentinischen Gesellschaft hat sich in den letzten Monaten massiv verschärft. Eine Rückkehr des Populismus, verkörpert durch die ehemalige Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner, kann nicht ausgeschlossen werden.

2019

Peru nach dem Selbstmord von Ex-Präsident Alan García

von Sebastian Grundberger

Wie neue Odebrecht-Enthüllungen die Konstruktion eines Heldenmythos beflecken
Ein ehemaliger peruanischer Präsident, der sich durch einen Kopfschuss dem Zugriff der Justiz entzieht - selbst in der an viel Drama gewohnten politischen Kultur Lateinamerikas nimmt dieses Ereignis eine Sonderstellung ein. Während die Anhänger Alan Garcías im Kampf um die Deutungshoheit schnell einen Heldenmythos zu konstruieren suchten, geraten sie durch neue Geständnisse aus dem Umfeld des Verstorbenen in die Defensive. Jenseits aller Verschwörungstheorien holt der Schatten der Korruption den polarisierenden Staatsmann in den beiden Wochen nach seinem Tod ein. Unabhängig davon, wie direkt dieser Schatten letztlich auf ihn fallen wird, dürfte es noch einige Zeit brauchen, bis Peru zumindest in Ansätzen wieder zur politischen Normalität zurückfinden kann.
by-nc-nd/2.0/nene9 @flickr.com

2019

Schwierige Regierungsbildung nach Wahlsieg von Sánchez in Spanien

von Wilhelm Hofmeister

Die Volkspartei erleidet eine verheerende Niederlage und verliert mehr als die Hälfte ihrer Mandate in der Abgeordnetenkammer
Ministerpräsident Pedro Sánchez ist der Sieger der spanischen Parlamentswahlen vom 28. April 2019. Zwar blieben der Stimmenanteil und die Zahl der Mandate seiner Sozialistischen Partei (PSOE) etwas hinter den durch Umfragen genährten Erwartungen zurück. Doch mit einem Stimmenanteil von 28,7% und 123 von 350 Mandaten in der Abgeordnetenkammer liegen Sánchez und die Sozialisten deutlich vor anderen Parteien. Im Senat hat die PSOE die absolute Mehrheit gewonnen. Pedro Sánchez kann Ministerpräsident bleiben. Doch seine Wiederwahl im Parlament und die Regierungsbildung sind schwierig. Einerseits findet sich Sánchez in der relativ bequemen Situation zwischen möglichen Partnern wählen zu können. Andererseits aber will er am liebsten alleine weiterregieren. Aufgrund der Zersplitterung des Parteiensystems wird erwartet, dass in Spanien erstmals seit der Rückkehr zur Demokratie 1978 auf nationaler Ebene eine Regierungskoalition aus mindestens zwei Parteien gebildet wird. Sánchez und die Sozialisten wollen das vermeiden. Zumindest bis zu den Wahlen zum Europäischen Parlament und den am gleichen Tag stattfindenden Kommunal- und Regionalwahlen in den meisten Autonomen Gemeinschaften sind ernsthafte Verhandlungen über eine Regierungsbildung nicht zu erwarten.

2019

Vietnam Quarterly Macroeconomic Report

Quarter I - 2019
In the first quarter of 2019, Viet Nam's economy grew at 6.79% (yoy), which is 0.66% lower than that figure in 2018. The growth in the agriculture, forestry, fishery and service sectors remained at acceptable levels despite of being much lower than that in 2018. The FDI sector played crucial role in economic growth by contributing 41.46 billion USD the total export value.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.