Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

2000

Tausend Tage Blair-Regierung

von Bernhard Lamers

Auch tausend Tage nach Amtsantritt ist die Popularität von Tony Blair ungebrochen. Nach einer MORI-Umfrage würden heute 54 Prozent der wahlberechtigten Briten für Labour stimmen, 28 Prozent für die Tories und 13 Prozent für die Liberaldemokraten. Mit dem Premierminister sind 57 Prozent, mit der Regierung 45 Prozent zufrieden und ebensoviele unzufrieden. Der Grad der Akzeptanz liegt weit über den Werten, die für John Major, Margaret Thatcher und James Callaghan jeweils nach tausend Tagen Regierungszeit ermittelt wurden.

2000

- Neuwahl der PNTCD-Führung - Ex-Premier Vasile gründete neue "Volkspartei"

von Norbert Chauvistré

2000

Regierungswechsel via Staatsstreich

von Manfred Rabeneick

Der Sturz des ecuadorianischen Präsidenten Jamil Mahuad im vergangenen Monat kam keineswegs überraschend. Der Machtwechsel war parallel von unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Kräften in die Wege geleitet worden und hatte im wesentlichen seine Ursache in gravierenden wirtschafts- und sozialpolitischen Mängeln des Reformprogramms der Regierung Mahuad, die die bestehende Krise des Landes nur noch verschärften. Der neuen Regierung unter Präsident Noboa wird eine energischere Reformpolitik durchaus zugetraut.

2000

Wirtschaftliche und politische Reformen: eine ermutigende Bilanz

von Wulf Eberhard Schönbohm

Die pessimistischen Prognosen instabiler Regierungsverhältnisse nach den Parlamentswahlen 1999 haben sich als gegenstandslos erwiesen. Tatsächlich hat die türkische Regierung in einem überraschend kurzen Zeitraum ein bemerkenswertes wirtschafts-, finanz- und sozialpolitisches -Reformprogramm auf den Weg gebracht. Daß auch auf dem ungleich schwierigeren Gebiet der Rechtssicherheit, der Bürgerfreiheit und der Menschenrechte ernsthafte Reformanstrengungen unternommen wurden, hat die Chancen der Türkei, auf dem Weg in die Europäische Gemeinschaft voranzukommen, verbessert.

2000

Gemeinsamer Markt mit einer Währung?

von Wolfgang Möllers

Anläßlich ihres 3. informellen Gipfeltreffens Ende November 1999 bekräftigten die Staats- und Regierungschefs der 10 ASEAN-Mitgliedsländer ihre Bereitschaft, den Aufschwung nach der Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise der vergangenen beiden Jahre mit tiefgreifenden Reformen zu unterstützen. Daneben standen auch die Perspektiven einer intensiveren Kooperation in außen- und sicherheitspolitischen Fragen auf der Tagesordnung, ebenso das ASEAN-Prinzip der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten - ein Thema, das in der Vergangenheit immer wieder für Zündstoff gesorgt hatte.

2000

Das neue Kabinett Justschenko:

von Manfred Lohmann

Nach der Wiederwahl des ukrainischen Präsidenten Kutschma im November 1999 scheiterte freilich sein Versuch, auch seinen bisherigen Premier im Parlament bestätigen zu lassen. Erst im zweiten Anlauf gelang es, mit der Wahl des neuen Kandidaten Justschenko eine verläßliche parlamentarische Basis für den Reformkurs der neuen Regierung zu schaffen. Der neue Premier an der Spitze eines drastisch verringerten Kabinetts genießt durch seine finanzpolitische Kompetenz und Reformbereitschaft auch international einen Vertrauensvorschuß, der angesichts der anstehenden ökonomischen und finanziellen Problemen der Ukraine einer konsequenten Reformpolitik nur nutzen kann.

2000

Romano Prodi in Sofia

von Josef Gruber

Informelles Treffen der Balkanregierungschefs in Hissarja

2000

IWF-Experten prognostizieren Wachstum der tschechischen Wirtschaft

von Anneke Müller, Frank Spengler

Wirtschaftsexperten sind sich weitgehend darüber einig, dass Tschechien die wirtschaftliche Rezession überwunden hat und für dieses und das nächste Jahr mit einem Wirtschaftswachstum zu rechnen ist. Nach dem besorgniserregenden Rückgang der Leistungsfähigkeit der tschechischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren, gibt es nun wieder Grund zu Optimismus.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.